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Schock beim Discounter Lidl und Kaufland schaffen bislang kostenlosen Service ab

Wer bei Lidl oder Kaufland einkauft, konnte bislang gewissermaßen nebenbei einen kostenlosen Service nutzen. Doch das soll sich bald ändern. 

Wer ein E-Auto fährt, kann an vielen Orten Strom tanken – oft sogar kostenlos. Doch für einige Orte ändert sich das gerade. Immer mehr Geschäfte verlangen für das Benutzen ihrer Ladesäulen mittlerweile Geld.

Auch Lidl und Kaufland beenden diesen Gratis-Service für ihre Kundschaft. Der gemeinsame Mutterkonzern, die „Schwarz-Gruppe“, gab am Montag (5. August) bekannt, dass das Laden von Elektroautos an den Ladesäulen der Discounter-Filialen in Zukunft nicht mehr kostenlos sein werde.

Die Unternehmensgruppe führe ab dem 12. September 2022 „eine Gebühr für den getankten Grünstrom ein“, hieß es. Jede Kilowattstunde an AC-Ladepunkten (für reguläres Laden mit Wechselstrom) bis zu 43 Kilowatt Ladeleistung koste dann 0,29 Euro pro Kilowattstunde, an DC-Ladepunkten mit bis zu 149 Kilowatt Ladeleistung (für Schnellladen mit Gleichstrom) seien es 0,48 Euro pro Kilowattstunde. An einzelnen Standorten könne mit 150 Kilowatt oder mehr für 0,65 Euro geladen werden.

Mit dem Ende des kostenlosen Lade-Service soll der weitere Ausbau sowie die Instandhaltung der E-Ladestationen gewährleistet werden, erklärt das Unternehmen weiter.

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Lidl und Kaufland: Discounter betreiben rund 1300 Ladepunkte

Lidl und Kaufland betreiben derzeit rund 1300 Ladepunkte. Der Boom der Elektroautos sei an diesen Ladestationen deutlich zu spüren, hieß es. Im Jahr 2020 hätten im Durchschnitt vier Elektroautos am Tag an einer E-Ladestation von Lidl ihre Akkus aufgeladen, bei Kaufland neun Autos. 2021 habe sich diese Anzahl bereits bei beiden Handelssparten verdoppelt.

Mittlerweile verzeichne das Handelsunternehmen eine immer größere Nachfrage. An Spitzentagen werden im Durchschnitt bei Lidl 15 und bei Kaufland 20 Elektroautos aufgeladen.

Bereits im Frühjahr hat eine Umfrage des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI gezeigt, dass die Zahl der Händlerinnen und Händler, die für das Laden Gebühren verlangten, binnen Jahresfrist deutlich zugenommen habe.

Innerhalb von zwölf Monaten ist, laut der Umfrage, der Anteil der Händlerinnen und Händler, bei denen das Laden grundsätzlich nicht mehr kostenfrei war, von 29 auf 42 Prozent gestiegen. Rund 26 Prozent der Händlerinnen und Händler boten für die Kundschaft immerhin noch vergünstigte Tarife beim Laden an. Bei 15 Prozent der Händlerinnen und Händler durfte die Kundschaft weiter kostenfrei laden. Weitere 15 Prozent boten das Laden für alle kostenlos an.

Die EHI-Projektleiterin Elektromobilität, Cathrin Klitzsch, betonte, auch nach Abschluss der Studie habe sich der „Trend weg vom kostenlosen Tanken im deutschen Handel weiter fortgesetzt“. Gleichzeitig sei aber auch die Leistung der auf den Parkplätzen an den Einkaufsstätten neu installierten Ladesäulen Schritt für Schritt größer geworden. Dadurch sei es möglich, in kürzerer Zeit mehr Strom zu tanken. (bcr/dpa)

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