Job-Sharing: Für wen lohnt es sich und wie klappt es?
Karriere im DoppelpackEine Expertin verrät die Vorteile des Job-Sharing-Modells.

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Zwei Menschen, eine Stelle: Das Konzept des Job-Sharings kann einige Vorteile bringen - doch man muss auch der Typ dafür sein.
Ein Arbeitsplatz, aber zwei Leute, die sich die Aufgaben und die Verantwortung aufteilen – das steckt hinter Job-Sharing. Diese zeitgemäße Arbeitsform gewinnt an Zuspruch. Aber für wen ist dieses Modell wirklich ein Gewinn? Und wie spürt man den idealen Partner oder die ideale Partnerin für so ein Team auf?
Stefanie Junghans, Coachin und Expertin für Co-Leadership, verrät, welche Punkte entscheidend sind, damit der geteilte Job zum Erfolg wird.
Mehr Luft, weniger Druck: Das bringt Job-Sharing wirklich
Laut Junghans ist Job-Sharing eine passende Lösung für jede Station im Leben. Der größte Pluspunkt: Man teilt nicht nur die Arbeit, sondern auch die Last der Verantwortung. Das Ergebnis ist eine enorme Flexibilität. „Man ist zum Beispiel flexibler, etwa wenn man Angehörige pflegt oder Kinder hat“, erklärt die Fachfrau. Auch die Rückkehr ins Berufsleben nach einer Babypause wird einfacher, da man einen „Sparringspartner“ zur Seite hat.
Das Modell kann auch bei anderen Karrieremeilensteinen nützlich sein: Wer eine neue, fordernde Position im Betrieb anstrebt, kann sich so nach und nach einarbeiten. Und wer einen gleitenden Übergang in den Ruhestand anvisiert, hat mit dem Job-Sharing ebenfalls eine hervorragende Option.
So klappt's mit dem perfekten Tandem-Gegenstück
Bevor die Suche startet, solltet ihr euch laut Junghans eine entscheidende Frage stellen: „Bin ich ein guter Partner, also ist das überhaupt etwas für mich?“ Wer sich eine Stelle teilen will, braucht vor allem die Fähigkeit zur Kommunikation und zur Konfliktlösung.
Diese Qualitäten muss das Gegenüber selbstverständlich ebenfalls besitzen. Junghans empfiehlt: „Suchen Sie erst mal in Ihrem persönlichen beruflichen Netzwerk.“ Der große Pluspunkt hier: Man kennt im besten Fall schon den Arbeitsstil und den Charakter der Person und kann einschätzen, ob die Chemie stimmt. Wenn sich dort niemand findet, lässt sich die Fahndung auf Online-Business-Netzwerke oder spezielle Plattformen für Tandems erweitern. Entscheidend sind neben den Soft Skills vor allem übereinstimmende Werte und Ambitionen.
Gemeinsam zum Ziel: So bewerbt ihr euch als Team
Falls eine Position nicht ausdrücklich für Job-Sharing ausgeschrieben wurde, hat Junghans einen eindeutigen Ratschlag: „Rufen Sie am besten erst mal den Recruiter an.“ Erkundigt euch, ob eine Team-Bewerbung überhaupt willkommen ist. Bei einer positiven Rückmeldung verfasst ihr ein gemeinsames Bewerbungsschreiben, das eure kombinierten Stärken betont, und legt beide Lebensläufe bei.
Für Firmen hat das Konzept jedoch auch einen Haken: Zwei Angestellte führen zu höheren Sozialabgaben als eine einzelne Person. Das wirkt auf den ersten Blick nicht rentabel. Aber genau hier könnt ihr punkten und überzeugen: Das Unternehmen erhält im Gegenzug im Idealfall die doppelte Expertise und hat den Vorteil von geringeren Ausfallzeiten. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
