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Der große Magnesium-MythosWarum das Mittel gegen Wadenkrämpfe oft gar nicht hilft

Brausetablette wird in ein Glas Wasser gegeben

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen können Magnesium-Präparate helfen, einen Mangel des Mineralstoffs auszugleichen.

Magnesium-Überdosis? Das droht bei zu viel.

Magnesium-Alarm: Beliebte Pillen können üble Folgen haben. Klar ist: Dein Körper kommt ohne Magnesium nicht aus. Der Stoff ist mega wichtig, damit Nerven und Muskeln reibungslos arbeiten. Viele schlucken deshalb Pillen. Aber ist das überhaupt nötig?

Meistens ist die Antwort ein klares Nein. „Bei üblichen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten ist ein Magnesiummangel selten“, stellt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) klar, wie die dpa berichtet. In der Regel bekommt ihr genug über die Nahrung ab, etwa durch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Gemüse oder Nüsse.

Wann ein Magnesiummangel wirklich droht

Ein Defizit entsteht aber, wenn der Organismus Magnesium schlecht aufnimmt oder zu viel davon wieder rauswirft. Das kann laut Apothekerkammer Niedersachsen zum Beispiel bei Krankheiten im Magen-Darm-Trakt passieren, wie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Auch die Verwendung von Entwässerungsmitteln (Diuretika) oder Säureblockern wie Omeprazol bei Sodbrennen kann ein Defizit verursachen. Starkes Transpirieren und Alkoholismus sind weitere Gefahrenquellen. Hier können Magnesium-Pillen tatsächlich helfen. Bist du dir unsicher? Dann klär das unbedingt mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt ab.

Zu viel des Guten? Diese Nebenwirkung ist fies

Nur über die Ernährung ist eine Überdosis so gut wie unmöglich. Bei Pillen und Pulvern ist das aber eine andere Geschichte – vor allem, wenn du sie einwirfst, obwohl du gar keinen Mangel hast.

Das Resultat können echt unangenehme Verdauungsprobleme sein. Die Verbraucherzentrale warnt, dass schon eine zusätzliche Dosis von 300 Milligramm am Tag zu Durchfall führen kann. Und aufgepasst: Magnesium kann die Aufnahme von Antibiotika ausbremsen. Der Rat der Apothekerkammer lautet deshalb: Lasst zwischen der Einnahme der beiden Mittel immer mindestens zwei Stunden Zeit.

Der Mythos um die Wadenkrämpfe

Gerade Sportlerinnen und Sportler setzen oft auf Magnesium. Die Hoffnung: fiese Wadenkrämpfe vermeiden. Aber die Wissenschaft spielt da nicht mit. Laut Verbraucherzentrale gibt es keinen klaren Beweis, dass der Mineralstoff bei Muskelkrämpfen tatsächlich eine Wirkung zeigt.

Denn: Ein Krampf im Muskel muss nicht immer an einem Magnesium-Defizit liegen. Viel öfter sind die Gründe eine falsche Belastung, zu viel Training oder schlicht und einfach, dass man zu wenig getrunken hat. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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