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Der tägliche WahnsinnWenn der Kopf nie abschaltet – was ihr gegen Mental Load tun könnt

Ein Gehirn neben einer leeren Energieanzeige

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn

Mental Load und Alltagstrott: Es sind oft die kleinen, wiederkehrenden Aufgaben, die ermüden und Mental Load verursachen.

Eine Expertin erklärt, warum die vielen kleinen Aufgaben im Alltag gefährlicher sind als die großen Brocken.

Die unsichtbare Last, die vor allem Frauen tragen.

Kinder aufwecken, Mahlzeiten herrichten, Termine im Kopf behalten: Viele Pflichten im Alltag erscheinen für sich genommen unbedeutend. Doch genau die Ansammlung dieser Kleinigkeiten erzeugt eine gewaltige Belastung. Ein Problem, das auch zahlreiche Familien in Köln und Umgebung bestens kennen: der sogenannte Mental Load.

Dabei handelt es sich um die nicht sichtbare Denkarbeit, die hinter dem Familienleben steckt – das fortwährende Planen, Koordinieren und Daran-Denken. Wie die Autorin Laura Fröhlich in ihrem Newsletter erklärt, ist es insbesondere „der sogenannte Alltagstrott“, der mit der Zeit zermürbt. Diese ständige Verantwortung fungiert als permanenter Stressauslöser und kann zu Erschöpfung, Schlafstörungen und psychischen Problemen führen, wie die dpa berichtet.

Alltägliche Aufgaben sind die wahren Energiefresser

Oft hört man das Argument: „Aber ich kümmere mich doch um die Steuererklärung oder mähe den Rasen!“ Das sind zwar wesentliche Aufgaben, doch sie treten nur sporadisch auf. Laura Fröhlich macht deutlich, dass dieser Vergleich nicht zutrifft. Die täglichen, sich wiederholenden Routinen beeinflussen den Mental Load wesentlich stärker.

Das belegen auch Studien: Die unsichtbare Organisation des Alltags ist meist ungleichmäßig verteilt. In vielen Haushalten schultern Frauen den Hauptanteil dieser kognitiven Arbeit.

So macht ihr den „Kleinkram“ sichtbar

Was kann man also unternehmen? Die Autorin empfiehlt, genau zu prüfen, welche Aufgaben beständig bei einer Person landen. Was häufig als „Kleinkram“ bezeichnet wird, muss endlich zur Sprache gebracht werden. Eine fairere Verteilung muss nicht augenblicklich perfekt sein, aber man kann im Kleinen beginnen.

Abhängig vom Alter können Kinder beispielsweise selbst ihren Wecker einstellen. Auch die Partnerin oder der Partner kann feste Aufgabenbereiche bekommen. Fröhlich rät zudem zu überlegen, was sich vereinfachen oder sogar automatisieren lässt – zum Beispiel mit einer Futterstation für Haustiere oder Liefer-Abonnements für den Wocheneinkauf.

Ein nützlicher Kniff kann es sein, den eigenen „Alltagstrott“ systematisch zu notieren, etwa mithilfe von Checklisten. Dadurch wird für alle ersichtlich, was tatsächlich anfällt, und die Zuständigkeit kann leichter neu und gerecht aufgeteilt werden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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