Der Kölner Experte Heinz-Josef Meller gibt Pflegetipps für jederman(n).
Hart im CremenPflegetipps auch für „Skincare-Muffel“

Copyright: IMAGO/Bihlmayerfotografie
Kommen nie aus der Mode: Gesichtsmasken und Gurkenscheiben. Aber man(n) kann sich aich schneller und praktischer pflegen!

Mann muss ja nicht gleich intensiv cremen und peelen, auch mit kleinen Sachen kann die Herrenwelt sich einige nicht ganz so seltene Probleme von der Haut halten. Der Kölner Parfümerie-Experte Heinz-Josef Meller gibt Tipps:
- Rasur: Bevor der Rasierer angesetzt wird, die Haut unbedingt mit warmem Wasser befeuchten, dann erst Rasierschaum drauf und rasieren. Abschließend mit sehr kaltem Wasser abspülen. „Der Effekt: Das warme Wasser öfnet die Poren, so wird die Rasur sanfter. Das kalte Wasser lässt die Poren sich wieder zusammenziehen, so können Bakterien und Co. schlechter eindringen“, sagt Meller. Kein Chichi, aber enorm wirksam!
- Schuppige Haut unterm Bart: „Da helfen Rasieröle wirklich gut“, sagt Meller. „Es sind sogenannte Trockenöle, die auch sich auch nicht schmierig anfühlen und schnell einziehen. Besser, als dass das T-Shirt ständig voller Hautschuppen ist.“ Das sieht nämlich schnell ungepflegt aus.
Auch interessant: Kein Buch mit sieben Tiegeln – warum Männerkosmetik boomt
- Haut zumindest abreinigen: Muss man das als Mann machen, man trägt doch keine Schminke? „Ja, schauen Sie sich doch mal an, was sich an nur einem Tag an Staub auf schwarzen Lackmöbeln & Co. absetzt. Das haben wir auch im Gesicht“, sagt Meller. Dazu der Überschuss der Talgdrüsen, das fördert alles Pickel und Co. Einmal mit einem Mizellenwasser oder Reinigungsschaum drüber (ja, es geht auch der von der Frau), schon ist die Haut wieder frisch. „Und wer dann doch noch cremt, hat noch den Vorteil, dass Pflegeprodukte auf gereinigter Haut viel besser wirken“, so der Experte.
- Wer nur ein Mal am Tag cremen will, sollte es vor der Nachtruhe machen, nachts läuft nämlich die Zellteilung und Hauterneuerung auf Hochtouren.

Copyright: Alexander Schwaiger
Der Kölner Parfümerie-Experte Heinz-Josef Meller weiß, was Männer in Sachen Pflege gerne haben.
Und dass Mellers Tipps auf fruchtbaren Boden fallen dürften, zeigen diese Zahlen: In den letzten sechs Jahren ist das Interesse gerade junger bzw. jüngerer Männer (18 bis 49 Jahre) an Hautpflege und Kosmetik deutlich gestiegen. Laut Markenmonitor von YouGov stieg der „Interessenswert“ dieser Zielgruppe von 2019 bis Ende 2025 von 28,9 auf 33,0 Prozent. Demnach besonders gefragt: Gesichtsmasken (+ zwölf Prozent) und Pflege-Seren (+32 Prozent).
Auch dekorative Kosmetik wird tatsächlich mehr und mehr zum Thema: 2025 gaben Männer zwischen 18 und 49 im Schnitt 23,55 Euro allein für Augen-Make-up (Eyeliner, Primer, etc.) aus.
