Mehr Service in der Apotheke: Impfen, Tests, Notfall-Pille
Medikamente ohne RezeptWas sich jetzt in Apotheken für alle Kundinnen und Kunden ändert

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Apotheken bekommen mehr Befugnisse, um das Versorgungsangebot für die Bevölkerung zu erweitern. (Symbolbild)
Die Politik hat entschieden: Apotheken in Deutschland dürfen künftig viel mehr als nur Pillen über den Tresen reichen. Eine von der schwarz-roten Koalition initiierte Reform, die der Bundestag bereits beschlossen hatte, ist nun auch vom Bundesrat gebilligt worden. Für euch bedeutet das vor allem eins: mehr Service und schnellere Hilfe direkt um die Ecke.
Konkret heißt das: Stellt euch vor, die Grippe- oder Tetanus-Impfung gibt's künftig ganz unkompliziert in eurer Stammapotheke. Zusätzlich zu den bekannten Impfungen gegen Grippe und Corona dürfen Pharmazeuten jetzt alle Schutzimpfungen mit sogenannten Totimpfstoffen verabreichen.
Mehr Vorsorge und Tests direkt in der Apotheke
Aber das ist noch lange nicht alles. Die Apotheken entwickeln sich zu echten Gesundheits-Checkpoints. Geplant sind neue Vorsorge-Angebote, etwa bei Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes oder zur Raucherentwöhnung. Auch Blutabnahmen, um zum Beispiel die Wirkung von Medikamenten zu prüfen, sollen dort möglich sein.
Medikamente ohne Rezept – aber nur im Notfall
Die vielleicht größte Änderung der Reform: In speziellen Ausnahmefällen könnt ihr verschreibungspflichtige Arzneien auch ohne ein neues Rezept vom Arzt erhalten. Dies gilt jedoch nur, wenn ihr ein Mittel schon länger verwendet und die Therapie dringend fortgesetzt werden muss – etwa am Wochenende, wenn die Praxis geschlossen hat.
Wichtig hierbei: Es handelt sich um eine klare Regelung für den Notfall. Ihr erhaltet dann nur eine einzige Abgabe der kleinsten Packung und müsst das Präparat selbst bezahlen. Ein Freibrief ist das also keineswegs, sondern eine wichtige Überbrückung, wenn die Lage mal eng wird.
Das Gesetzesvorhaben der schwarz-roten Regierung, dem der Bundestag schon zugestimmt hatte, erhielt nun auch grünes Licht vom Bundesrat in Berlin. (dpa/red)
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