Jeden Abend das gleiche Theater am Kinderbett? Eine Expertin verrät, wie die Nervenprobe ein Ende hat.
„Ich muss hier weg“Expertin verrät 3 Tipps für zähe Abende am Kinderbett

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Zum vierten Mal dasselbe Buch: Manchmal brauchen Eltern starke Nerven, wenn sie ihre Kinder in den Schlaf begleiten.
Kind will nicht schlafen? Diese 3 genialen Tricks machen den Abend für Eltern endlich entspannter
Es gibt Kids, die fallen ins Bett und sind sofort im Land der Träume. Andere wiederum brauchen ewig, um runterzukommen und die intensive Zuwendung ihrer Eltern. Gerade die Zeitumstellung im Frühling macht die Sache oft noch schlimmer. Das kann für Mütter und Väter die Nerven echt strapazieren. Wie übersteht man diese endlosen Abende? Eine Expertin hat 3 Ratschläge, die wirklich helfen.
Tipp 1: Denkweise umkrempeln – Pause statt Flucht
Die Buchautorin und Bloggerin Danielle Graf empfiehlt, die ganze Situation mal anders zu betrachten. „Wir sollten sie nicht als 'Problem' betrachten, das gelöst werden muss, sondern als ein ganz normales kindliches Bedürfnis nach Sicherheit und Nähe.“ Viele Kinder finden abends erst dann in den Schlaf, wenn sie sich geborgen fühlen.
Ihr Vorschlag: Die eigene Haltung gezielt ändern. Statt zu denken „Ich muss hier weg und es ist noch so viel zu tun“, sehen Sie es als „Das ist gerade eine Pause, die ich bestmöglich nutzen kann“. Die innere Einstellung ist dabei das A und O: „Es macht einen Unterschied, ob man innerlich genervt neben dem Kind sitzt und scrollt und es kaum erwarten kann, endlich zu gehen oder ob man bewusst sagt: Ich bin da, ich begleite dich und gleichzeitig mache ich es mir so angenehm wie möglich.“ Wer sich selbst stresst, zieht das Zubettgehen nur in die Länge, denn: „Unsere Kinder spüren, dass wir wegwollen“, so Graf.
Tipp 2: Praktisch denken und locker bleiben
Ihr Kind turnt auf Ihnen herum oder will nur mit Ihren Fingern im Mund einschlummern? Bleiben Sie cool! „Das Kind versucht, schon alleine einzuschlafen, das ist eine enorme Leistung!“, erklärt Graf. Es testet keine Grenzen, sondern „möchte uns nahe sein“.
Wichtig ist auch hier: „Sobald innerlich Stress entsteht, überträgt sich das sofort aufs Kind und verlängert die Situation“, meint die Expertin, wie die dpa berichtet. Ihre pragmatische Lösung aus eigener Erfahrung: „Als meine Kinder klein waren und partout nicht in ihrem Zimmer schlafen wollten oder die Einschlafbegleitung ewig gedauert hat, durften sie bei uns im Wohnzimmer einschlafen.“ Solche Phasen, sagt sie, dauern meist nur wenige Tage.
Tipp 3: Schlafbedarf prüfen und Aufgaben verteilen
Wenn das Einschlummern regelmäßig mehr als 30 Minuten in Anspruch nimmt, braucht Ihr Kind vielleicht einfach weniger Schlaf. Womöglich ist der Mittagsschlaf inzwischen überflüssig geworden. „Der Schlafbedarf von Kindern sinkt kontinuierlich über die Jahre und ältere Kinder sind dann zur üblichen Schlafenszeit einfach nicht wirklich müde“, so die Autorin.
Entlastend ist es auch, wenn Sie sich beim Ins-Bett-Bringen abwechseln. Planen Sie danach bewusst etwas Schönes für sich ein, das nimmt den Druck. Und zu guter Letzt ist die Zukunftsperspektive ein Trost: „Kinder brauchen Einschlafbegleitung unterschiedlich lange, aber sie entwickeln sich weiter und kommen irgendwann ohne sie aus“, macht Graf Mut. Diese Erkenntnis kann den Stress nehmen und die abendliche Stimmung oft schon grundlegend verbessern. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

