2

+++ EILMELDUNG +++ Erneuter Bombenfund Zwei Blindgänger in Köln-Ossendorf – Entwarnung

+++ EILMELDUNG +++ Erneuter Bombenfund Zwei Blindgänger in Köln-Ossendorf – Entwarnung

Gefahr im FutternapfWarum gut gemeintes Futter für Ihre Katze gefährlich wird

Katzen fressen gemeinsam aus einem Napf

Copyright: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Ein voller Napf allein reicht nicht: Katzen brauchen eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend tierischem Eiweiß und Flüssigkeit.

Diese Fehler bei der Katzenfütterung sind pures Gift

Die Zuneigung zur Katze landet oft direkt im Futternapf. Doch Vorsicht: Was gut gemeint ist, kann für den empfindlichen Magen der Samtpfote pures Gift sein. Wir zeigen, welche Fehler Sie unbedingt vermeiden müssen.

Was Katzen wirklich im Napf brauchen

Katzen sind von ihrer Natur her reine Fleischfresser. «Ihr Futter sollte deshalb vor allem tierisches Eiweiß enthalten», erklärt Sabrina Karl, eine Expertin für Heimtiere bei der Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Essenzielle Nährstoffe wie Taurin, Vitamin A und Arachidonsäure können sie nur aus tierischen Quellen beziehen.

Besonders Taurin hat eine enorme Bedeutung. Dieser Stoff ist unerlässlich für ein gesundes Herz, gute Augen, die Fortpflanzung und ein starkes Immunsystem. Ein Mangel an Taurin kann für die Katze dramatische Folgen haben, die von Erblindung bis zu schweren Herzleiden reichen.

Das bedeutet aber nicht, dass Sie das Futter selbst mischen müssen. Die einfachste und sicherste Variante ist meist ein hochwertiges Alleinfuttermittel. Es versorgt Ihre Katze mit allen lebenswichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien. Achten Sie auf eine proteinreiche und kohlenhydratarme Zusammensetzung. «Katzen können Kohlenhydrate nur begrenzt verwerten», so Karl.

Genug Wasser ist überlebenswichtig

Auch die Flüssigkeitszufuhr ist ein entscheidender Punkt. «Katzen trinken von Natur aus oft eher wenig», erklärt die Expertin für Heimtiere. Nassfutter ist hier klar von Vorteil, da es einen hohen Wasseranteil hat. Obwohl Trockennahrung praktisch ist, enthält sie kaum Flüssigkeit.

Wer auf Trockenfutter setzt, muss daher sicherstellen, dass die eigene Katze genug trinkt. Sorgen Sie dafür, dass immer frisches Wasser bereitsteht. Manche Samtpfoten lieben Trinkbrunnen, andere bevorzugen mehrere Wasserschalen in der Wohnung.

Die Platzierung der Näpfe ist ebenfalls wichtig: Fressnapf, Wasserschale und die Katzentoilette dürfen keinesfalls nebeneinander platziert werden. Das widerspricht dem natürlichen Instinkt der Tiere.

Risiko bei selbstgemachtem Futter

Einige Halter möchten die Mahlzeiten für ihren Liebling selbst zubereiten. Das ist zwar gut gemeint, birgt aber erhebliche Risiken. «Die Tierernährung ist ein sehr komplexes Thema und die Tiere sind in Sachen Ernährung auf den Besitzer angewiesen», warnt Moira Gerlach, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund.

Wenn die Portionen falsch gemischt werden, droht dem Tier auf Dauer eine gefährliche Unter- oder Überversorgung mit gewissen Nährstoffen. Das kann die Katze krank machen. Wer selbst kochen will, sollte sich daher unbedingt professionell beraten lassen, zum Beispiel von Tierärzten mit Spezialisierung auf Ernährung.

Leckerlis: Weniger ist oft mehr

Auch bei Snacks ist ein genauer Blick entscheidend. «Wenn Leckerlis häufiger gegeben werden, sollte man sie von der Tagesration abziehen», rät Gerlach. Landen also öfter Leckerbissen im Maul, muss die Hauptmahlzeit im Napf kleiner ausfallen.

Oft funktioniert auch das reguläre Trockenfutter als Belohnung. Das muss aber nicht langweilig im Napf liegen. Werfen oder verstecken Sie die kleinen Kroketten oder nutzen Sie ein Fummelbrett. So bleibt die Katze beschäftigt und muss für ihre Nahrung etwas leisten.

Gift-Alarm: Was für Menschen essbar ist, kann Katzen töten

«Auf menschliches Essen als Belohnung sollte grundsätzlich verzichtet werden», sagt Gerlach klipp und klar. Viele unserer Speisen sind für Katzen viel zu stark gewürzt, unverträglich oder sogar hochgiftig. Absolutes Tabu sind zum Beispiel Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch, rohes Schweinefleisch, ungekochter Fisch, Knochen, Alkohol und salzige Gerichte.

Auch Milch ist für ausgewachsene Katzen meistens tabu. Viele Tiere können den enthaltenen Milchzucker nicht mehr verdauen. «Erwachsene Tiere bekommen daher häufig Durchfall, wenn ihnen Milch angeboten wird», so Gerlach.

Futter-Trends wie BARF kritisch hinterfragen

Moderne Ernährungstrends sollten Sie nicht einfach blind übernehmen. Beim sogenannten BARF («biologisch artgerechtes rohes Futter») bekommen Katzen beispielsweise rohe Nahrung, die vor allem aus Fleisch besteht.

Nach Aussage von Vier Pfoten kann das aber nur gut gehen, wenn die Rationen exakt berechnet und ergänzt werden. Ansonsten kann es zu gefährlichen Mängeln oder Überdosierungen kommen, etwa bei Taurin, Calcium, Phosphor, Jod oder Vitaminen. Zudem ist rohes Fleisch oft mit Keimen belastet.

Vegetarisch oder vegan? Tierschützer schlagen Alarm

Eine vegetarische oder gar vegane Ernährung ist für Katzen als reine Fleischfresser extrem kritisch. Der Deutsche Tierschutzbund rät davon entschieden ab, Katzen vegan zu füttern. Viele lebenswichtige Nährstoffe finden sich von Natur aus fast nur in tierischen Produkten. Außerdem fehlen verlässliche Langzeitstudien zu diesem Thema.

Eine gesunde, erwachsene Katze könnte nach Ansicht des Tierschutzbundes theoretisch ovo-lakto-vegetarisch ernährt werden – also fleischlos, aber mit Eiern und Milchprodukten. Das darf aber nur unter strenger Aufsicht von auf Ernährung spezialisierten Veterinären passieren. Entscheidend ist immer, dass die Ration genau auf den Bedarf der Katze abgestimmt und langfristig ausgewogen ist. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Mutter und Sohn schauen in ein Buch
Wenn Üben nichts bringt
Anzeichen für Legasthenie und was Eltern jetzt tun sollten