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Reicht meine Milch nichtDas steckt hinter dem Phänomen Clusterfeeding bei Neugeborenen

Frau stillt ihr Baby

Copyright: Uwe Anspach/dpa-tmn

Will das Baby ständig an die Brust, heißt das nicht, dass die Milchmenge nicht reicht.

Baby will ständig an die Brust? Das steckt dahinter

"Schon wieder hungrig? Das kann doch nicht sein!" Diesen Gedanken kennen unzählige Mamas nur zu gut, sobald ihr Säugling pausenlos nach der Brust verlangt. Schnell macht sich die Angst breit, die Milchmenge könnte unzureichend sein. Fachleute beruhigen jedoch.

Lasst euch nicht beunruhigen, wenn euer Neugeborenes auf einmal andauernd gestillt werden möchte. Diesen Rat gibt das „Netzwerk Gesund ins Leben“, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Das Phänomen, auch als Clusterfeeding oder Lagerfeuerstillen bezeichnet, ist „ganz typisch“. Es zeigt sich häufig in den anfänglichen Wochen nach der Geburt, insbesondere während Entwicklungssprüngen.

Warum das Dauernuckeln so wichtig ist

Hinter dem pausenlosen Stillen steckt ein entscheidender Grund: Die Milchproduktion wird dadurch angekurbelt und auf den steigenden Appetit des Kindes abgestimmt. Das vermehrte Saugen stimuliert die Bildung von Muttermilch. Seht dieses Verhalten also keinesfalls als Zeichen für zu wenig Milch oder als Anlass, mit dem Stillen aufzuhören.

Klar ist aber auch: Solche Still-Marathons sind für Mamas unglaublich anstrengend. Jede Form der Unterstützung ist daher Gold wert, betont das Netzwerk. Selbst winzige Gesten können einen riesigen Unterschied machen.

So kann das Umfeld die Mama unterstützen

Das Umfeld kann einiges beitragen, damit es die stillende Frau so komfortabel wie nur möglich hat. Beispielsweise können sie den kleinen Schatz in den kurzen Pausen betreuen, ein Glas Wasser gegen den Durst reichen oder energiereiche Kleinigkeiten ans Sofa oder Bett liefern.

Falls der Säugling scheinbar endlos und über Stunden trinken will, ist eine gemütliche und lockere Haltung beim Stillen essenziell. Mit genügend Kissen zur Polsterung und allen wichtigen Dingen in Griffnähe wird die Dauer-Still-Session leichter zu bewältigen.

Bekommt mein Kind wirklich genug?

Aber wie könnt ihr sicher sein, dass euer Kind tatsächlich ausreichend Nahrung erhält? Die Fachleute des Netzwerks geben einen klaren Hinweis: „Saugt das Baby kräftig, schluckt hörbar und wird nach Bedarf angelegt, wird es in der Regel auch satt“. Der Griff zur Flasche mit Säuglingsnahrung ist in dieser Situation häufig ein Fehler.

Die Experten warnen, dass dies „ohne milchsteigernde Maßnahmen“, wie zum Beispiel durch Abpumpen, am Ende sogar die Milchbildung reduziert. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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