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Eltern am LimitVier Strategien, wie Sie Job und Familie besser vereinbaren

Copyright: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn

Viele Frauen machen das Unmögliche möglich - weil sie müssen: Arbeiten während sie Kinder betreuen.

Job und Familie? So meistern Eltern den Spagat.

Das Meeting beginnt in fünf Minuten, aber der Nachwuchs schmeißt gerade die Kita-Garderobe auseinander. Solche Situationen bringen Eltern an ihre Grenzen. Ob Krankheit, Ferien oder Schulausfall – gerade wenn ihr in Vollzeit arbeitet, stellt ihr euch ständig die Frage: Wie kriegt man Job und Familie bloß unter einen Hut?

Zuerst das Wichtigste: Ihr könnt nichts dafür! Es gibt keine Zauberformel für ein entspanntes Leben mit Vollzeitjob und Familie. Es ist auch keine Frage des Wollens. Dass sich beides oft nicht vereinbaren lässt, ist ein Problem im System, kein persönliches Versagen.

„Rund zwölf bis 13 Prozent der erwerbstätigen Frauen arbeiten unfreiwillig in Teilzeit“, erklärt Wissenschaftlerin Prof. Dr. Christina Boll vom Deutschen Jugendinstitut. Die Gründe sind vielfältig: starre Regeln im Betrieb oder fehlende Betreuungsplätze für Kinder.

Strategie 1: Baut euch ein Netzwerk für den Notfall auf

Was Familien wirklich brauchen, ist Verlässlichkeit. „Sonderfälle wie Schulferien oder Erkrankungen der Kinder kann ich nur abdecken, wenn ich auf verlässliche Personen in meinem Umfeld zurückgreifen kann“, sagt Coachin Katrin Fuchs. Das müssen nicht nur Oma und Opa sein, auch Nachbarn, Freunde oder andere Eltern sind Gold wert.

„Das ist in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich“, so die Coachin. „Aber wenn ich alles unter einen Hut bekommen will, brauche ich ein Netz, das mich auffängt, wenn es eng wird.“ Die gute Nachricht: Viele Eltern sind heute auf gegenseitige Hilfe angewiesen und daran interessiert. Eine Win-win-Situation für alle.

Strategie 2: Flexibel arbeiten – aber bitte nicht nur Mama

Wer im Job flexibel ist, kann die Kinderbetreuung leichter organisieren. „Grundsätzlich können Menschen, die die Möglichkeit haben, autonomer zu arbeiten, eher in Vollzeitarbeit bleiben“, sagt Wissenschaftlerin Christina Boll. Homeoffice und freie Zeiteinteilung sind klare Vorteile.

Aber Vorsicht! Wer nur noch von zu Hause arbeitet, verliert schnell an Sichtbarkeit im Unternehmen. In Firmen mit starker Präsenzkultur „schießt sich mit Homeoffice karrieremäßig schnell ins Aus“, warnt Boll. Ein weiteres Risiko: „Arbeitet nur die Frau zu Hause, gerät man schnell in die traditionelle Aufgabenteilung“, so die Expertin. Nach dem Motto: „Du bist ja eh da, dann kümmer dich mal.“ Deshalb sei es so wichtig, dass auch Väter im Homeoffice arbeiten.

Strategie 3: Faire Aufteilung im Alltag – so klappt es besser

Familienberaterin Katrin Fuchs beobachtet oft, dass Paare vor der Geburt eines Kindes sehr gleichberechtigt leben. „Mit dem Moment der Geburt schlittern sie jedoch oft in eine Spur, die die Gesellschaft uns vorgebahnt hat.“ Plötzlich ist von der Gleichberechtigung nicht mehr viel übrig.

Was hilft? Reden, reden, reden! Und alle Aufgaben sichtbar machen. Eine Mental-Load-Liste, wie etwa die des Bundesverbands Equal Care, kann dabei helfen. Sie listet alle Aufgaben rund um Haushalt und Kinder auf – vom Daran-Denken bis zum Erledigen. „Das Paar muss darauf hinarbeiten, sie sich fair aufzuteilen“, rät Fuchs.

Strategie 4: Überlastung erkennen und sofort gegensteuern

Viele Familien sind ständig am Limit. Das beste Mittel dagegen: verlässliche Strukturen. Teilt euch die Tage klar auf. „Weiß ich, ich kann montags und dienstags auf jeden Fall arbeiten, weil mein Partner zuständig ist, wenn die Kita anruft, hilft das enorm“, sagt Katrin Fuchs. Ohne solche Absprachen sei es zu 80 Prozent die Mutter, die bei einem kranken Kind zu Hause bleibt.

Sonst droht der „Parental Burnout“, der Eltern-Burnout. Symptome sind Schlafstörungen, Migräne, Rückenschmerzen und totale Erschöpfung. „Viele Eltern berichten, dass sich ihr Wesen verändert hat, sie weniger lebensfroh sind und sich selbst nicht wiedererkennen“, sagt Fuchs. Spätestens dann müsst ihr die Notbremse ziehen und euch fragen: Wie können wir uns entlasten? Was hilft uns wirklich? (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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