Eine erfrischende Limo an einem heißen Tag – was gibt es Schöneres? Doch Vorsicht! Experten schlagen Alarm: Ein bestimmter Inhaltsstoff in vielen Getränken kann Ihre Nieren heimtückisch schädigen.
Limo-SchockDieser Zucker frisst sich durch Ihre Nieren

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Zuckerhaltige Getränke belasten die Nieren: Fruchtzucker aus Softdrinks und Fertigprodukten kann langfristig Nierenschäden fördern.
Wer oft zu zuckerhaltigen Getränken greift, anstatt Wasser zu trinken, gefährdet langfristig die Funktion seiner Nieren. Eine entsprechende Warnung kommt von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), wie die dpa meldet. Der Schuldige ist ein Zucker, den viele für harmlos halten: Fruktose.
Das Tückische an Limonaden und ähnlichen Drinks ist, dass man schnell große Mengen davon konsumiert. Der Knackpunkt dabei: Im Gegensatz zu gewöhnlicher Glukose muss Fruktose teilweise von den Nieren verarbeitet werden. Diese zusätzliche Aufgabe kann für das Organ zu einer enormen Belastung werden.
Fruktose: Eine süße Gefahr für die Nieren
Nimmt der Körper über einen längeren Zeitraum zu viel Fruchtzucker auf, kann dies verschiedene schädliche Auswirkungen haben. Bei der Verstoffwechselung von Fruktose wird verstärkt Harnsäure produziert. Ein permanent erhöhter Harnsäurespiegel führt dazu, dass sich Kristalle im Gewebe der Nieren festsetzen können.
Die Folgen sind oft schmerzhaft und gravierend: Es drohen Schäden an den Nieren, Nierensteine und sogar Entzündungen. Darüber hinaus begünstigt ein übermäßiger Konsum von Fruktose Fetteinlagerungen und Entzündungsprozesse im gesamten Körper. Dies wiederum schadet den feinen Blutgefäßen in den Nieren.
Entwarnung für Obst-Fans – Industrie-Zucker im Visier
Aber muss man jetzt auch auf den gesunden Apfel verzichten? In diesem Punkt geben die Experten Entwarnung. Die Nephrologin Sylvia Stracke, die als Pressesprecherin für die DGfN tätig ist, stellt klar: „Problematisch ist nicht Fruktose aus frischem Obst, sondern vor allem der zugesetzte Fruchtzucker in industriell hergestellten Lebensmitteln“.
Das eigentliche Risiko verbirgt sich demnach nicht im Obstkorb, sondern in den Gängen des Supermarktes.
In diesen Produkten lauert die Fruktose-Falle
Nach Angaben der Fachleute ist besonders viel zugesetzter Fruchtzucker in Erfrischungsgetränken, Energie- und Sportdrinks, Eistees sowie aromatisiertem Wasser enthalten. Der Zucker ist aber auch in Lebensmitteln versteckt, wo man ihn kaum vermuten würde: Hierzu gehören Fruchtjoghurt, diverse Müsliriegel, Frühstückscerealien und Desserts. Er findet sich sogar in Fertigsoßen, Dressings oder Backwaren.
Ein genauer Blick auf das Etikett kann die Zuckerbomben enttarnen: Achten Sie auf Bezeichnungen wie „Fruktose-Glukose-Sirup“ oder auch „Maissirup“. Solche Produkte sollten Sie möglichst im Regal stehen lassen. Die Spezialisten für Nierenerkrankungen empfehlen zudem, auf ein gesundes Körpergewicht zu achten und Erkrankungen wie Fettleibigkeit, hohen Blutdruck oder Diabetes ernst zu nehmen und konsequent behandeln zu lassen.
(red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

