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Schock-Umfrage für ElternStudie: Viele trauen KI bei der Erziehung mehr zu als sich selbst

Mutter und Kinder

Copyright: Guido Kirchner/dpa/dpa-tmn

Laut Erhebung fragen viele Eltern in Erziehungsangelegenheiten die KI. (Symbolbild)

Umfrage-Schock: Eltern halten KI für bessere Erzieher.

Es ist ein Ergebnis, das aufhorchen lässt: Viele Eltern glauben einer neuen Umfrage zufolge, dass Künstliche Intelligenz (KI) ihren Kindern soziale Werte wie Mitgefühl besser beibringen kann als sie selbst oder Freunde. Das geht aus der Studie „KI-Nutzung im privaten Alltag 2026“ der Krankenkasse Pronova BKK hervor.

Ganze 41 Prozent der befragten Eltern stimmten der Aussage „voll und ganz“ oder „eher“ zu: „Moral und soziale Werte wie Respekt, Fairness oder Empathie können den Kindern in vielen Fällen besser durch eine KI als durch Eltern oder Freunde vermittelt werden.“ Zum Vergleich: Unter den Befragten ohne minderjährige Kinder im Haushalt fanden diese These „nur“ 27 Prozent zutreffend.

Psychologin sieht Überforderung bei Eltern

Doch was steckt hinter diesem erstaunlichen Vertrauen in die Technik? Die Familienpsychologin der Krankenkasse, Nina Grimm, schlägt Alarm. „Die Einschätzung, Werte könnten durch KI vermittelt werden, sagt weniger etwas über die tatsächlichen Fähigkeiten der Technologie aus, sondern vielmehr über das Selbstbild und die Verunsicherung vieler Eltern in ihrer Rolle“, betonte sie laut Mitteilung.

Überforderte oder zu selbstkritische Väter und Mütter übertragen nach ihrer Einschätzung Verantwortung auf die KI. Der Grund: „Viele Eltern sind nicht mehr selbstsicher und souverän, sondern unsicher, zweifelnd und überlastet.“

„Wirkliche soziale Kompetenzen nur im menschlichen Miteinander“

Die Psychologin stellt klar: „Wirkliche soziale Kompetenzen können nur im menschlichen Miteinander erlernt werden.“ Dazu gehöre auch mal ein Konflikt. Eltern seien emotional und nicht fehlerfrei – und „genau hierin liegt Lern- und Wachstumspotenzial für alle Beteiligten“. Programme wie ChatGPT könnten Moral oder soziale Fähigkeiten zwar erklären, aber nicht vorleben oder empfinden.

KI wird bereits häufig im Erziehungsalltag eingesetzt: Konkrete Fragen zum Thema Erziehung haben 58 Prozent der Eltern einer KI bereits gestellt, besonders häufig die mit kleinen Kindern unter sechs Jahren. Das Erschreckende: Diesen Auskünften folgen mache Eltern laut Krankenkasse „fast blind“. Nur 36 Prozent gaben an, die KI-generierten Antworten „immer“ nachzuprüfen.

Ein Junge liegt auf einem Sofa und guckt auf sein Smartphone

Copyright: Annette Riedl/dpa/dpa-tmn

Eine Studie untersucht den Einzug von KI im privaten Alltag auch mit Blick auf Erziehungsfragen. (Archivbild)

Sorge: Verliert das Elternwort an Gewicht?

Laut Untersuchung nutzen vor allem Kinder zwischen zehn bis 13 Jahren KI privat und für die Schule: Das gaben 57 Prozent der Befragten mit Kindern in dieser Altersgruppe an. Zugleich wächst bei den Eltern die Angst vor den Konsequenzen.

Auf die Frage, ob sie „eine große Gefahr sehen, dass Kinder eher die KI um Hilfe fragen und ihr glauben, als ihre Eltern um Rat zu fragen“, antworteten knapp drei Viertel der befragten Eltern mit „Ja“. Diese Entwicklung zeigt eine tiefe Verunsicherung. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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