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Fieser Muskel-SchmerzWas wirklich hilft und welchen Fehler Sie vermeiden sollten

Ein Mann hält sich seine verspannten Muskeln am Nacken

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn

Klingt entspannt: Eine Massage bei Muskelkater? Was bei Verspannungen helfen kann, ist bei frischem Muskelkater eher weniger hilfreich.

Muskelkater? Dieses beliebte Mittel kann alles schlimmer machen.

Die Schufterei mit den Möbelkartons oder anstrengende Übungen beim Sport – die Folgen spüren wir oft erst mit Verzögerung. Egal ob Beine, Arme oder der Rumpf betroffen sind: Woher kommt dieser fiese Schmerz und wie wird man ihn wieder los?

Also, was ist da los im Körper? Muskelkater ist ein klares Signal, dass die Muskulatur überfordert wurde. „Ursache sind winzige Faserverletzungen und nicht, wie früher vermutet, eine Übersäuerung des Muskels“, stellt der Orthopäde Martin Rinio von der Gelenk-Klinik-Gundelfingen klar. Er fügt hinzu: „Die Schmerzen am nächsten Tag sind sozusagen Begleiterscheinungen des Reparatur- oder Heilungsprozesses.“

Ruhe ist die beste Medizin gegen Muskelkater

Wenn die Beine brennen, wird selbst der Gang zur Toilette zur Tortur. Ein fieser Muskelkater im Bauch? Dann vergeht einem bei jedem Huster oder Lacher das Grinsen. Damit der Körper sein Selbstheilungsprogramm starten kann, braucht die Muskulatur vor allem eines: eine Pause.

Hartes Training ist absolut verboten. Rinio empfiehlt, erst nach zwei komplett schmerzfreien Tagen wieder loszulegen. Was aber hilft, sind lockere Spaziergänge oder sanfte Dehn- und Lockerungsübungen. Bei den schmerzenden Stellen schwören manche auf Wärme, zum Beispiel in der Sauna oder einem heißen Bad. Für andere fühlt sich Kälte besser an, um die Pein zu lindern.

Vorsicht! Dieses beliebte Mittel kann alles schlimmer machen

Auch wenn es verlockend klingt: Wer jetzt den Drang verspürt, die gepeinigten Muskelpartien ordentlich durchkneten zu lassen, sollte die Finger davon lassen. Eine Massage kann die Situation sogar verschlimmern. Martin Rinio warnt, dass dadurch ein mechanischer Druck auf die Muskulatur entsteht, welcher die feinen Verletzungen in den Fasern noch vergrößern kann.

Und jetzt kommt's: Massagen können den fiesen Schmerz nicht nur verschlimmern, sondern ihn sogar erst auslösen! Denn auch eine zu kräftige Behandlung des Muskels kann diese winzigen Risse verursachen. Laut der Gelenk-Klinik Gundelfingen ist es auch denkbar, dass sich die Muskulatur als Abwehrmechanismus bei ungewohnten Griffen verspannt und so der Schmerz entsteht.

So lange kann der Schmerz andauern

Leider ist der Spuk oft nicht nach 24 Stunden vorbei. Laut der Stiftung Gesundheitswissen kann der Schmerz bis zu einer Woche anhalten. Falls das Ziehen in der Muskulatur aber auch nach drei Wochen nicht weggeht, ist Vorsicht geboten. Dann sollte man laut Martin Rinio unbedingt zum Arzt gehen, damit eine schwerwiegende Verletzung ausgeschlossen werden kann.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte man sich in Zukunft sorgfältiger aufwärmen. Eine gute Durchblutung der Muskeln sorgt dafür, dass sie nicht so steif ins Workout starten. Das verringert die Gefahr von Muskelverletzungen deutlich. Genauso entscheidend ist es, sich beim Sport nicht zu übernehmen. Regelmäßigkeit zahlt sich ebenfalls aus. Rinio bestätigt: „Beanspruche und trainiere ich meine Muskeln regelmäßig, so reduziert sich die Wahrscheinlichkeit eines Muskelkaters erheblich“. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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