Blutspende: Was tun, wenn der Kreislauf plötzlich kippt?
Zucken, Krampf, OhnmachtWas hinter dem Kollaps beim Blutspenden steckt und was hilft

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Wenn’s wacklig wird: liegen bleiben. Bei Übelkeit oder Schwindel während der Spende: nicht aufstehen, sofort dem Team Bescheid sagen.
In der Regel ist eine Blutspende eine Sache von Minuten: Nadel in den Arm, Blut läuft, nach zehn Minuten ist der Spuk vorbei. Doch manchmal kippt die Situation und der Kreislauf macht schlapp.
Das kann für andere erschreckend aussehen, besonders wenn jemand kurz das Bewusstsein verliert und dabei krampft oder zuckt. Die Ursache ist aber oft keine Katastrophe, sondern eine sogenannte vasovagale Reaktion – eine kurzzeitige Fehlsteuerung des Körpers.
Was passiert bei einer vasovagalen Reaktion?
Bei dieser Reaktion kommt es zu einem Reflex: Die Blutgefäße erweitern sich, der Herzschlag kann sich verlangsamen und der Blutdruck fällt in den Keller. Die Folge: Das Gehirn bekommt für einen Moment zu wenig Blut. Das kann die unwillkürlichen Muskelzuckungen auslösen.
Solche Reaktionen treten laut Universitätsklinikum Aachen bei etwa sieben Prozent aller Blutspenden auf. Auslöser können die Aufregung, der Schmerz oder schon der Anblick der Nadel sein. Meist bleibt es aber bei harmloseren Symptomen wie Schwindel, Übelkeit, Schwitzen oder einem verlangsamten Puls.
Blutspende: Wer ist besonders gefährdet?
Laut der Uniklinik Aachen ist die Gefahr für Kreislaufprobleme bei bestimmten Personengruppen größer. Dazu zählen insbesondere junge Leute, Menschen, die zum allerersten Mal spenden, sowie Personen mit niedrigem Körpergewicht.
Auch Schlafmangel, Stress, ein leerer Magen oder zu wenig getrunken zu haben, können eine Rolle spielen.
So könnt ihr einem Kollaps vorbeugen
Deswegen solltet ihr euch aber nicht vom Blutspenden abhalten lassen! Mit einer guten Vorbereitung lässt sich das Risiko für Kreislaufprobleme stark reduzieren. Das Allerwichtigste: Niemals nüchtern zum Termin gehen!
Im Gegensatz zur Blutabnahme beim Hausarzt solltet ihr vor der Spende ordentlich essen und trinken. Der DRK-Blutspendedienst schlägt vor, ein bis zwei Stunden vorher eine kohlenhydratreiche und fettarme Mahlzeit zu sich zu nehmen. Dazu noch zwei oder drei Gläser Wasser, Saft oder Tee.
Versucht außerdem, ohne Stress und Zeitdruck zum Spendetermin zu erscheinen. Und ganz wichtig: Wer zu Kreislaufschwäche neigt, sollte das Team vor Ort direkt darauf hinweisen.
Was tun, wenn euch doch schwindelig wird?
Falls ihr während der Spende merkt, dass euch flau oder schwindelig wird, nicht aufstehen, sondern sofort dem Personal Bescheid geben. Wer schon einmal bei einer Blutentnahme ohnmächtig geworden ist, muss das vor der nächsten Spende unbedingt mitteilen. Dann kann das Team einschätzen, ob eine Spende für euch infrage kommt.
Das DRK stellt einen Online-Selbsttest zur Verfügung, der eine erste Einschätzung gibt, ob man als Spender oder Spenderin geeignet ist. Das letzte Wort hat aber immer der Arzt oder die Ärztin beim Termin. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
