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Die miese Erben-FalleAnwalt warnt und erklärt, wie Sie Ihr Vermögen schützen

Pflegefachkraft in der ambulanten Pflege hilft einer Klientin

Copyright: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn

Ältere und pflegebedürftige Menschen, die keinen engen Draht mehr zur Verwandtschaft haben, sind besonders schlecht vor Erbschleicherei und anderen Arten von Manipulation geschützt.

Fiese Masche Erbschleicherei: So schützen Sie Ihre Liebsten

Eine hinterhältige Methode, die im engsten Kreis ansetzt: Senioren und pflegebedürftige Personen werden finanziell ausgebeutet. Die Täter sind oft Menschen, denen sie vertrauen sollten – Bekannte, Nachbarn oder zwielichtige Pflegekräfte. Sie missbrauchen die Abhängigkeit schamlos, plündern Bankkonten, entwenden Wertgegenstände oder nötigen ihre Opfer, den letzten Willen zu ihren Gunsten umzuschreiben.

Wie häufig dies in der Bundesrepublik geschieht, bleibt im Dunkeln. Die polizeiliche Statistik listet nur die Fälle auf, die zur Anzeige gebracht wurden. Aber die Dunkelziffer ist gewaltig, warnt das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Viele Opfer schämen sich und suchen keine Hilfe bei der Polizei.

Opfer werden gezielt von Angehörigen abgeschottet

Die Vorgehensweise der Täter folgt oft einem Muster. „Oft geht es den jeweiligen betreuenden Personen darum, nahe Angehörige von der älteren und pflegebedürftigen Person fernzuhalten“, erläutert der Fachanwalt für Erbrecht, Eberhard Rott. Besonders leichtes Spiel haben die Betrüger, falls die Verwandten in größerer Entfernung leben.

Dann werden zum Beispiel Briefe unterschlagen oder das Telefon wird stumm geschaltet. Dadurch soll bei den Pflegebedürftigen der Eindruck entstehen, ihre Familie kümmere sich nicht mehr. Die Folge: Die Neigung wächst, das Testament zugunsten des Manipulators anzupassen. Mitunter wird auch unverhohlen Druck gemacht und Unterstützung so lange verweigert, bis eine Schenkung gemacht oder der letzte Wille geändert wird.

Bei diesen Warnzeichen müsst ihr sofort handeln

Wenn ihr eure Angehörigen nicht mehr erreicht, solltet ihr umgehend der Sache nachgehen, rät Rott. Sucht das Gespräch mit der betreuenden Person und besteht auf eurem Recht als Familie. Ein weiteres Alarmsignal ist laut Ulrike Kempchen von der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA-Pflegeschutzbund): „Etwa, wenn jemand plötzlich sehr intensiv Kontakt zu einer alten und pflegebedürftigen Person sucht und ein ungewöhnlich freundschaftliches Verhältnis aufbaut“. Redet mit euren Liebsten über solche neuen Bekanntschaften, um Betrugsversuchen zuvorzukommen.

Der wirksamste Schutz ist eine enge Verbindung zur Familie. „So kommt bei der alten und hilfsbedürftigen Person nicht das Gefühl auf, in allem auf Außenstehende angewiesen zu sein“, so Kempchen. Sprecht offen über Finanzen und warnt regelmäßig vor den Maschen, mit denen Kriminelle an das Erbe gelangen wollen – vom falschen Enkel bis zum Drängen auf eine Testamentsanpassung.

So schützt ihr das Vermögen rechtlich

Ein Testament oder ein Erbvertrag sind entscheidend, um Erbschleichern einen Riegel vorzuschieben. Anwalt Rott empfiehlt, dies so früh wie möglich zu regeln, am besten bevor erste Anzeichen von Demenz auftreten. Von handgeschriebenen Testamenten in der Schublade rät Kempchen ab – die Gefahr von Fälschung oder Diebstahl sei zu groß. Besser ist ein notarielles Testament, das beim Nachlassgericht hinterlegt wird.

Laut Rott gibt es darüber hinaus weitere Schutzmechanismen:

Um sich vor finanzieller Ausbeutung zu schützen, sind also zwei Punkte zentral: ein starker Zusammenhalt in der Familie und die rechtzeitige, juristische Sicherung des eigenen Vermögens und letzten Willens. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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