Bar-Profi verrät: Die 5 besten Sommer-Drinks für 2024.
Kein Schnickschnack mehrBar-Profi verrät fünf einfache Drinks für den Sommer zu Hause

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Erfrischung pur: Longdrinks in einem hohen Glas werden Highballs genannt. Meist bestehen sie aus einer Spirituose und viel alkoholfreiem Soda oder Tonic - gern mit einem Schnitz Zitrone.
Endlich Sommer! Die Temperaturen steigen, die Nächte werden lau. Man trifft sich mit Freunden, die Eiswürfel klirren in den Gläsern, und ein Duft von Zitrusfrüchten und Kräutern liegt in der Luft. Doch muss es immer Alkohol sein? Keineswegs. Rocco Tolomeo, Barmanager im Hamburger Luxushotel The Fontenay, hat eine klare Ansage: Das Motto lautet «EINFACH». In diesem Jahr sind unkomplizierte Getränke der Hit.
Weder müssen Cocktails einen umhauen, noch müssen alkoholfreie Alternativen aufwendig sein. Die Trend-Getränke des Jahres überzeugen durch ihre Geradlinigkeit: Fruchtgeschmack, eine klare Säure und eine simple Zubereitung. Dauerbrenner wie Highballs, diverse Spritz-Abwandlungen und die Paloma bleiben absolut angesagt.
Statt großer Show: Der Moment zählt
Das gesamte Erlebnis rund ums Trinken erfährt eine Neuausrichtung. Priorität hat jetzt das achtsame Genießen eines besonderen Augenblicks. Man lässt sich beim Trinken Zeit. Die Geschmacksnoten rücken ins Zentrum, manchmal sind auch Produkte aus der Region beliebt. Alkohol kommt gezielt zum Einsatz, denn auch ohne Umdrehungen ist voller Genuss möglich. Im Kern geht es um die Erholung, ob für sich oder mit anderen zusammen.
Mehr Aroma, weniger Alkohol
Dass der Genuss sich immer mehr ins Private verlagert, bestätigt Thomas Weinberger von der Lantenhammer Destillerie aus dem bayerischen Hausham: «17 Prozent konsumieren allein, 83 Prozent zu zweit oder in größeren Gruppen.» Hochprozentiges wird demnach am liebsten bei einem gemütlichen Treffen mit Freunden genossen, überwiegend im eigenen Zuhause oder bei Bekannten.

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Statt starke Cocktails stehen im Sommer leichte Spritz-Varianten mit Zitrusnoten und Kräutern hoch im Kurs. Dabei muss nicht zwingend Alkohol rein.
Am allerliebsten greifen die Leute dabei zu Cocktails. Wichtig sind ihnen vor allem Güte, ein erfrischender Charakter und erstklassige Zutaten. Aktuelle Kreationen fokussieren sich stark auf das Geschmacksprofil. «Sie werden so kreiert, dass der Alkohol den Geschmack nur noch verstärkt», erklärt Rocco Tolomeo.
Fünf geniale Drinks für die Hausbar
Der Profi aus Hamburg möchte mit diesen fünf Kreationen das Bar-Feeling in die eigenen vier Wände holen. Eine riesige Einkaufsliste braucht es dafür nicht, denn die Zubereitung ist simpel und geht flott. Nach Feierabend möchte man unbeschwert und spontan Zeit verbringen. Wer mag, kann die alkoholischen Zutaten einfach durch alkoholfreie Pendants austauschen.
1. Highball – Erfrischung in Reinform
Ob in Hamburg am Wasser oder in einer Münchner Kneipe – Highballs sind überall ein Renner. Hierbei handelt es sich um Longdrinks in einem hohen Glas, die typischerweise aus einer Spirituose und einer größeren Menge eines Fillers wie Soda oder Tonic bestehen.

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Grüner Frühsommer im Weinglas: Dieser Cocktail nennt sich Chilla Bitter Sprizz, bestehend aus Chilla Bitter, Prosecco und einem Spritzer Soda.
Rocco Tolomeo betrachtet sie als unkomplizierte Drinks für jede Gelegenheit. Man kann sie auch bei einer Gartenparty servieren, ohne das Portemonnaie übermäßig zu strapazieren. «Das sind Drinks, bei denen ich denke: Da sitze ich gern mal mit einem Date an der Alster und habe einen Longdrink im "to go"-Becher oder meinen Picknickkorb dabei», meint der Barmanager mit einem Lächeln.
Er schlägt zum Beispiel einen Whisky Soda vor: 4 cl Whisky, 10-12 cl Soda mit viel Kohlensäure und ein großer Eiswürfel im Highball-Glas, garniert mit einer Zitronenzeste. Das Prinzip des Getränks: Kühle und Sprudel sorgen für Klarheit. Der Vorteil für Rocco Tolomeo: «Alkohol ist wasserlöslich. Wenn man einen Whisky Soda trinkt, verflüchtigt sich der Alkohol und man hat nur noch das Aroma des Getreides vom Whisky.» Es sind nur zwei Komponenten, die mit einem Spritzer Zitrone oder Limette verfeinert werden.
Er empfiehlt ein Mineral- oder Sodawasser mit starker Karbonisierung: «Kohlensäure sorgt dafür, dass der Whisky die Aromen explodieren lässt. Alles, was flach ist, ist im Sommer schwer zu trinken. Es ist warm und man will etwas Erfrischendes.» Serviert wird das Getränk in einem klassischen Highball-Glas mit reichlich Eis.
2. Paloma – salzig, spritzig, genial
Dieser «Durstlöscher mit Struktur» setzt sich zusammen aus 5 cl Tequila, 10 cl Grapefruit-Limonade, 1 cl Limettensaft und einer Prise Salz. «Eine schöne kalte Paloma ist leicht zuzubereiten», sagt Rocco Tolomeo. Das Zusammenspiel von Bitterkeit, Salz und Säure sichert einen angenehmen Trinkgenuss. Mit Noten von Grapefruit, Mineralität und Frische ist sie die perfekte Abkühlung.

