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Verlust von 200.000 EuroSo teuer kann eine Teilzeit-Phase für die Altersvorsorge werden

Frau schaut an ihrem Arbeitsplatz auf die Uhr

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn

Von dem finanziellen Nachteil durch Teilzeit sind in Deutschland überwiegend Frauen betroffen.

Für die Familie kürzertreten? Achtung, das kann ein Vermögen kosten.

Beruflich für die Liebsten zurückstecken – ein Gedanke, den viele hegen. Aber dieser Schritt hat oft knallharte finanzielle Konsequenzen, die kaum jemand auf dem Schirm hat. Eine reduzierte Arbeitszeit bedeutet nicht nur weniger Geld im Monat, sondern reißt auch ein gewaltiges Loch in die zukünftige Rente.

Wie die dpa meldet, legt eine aktuelle Kalkulation vom Vergleichsportal Verivox nun die brutalen Fakten auf den Tisch. Die Analyse zeigt, wie kostspielig Teilzeitarbeit am Ende wirklich ist. Wir reden hier von sechsstelligen Beträgen.

Die Schock-Rechnung: So viel Geld ist am Ende futsch

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ab dem 30. Geburtstag werden monatlich 300 Euro in einen ETF-Sparplan investiert. Mit einer angenommenen jährlichen Rendite von 7,5 Prozent würde sich bis zum Alter von 67 ein Kapital von ungefähr 730.000 Euro anhäufen.

Doch jetzt der Hammer: Wer nur für ein Jahrzehnt – zum Beispiel zwischen 30 und 40 – halbtags arbeitet und die Sparrate in diesem Zeitraum auf 150 Euro senkt, erlebt eine böse Überraschung. Selbst wenn danach wieder voll eingezahlt wird, fehlen am Ende mehr als 200.000 Euro! Das Depot hat dann nur noch einen Wert von circa 529.000 Euro. Der Zinseszinseffekt konnte in der wichtigen Startphase einfach nicht seine volle Kraft entfalten.

Teilzeit-Falle: Besonders Frauen sind betroffen

Sogar eine zeitweise Absenkung auf eine Dreiviertelstelle führt zu einem Minus von über 100.000 Euro im Depot. Und hierbei sind die Verluste bei der gesetzlichen Rente noch gar nicht berücksichtigt.

Diese finanzielle Schieflage trifft in Deutschland hauptsächlich Frauen. Wie Zahlen vom Statistischen Bundesamt zeigen, hat beinahe jede zweite Frau (49 Prozent) einen Teilzeitjob, aber nur rund jeder achte Mann (12 Prozent).

Expertin mit dringendem Rat an Paare

„Die finanziellen Folgen von Teilzeitphasen werden noch immer häufig unterschätzt“, warnt Melanie Ulbrich, Finanzexpertin bei Verivox.

Ihr Appell an Paare, für die Teilzeit alternativlos ist: Sorgt unbedingt für einen finanziellen Ausgleich. Die Person, die beruflich kürzertritt, muss für die drohende Rentenlücke eine Kompensation bekommen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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