Das wird teuer Parken mit SUV – erste deutsche Stadt greift hart durch

Parken mit einem SUV wird in Tübingen teurer. Unser Symbolfoto (17. April 2019) zeigt einen SUV im Parkhaus der Elbphilharmonie in Hamburg.

Parken mit einem SUV wird in Tübingen teurer. Unser Symbolfoto (17. April 2019) zeigt einen SUV im Parkhaus der Elbphilharmonie in Hamburg.

In Tübingen müssen SUV-Fahrer bald wesentlich mehr Parkgebühren bezahlen. Die Anwohnerparkgebühr steigen auf 180 Euro.

Tübingen. Wer in Tübingen (Baden-Württemberg) mit einem SUV unterwegs ist, muss in Zukunft mehr fürs Parken bezahlen.

Tübingen hat als erste Stadt eine drastische Erhöhung der Anwohnerparkgebühren für SUV beschlossen. Halter eines normalen Wagens sollen für einen Anwohnerparkausweis in der Universitätsstadt ab dem kommenden Jahr 120 Euro zahlen, wie der städtische Klimaausschuss am Montag beschloss. Fahrer schwerer Wagen, sogenannter SUVs, sollen hingegen mit bis zu 180 Euro zur Kasse gebeten werden. Sozial Schwache sollen Ermäßigungen erhalten.

Tübingen erhöht Parkgebühren für SUVs

Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) schrieb auf Facebook: „Subventionen für Autos müssen einfach aufhören.“ Parkplätze kosteten in Bau, Unterhaltung und Fläche weit mehr als die beschlossenen 50 Cent am Tag. Palmer sieht die Erhöhung als einen ersten Schritt. Er hatte ursprünglich doppelt so hohe Parkgebühren einführen wollen, scheiterte damit jedoch am Gemeinderat.

Tübingen ist damit die erste Stadt, welche die Möglichkeit nutzt, Gebühren für Parkraum selbst festzulegen. Die Parkgebühren waren bisher gesetzlich gedeckelt. Nach der Änderung des Straßenverkehrsgesetzes im Juli dürfen nun die Länder ihre Parkgebühren selbst regeln oder dies den Kommunen überlassen. Auch andere Städte prüfen derzeit Erhöhungen. (mt/afp)

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