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Eine Kombi aus Bitterkeit, Salz und Säure: Der Paloma besteht aus 5 cl Tequila, 10 cl Grapefruit-Soda, 1 cl Limettensaft und einer Prise Salz.
«Man kann sie auch als Pitcher machen», so der Experte. Die Zutatenmenge wird einfach an die Gästezahl angepasst. Die Karaffe wird auf den Tisch gestellt, und jeder bedient sich selbst. Der Drink ist mit und ohne Alkohol ein Genuss, so der Fachmann: «Es gibt inzwischen alkoholfreie Tequilas und auch Mescals.»
3. Crodino Spritz – der alkoholfreie „Aperitivo“
Dieser alkoholfreie Drink überzeugt durch seine Zitrus- und Fruchtnoten sowie eine leichte Kräuterwürze. Die kleinen Flaschen aus Italien sind mittlerweile im Handel erhältlich. «Man kann Crodino mit einem Schuss Sodawasser oder alkoholfreiem Wein beziehungsweise Sekt aufgießen», so Tolomeo. Seine Empfehlung: 1 Flasche Crodino, 6 cl Soda oder alkoholfreier Weißwein oder Sekt. Die Bitterkeit des Drinks ersetzt den Alkohol. Mit den Aromen von Orange und Kräutern, gepaart mit einer leichten Süße, ist dies ein süffiges Sommergetränk.

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Sieht aus wie Aperol Spritz, ist es aber nicht. Der alkoholfreie Crodino Spritz aus italienischem Crodino, Soda oder alkoholfreiem Weißwein besticht mit Zitrus- und Fruchtnoten sowie leichter Kräuterwürze.
Gereicht wird der „Aperitivo“ in einem Highball- oder Weinglas, garniert mit Zitronenzesten oder einer Orange. Wer möchte, kann auch Eiswürfel mit gefrorenen Früchten oder Kräutern hinzufügen.
4. Flüssigkeit mit Geschmack – der Coconut Water Cooler
«Kokosnusswasser ist angesagt», berichtet Barmanager Tolomeo. Der Grund für den Hype um Kokoswasser sei sein angenehmer Geschmack, meist ohne Zuckerzusatz oder ungesunde Zusatzstoffe. Früchte wie die Kokosnuss mit ihrem hohen Wasseranteil unterstützen eine geschmackvolle Flüssigkeitszufuhr.

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Der Coconut Water Cooler wird im Highball-Glas auf Eis und dekoriert mit Minze oder einem Pandan-Blatt serviert. Die Pflanze aus Asien bringt ein süßlich-nussiges Aroma und einen tropischen Twist.
Für seinen sommerlichen Drink empfiehlt Tolomeo 4 cl leichten Rum, 8 cl Kokoswasser und 1 cl Limettensaft. «Es sollte auf jeden Fall ein weißer Rum sein. Die gelagerten Rums bringen andere Aromen mit, die mit dem Kokoswasser nicht harmonieren», erklärt er. Man kann auch ein alkoholfreies Destillat verwenden. Die Leichtigkeit und natürliche Süße des Drinks stammen von seinen frischen und grünen Aromen in Kombination mit Kokos.
Serviert wird der Cocktail im Highball-Glas auf Eis, dekoriert mit Minze oder einem Pandan-Blatt. Diese immergrüne Pflanze aus Asien liefert ein süßlich-nussiges Aroma, das an Vanille erinnert, und einen tropischen Twist.
5. Cold Brew Tonic – der Kaffee-Kick mal anders
Das ist die alkoholfreie Version des klassischen Espresso Martini. Cold Brew ist einfach nur kalter Kaffee. Filterkaffee oder frisch aufgebrühter Kaffee wird Stunden vorher gekühlt. «Man füllt zuerst das Tonic ein und gießt dann den Kaffee oben darauf. Letzterer bleibt oben, er rutscht nicht durch. Man hat also zwei Farbschichten. Das nennen wir Layering», erklärt der Experte.

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Der Cold Brew Tonic ist die alkoholfreie Variante des modernen Klassikers Espresso Martini.
Beim Layering schichten Barkeeper Zutaten unterschiedlicher Dichte sorgfältig im Glas. Leichtere, weniger dichte Flüssigkeiten wie Kaffee werden auf schwerere Flüssigkeiten gegossen, um verschiedene Schichten zu erzeugen. Dazu den Kaffee langsam über die Rückseite eines Löffels gießen, sodass er auf dem Tonic sitzt.
So schichtet Rocco Tolomeo 6 cl Cold Brew auf 8 cl Tonic Water und dekoriert mit einer Orangen- oder Zitronenzeste. In einem Highball, Tumbler oder bauchigem Weinglas serviert, trifft Bitterkeit und Kohlensäure auf trockene Aromen von Kaffee und Zitrus. Der Drink ist ein klassischer Wachmacher.
Einem unkomplizierten Trinkvergnügen steht mit diesen Cocktails nichts im Wege. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
