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„Kein Wunschkonzert” Ärztin mit klarer Ansage an Ältere, die Astrazeneca verweigern

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Viele jüngere Menschen, so wie hier der schottische Gesundheitsminister Humza Yousaf (36) am 24. Mai in Dundee, wollen sich gerne impfen lassen, warten aber noch auf ihren Platz.

Köln – Es ist ein Thema, das gerade vielen Jüngeren nach über einem Jahr Corona-Maßnahmen besonders zusetzt: Wann werde ich endlich auch geimpft? Eine Ärztin aus Baden-Württemberg macht den Älteren jetzt eine klare Ansage.

  • Ärztin spricht über Ältere, die nur Biontech nehmen wollen
  • Impfreihenfolge in NRW zum 7. Juni aufgehoben
  • Medizinerin klärt über Astrazeneca-Risiko auf

Mit den am Sonntag (23. Mai) in der „Bild” veröffentlichten Aussagen dürfte Nicola Buhlinger-Göpfarth vielen Menschen in der aktuellen Impf-Debatte aus der Seele sprechen.

„Ich will NUR Biontech”

„Tatsächlich ist es so, dass sehr viele unserer älteren Patienten sagen: Ich will Biontech und NUR Biontech”, sagt die 52-Jährige.

„Es steht aber leider nicht für alle Biontech zur Verfügung und da würde ich mir etwas mehr Rücksichtnahme wünschen.”

Jüngere haben ein Jahr für Ältere verzichtet

Mehr Rücksichtnahme – immer mehr vor allem junge Menschen wünschen sich genau das nach einem Jahr, in dem sie zum Schutz der Älteren auf sehr viel verzichtet haben, nun auch in die umgekehrte Richtung.

Die Impfreihenfolge wird in Nordrhein-Westfalen zum 7. Juni aufgehoben. Entsprechend machen sich viele nun Hoffnungen, bald geimpft zu werden, nachdem viele Ältere bereits mindestens eine ihrer zum Teil zwei Impfdosen bekommen haben. 

Da die Anfragen bei den Hausärzten allerdings groß und schneller als der Impf-Nachschub sind, gibt es eine immer aggressivere Stimmung rund um den Ansturm Impfwilliger zu beobachten.

Astrazeneca für Personen ab 60 Jahren

Wie so viele vor ihr erklärt auch Nicola Buhlinger-Göpfarth, warum es durchaus Sinn hat, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) Astrazeneca erst für Personen ab 60 Jahren empfiehlt. 

„Ältere Menschen haben ein sehr viel geringeres Risiko für schwere Komplikationen bei einer Impfung mit Astrazeneca”, sagt sie und macht eine Ansage: „Es ist doch gerade kein Wunschkonzert. Wir sind in einer Pandemie. In Indien sterben so viele Menschen und wir führen Luxusdebatten.”

„Viele Jüngere wollen Astrazeneca nehmen”

Soll heißen: Wenn gesundheitlich vertretbar, sollte man sich mit dem Vakzin impfen lassen, das gerade verfügbar ist – auch mit Rücksicht auf viele, die gerade warten.

Aufgrund der Knappheit der Stoffe seien jüngere Patienten nicht so wählerisch wie ältere, sagt die Medizinerin. „Da gibt es viele, die Astrazeneca nehmen wollen.” (spol)

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