Gefahr im Büro: So schützen Sie Ihre Beine vor Venenleiden
Gefahr für Ihre BeineLanges Sitzen kann zu Krampfadern und Thrombose führen

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Kleine Übungen am Schreibtisch helfen den Blutfluss in Schwung zu halten.
Wer im Job lange und starr auf dem Hintern sitzt, riskiert die Gesundheit seiner Beinvenen. Durch das bewegungslose Ausharren gerät der Bluttransport ins Stocken, wenn es von den Beinen wieder Richtung Herz fließen soll. Das kann, wenn man dazu neigt, mit der Zeit zu dicken Venen führen, wie Prof. Tobias Görge, Experte für Venenheilkunde am Universitätsklinikum Münster (UKM), erläutert.
Leiern die Venen dabei zu stark aus, versagen die wichtigen Venenklappen. Sie können den durch die Schwerkraft verursachten Rückfluss des Blutes nicht mehr stoppen. Die Konsequenz: Die Adern füllen sich bis zum Anschlag, kringeln sich und zeichnen sich am Ende als hässliche Krampfadern unter der Haut ab.
Diese Warnzeichen sollten Sie ernst nehmen
Schon lange bevor es richtig schlimm wird, gibt der Körper oft erste Hinweise. Dazu zählt ein Gefühl von Schwere in den Gliedmaßen, Schwellungen, die besonders abends auftreten, oder die bekannten Besenreiser im Knöchelbereich.
Wer solche Symptome bei sich entdeckt und zusätzlich weiß, dass es in der eigenen Familie Fälle von Krampfadern gibt, sollte laut Görge über eine Venen-Untersuchung nachdenken. Die richtigen Experten dafür sind Fachleute für Hautleiden, die Gefäßchirurgie oder auch die Angiologie.
Bein plötzlich dick? Das ist ein Notfall!
Richtig brenzlig wird es, wenn Sie an einem Bein eine plötzliche Hitze oder eine akute Schwellung spüren. Das sind mögliche Signale für eine gefährliche Thrombose! In so einem Fall müssen Sie sofort zum Arzt. Nach den üblichen Praxis-Öffnungszeiten stellt die Notaufnahme die korrekte Anlaufstelle dar.
Doch man kann Krampfadern grundsätzlich mit Bewegung vorbeugen – das klappt sogar direkt am Arbeitsplatz. Wippen Sie mit den Füßen auf und ab, spannen Sie immer wieder die Waden an oder machen Sie einfach mal kurze Gehpausen.
All das kurbelt den Blutfluss an und hält ihn in Bewegung. Wenn diese Tricks allein nicht helfen, kann laut dem Mediziner ein Kompressionsstrumpf der Klasse I zusätzlich für Linderung sorgen. (dpa/red)
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