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Frust auf der WaageUnerklärliche Zunahme? Schilddrüse könnte die Ursache sein

Eine übergewichtige Frau schneidet Avocado

Copyright: Jan Woitas/dpa/dpa-tmn

Eine ausgewogene, kalorienreduzierte Ernährung und viel Bewegung helfen dabei, auch mit einer Schilddrüsenunterfunktion erfolgreich abzunehmen.

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Schilddrüse als Dickmacher? So klappt das Abnehmen.

Das Gewicht klettert immer weiter hoch – und das, obwohl sich bei der Ernährung und den täglichen Routinen gar nichts geändert hat? Dann sollte der nächste Gang zum Arzt führen, um die Schilddrüsenwerte überprüfen zu lassen. Hinter einer rätselhaften Zunahme steckt nämlich häufig eine Unterfunktion.

Das bedeutet: Das Organ stellt nicht genug Hormone her, wodurch zahlreiche Stoffwechselvorgänge im Organismus verlangsamt werden. „In einer Schilddrüsenunterfunktion verringert sich der Grundumsatz. Heißt: Der Körper verbraucht im Ruhezustand weniger Kalorien – daher kommt die Gewichtszunahme“, erläutert Volker Fendrich, Chefarzt der Endokrinen Chirurgie der Schön Klinik Hamburg Eilbek. Ein weiteres Problem kommt hinzu: Da eine Unterfunktion oft auch mit Symptomen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit einhergeht, bewegen sich die Betroffenen meist weniger.

Kilos purzeln lassen? So geht's trotz Diagnose

Die Pfunde werden also immer mehr. Wer die Diagnose Schilddrüsenunterfunktion erhält, hat oft die Befürchtung, das zusätzliche Gewicht niemals wieder loszuwerden. Aber es gibt eine positive Nachricht: „Wenn die Schilddrüsenwerte durch L-Thyroxin wieder normal eingestellt sind, klappt es mit der Gewichtsabnahme wie bei jedem anderen Menschen auch“, erklärt Volker Fendrich. L-Thyroxin kompensiert dabei die Hormone, die von der Schilddrüse nicht mehr in ausreichender Menge hergestellt werden können.

Damit das Abnehmen aber wirklich funktioniert, ist eine bestimmte Basis nötig: eine gesunde und kalorienbewusste Ernährung. Diese wird durch regelmäßige sportliche Aktivität ergänzt, um den Kalorienverbrauch anzukurbeln. Volker Fendrich gibt außerdem Entwarnung: „Wenn Betroffene zwei Tage ihre L-Thyroxin-Tabletten morgens nicht einnehmen, nehmen sie nicht direkt zu“.

Achtung: Bloß nicht selbst die Dosis erhöhen!

Der Facharzt beobachtet jedoch immer wieder, dass Patientinnen und Patienten eigenmächtig versuchen, eine besonders hohe Dosis L-Thyroxin zu sich zu nehmen. Ihre Erwartung: den Stoffwechsel damit ordentlich anzutreiben und die Kalorienverbrennung zu steigern.

Dieser Versuch kann jedoch in einer riskanten Schilddrüsenüberfunktion münden. „Man nimmt dann zwar ab, aber man kauft sich erhebliche Probleme wie Herzrhythmusstörungen ein. Das ist überhaupt nicht anzuraten – im Gegenteil“, lautet die eindringliche Warnung des Spezialisten. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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