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Klinikkollaps & Maskenpflicht Kommentar: Wie viele Kinderleben ist uns die „Freiheit“ wert?

17.11.2020, Bayern, München: Schülerinnen und Schüler nehmen mit Mund- und Nasenschutz am Unterricht in einem Geographie-Seminar in der Jahrgangsstufe elf teil. Auch ab Herbst wird die Maske im Unterricht wieder notwendig sein.

Schulunterricht mit Maske könnte helfen, die grassierenden Viruserkrankungen zu stoppen. Hier ein Foto vom 17. November 2020 aus Bayern.

In den Kinderkliniken kann die Versorgung unserer Kleinsten nicht mehr gewährleistet werden, die Schulen schalten vielerorts wegen hoher Krankenstände bei Lehrpersonal sowie Schülerinnen und Schülern auf Notbetrieb um. Nur eine Maßnahme kann kurzfristig helfen. Ein Kommentar.

In der Wissenschaft ist derzeit eine heiße Diskussion entbrannt, ob die Corona-Maßnahmen der vergangenen Jahre „schuld“ an den vielen Atemwegsinfektionen bei unseren Kindern in diesem Winter sind oder ob es gerade die Corona-Infektionen sind, die die Immunsysteme der Kleinen und Kleinsten geschwächt und daher anfällig für die Influenza oder RSV-Erreger gemacht haben.

Fest steht: Das Gesundheitssystem wird von der Flut kranker Kinder überrollt, ganze Regionen verfügen über kaum freie Krankenhausbetten – weder für die Intensivpflege noch auf den Normalstationen.

Notstand auf den Kinderstationen der Republik

Pädiater machen inzwischen deutlich, dass das Opfer fordern wird. Heißt: Kinder werden wegen der Unterversorgung sterben.

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Man kann es Notstand nennen, der derzeit auf den Kinderstationen der Republik herrscht. Und mit einer Notlage hat man vor nicht allzu langer Zeit die Corona-Maßnahmen begründet.

Also ist genau jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo die Politik Maßnahmen ergreifen muss. Denn es ist müßig, darüber zu diskutieren, warum es gerade jetzt so viele Infektionen gibt. Wir wissen: Es gibt ein kostengünstiges Mittel, um die Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden und Kinderleben zu retten.

Wir müssten nur wieder die Masken aufziehen. Die Maskenpflicht war derart effektiv, dass ganze Influenza-Stämme ausgerottet wurden. Warum also ziehen wir nicht kollektiv für sechs Wochen die Maske wieder an, wie es in vielen asiatischen Ländern während der Grippesaison längst selbstverständlich ist?

Situation an den Schulen hochproblematisch

Es sind ja nicht nur die Kliniken. Auch in den Schulen ist die Situation fast grotesk: Schülerinnen und Schüler fehlen wochenlang, an vielen Lehrstätten auch in Köln und in ganz Nordrhein-Westfalen sind deutlich mehr als 10 Prozent des Kollegiums erkrankt – an Influenza, RSV oder Corona.

Dass trotzdem nur ein Bruchteil des Lehrerschaft sich weiter mit einer FFP2-Maske vor den Viren schützt, zeigt, wie wenig das Prinzip Eigenverantwortung  in einer Gesellschaft funktioniert.

Die Ausfallzeiten sind lang, es dauert oft Wochen, bis die Kinder ihr altes Leistungsvermögen wiederhaben, Rückfälle sind nicht selten. Als es darum ging, die Alten zu schützen, hockten die Kids zu Hause. Nun wäre es an der Zeit, etwas zurückzugeben.

Normaler Schulbetrieb in Deutschland kaum möglich

Ein normaler Schulbetrieb ist kaum noch möglich, wenn in manchen Klassen über die Hälfte der Kinder fehlen. Die Gelegenheit, die Erfahrungen aus den Pandemie-Jahren zu nutzen, um ein funktionierendes Homeschooling-System zu installieren, hat man aus politischen Gründen verstreichen lassen.

Stattdessen müssen alle ungeschützt zur Schule, dort ohne Luftfilter und Masken zusammensitzen. So werden Schulen und auch Kitas zu Virenbrutstätten.

Dazu kommt ein ausgelaugtes Personal in zusammengesparten Kliniken. Hier besteht mittelfristig Reformbedarf. Kurzfristig hilft aber nur eins: Die Masken müssen wieder rauf – oder wie viele Kinderleben ist uns unsere „Freiheit“ wert?

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