Unerledigte Aufgaben im Urlaub? Das steckt dahinter.
Die fiese UrlaubsfallePsychologin erklärt, warum Sie im Kurzurlaub nicht abschalten

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Besonders Unerledigtes beschäftigt uns und kann uns im Urlaub an der Erholung hindern.
Endlich ein paar Tage frei, keine Termine, nur Entspannung. Klingt super, oder? Aber dann meldet sich diese fiese Liste im Kopf – all die Sachen, die man schon ewig vor sich herschiebt. Und zack, die große Frage steht im Raum: Ist das noch Urlaub oder wird die Auszeit zur reinen Abarbeitungs-Orgie?
Dieses Gefühl hat einen Namen, und eine Expertin bringt es auf den Punkt. «Unerledigte Dinge schwirren oft im Kopf herum», bestätigt Maike Sauermann, die als Wirtschaftspsychologin und Gesundheitswissenschaftlerin für das IFBG tätig ist. Wie die dpa berichtet, verbirgt sich dahinter ein psychologischer Trick unseres Gehirns, bekannt als der «Zeigarnik-Effekt». Die simple Erklärung: Angefangene, aber nicht beendete Aufgaben nisten sich hartnäckig in unserem Gedächtnis ein.
Die Konsequenz ist fatal für jede Auszeit: Man kommt einfach nicht zur Ruhe. An echte Erholung ist kaum zu denken, wenn im Hinterkopf die Steuererklärung oder der längst fällige Arztbesuch lauern. Wenn die Last zu groß wird, kann es paradoxerweise helfen, sich einen Teil der Aufgaben vorzunehmen. Sauermann rät: «Wenn unerledigte Aufgaben als erdrückend erlebt werden, entlastet es, sie gezielt abzuarbeiten».
Psychologin mit klarer Ansage: So retten Sie Ihre Auszeit
Die Gesundheitsexpertin spricht jedoch eine Warnung aus: Verwandeln Sie Ihren Urlaub nicht komplett in eine zweite Arbeitswoche. Deutlich besser funktioniert ein klares Zeitfenster, zum Beispiel: «Am Montag von 10 bis 12 Uhr kümmere ich mich um Organisatorisches – danach ist wirklich frei.» Diese Art von Selbstverpflichtung hilft ungemein, dem Strudel der Dauer-Aufgaben zu entkommen.
Die Falle schnappt besonders leicht zu, wenn die Auszeit in den eigenen vier Wänden stattfindet. In der vertrauten Umgebung springen einem die unerledigten Aufgaben förmlich an: jene Schublade, die seit Ewigkeiten aufgeräumt werden muss, oder der volle E-Mail-Posteingang. Man verfällt rasch in den „Ach, das geht noch schnell“-Modus. Das Ergebnis ist ernüchternd, wie Sauermann feststellt: «Am Ende kommt die Erholung zu kurz». Ein Tapetenwechsel kann da Wunder wirken und die alten Gewohnheiten durchbrechen. Ihr simpler Rat: «Wegfahren ist dann eine gute Sache.» (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
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