Sparen wie die Weltmeister, aber leider komplett daneben. So verschenken die Deutschen ihr Geld.
Fleißig aber falschBank-Chef warnt: So verschenken Deutsche beim Sparen Milliarden

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Viele Menschen sparen regelmäßig, am beliebtesten sind Tagesgeld und Festgeld. (Symbolbild)
Milliarden-Fehler beim Sparen: Deutsche vertrauen den Falschen und verlieren ein Vermögen
Wenn's um die Finanzen geht, ist der Rat von Freunden und Verwandten für die meisten Deutschen Gold wert. Eine neue Erhebung, über die auch die dpa berichtet, belegt nun dieses Bauchgefühl. Für fast ein Drittel (31,2 Prozent) sind Tipps aus dem privaten Umfeld die wichtigste Quelle für Investment-Entscheidungen.
Die Studie wurde vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos für die Commerzbank durchgeführt. Professionelle Bank- und Finanzberater (29,7 Prozent) liegen als Ratgeber nur knapp dahinter. Doch hier kommt der Hammer: Auf die Frage, ob sie in den letzten 12 Monaten tatsächlich eine Beratung bei ihrer Bank genutzt haben, sagten fast 80 Prozent der 3.203 befragten Erwachsenen klipp und klar „Nein“.
Zaster aufs Tagesgeld: Die Angst vor Aktien kostet Rendite
Dabei sind die Leute hierzulande absolute Spar-Champions. Laut eigener Aussage legen fast drei Viertel der Befragten ihr Geld auf die Seite, entweder regelmäßig (43,7 Prozent) oder zumindest gelegentlich (28,4 Prozent). Das Problem ist nur, wie sie es tun.
Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen Tagesgeld, Festgeld und das gute alte Sparbuch. Wertpapiere wie Aktien, ETFs oder Fonds hingegen meidet rund die Hälfte der Sparer wie der Teufel das Weihwasser. Die genannten Gründe: Sie fühlen sich ahnungslos oder haben schlicht Angst vor den Risiken.
Bank-Chef mit Klartext-Ansage: „finanzielles Potenzial verschenkt“
Thomas Schaufler, Privatkundenchef der Commerzbank, findet deutliche Worte: „Viele Menschen in Deutschland sparen fleißig, aber zu konservativ“. Er fügt hinzu: „Trotz hoher Sparquoten nutzt die Mehrheit renditestärkere Anlageformen wie Wertpapiere zu wenig und verschenkt damit langfristig finanzielles Potenzial.“
Schaufler präsentiert eine unfassbare Zahl: Ungefähr drei Billionen Euro schlummern auf meist zinslosen Konten in Deutschland. Der Experte mahnt: „Nicht nur mit Blick auf die Altersvorsorge ist es wichtiger denn je, liquide Mittel gezielt zu investieren und die Chancen der Kapitalmärkte zu nutzen“. (red)
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