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Fahrrad-Check zum SaisonstartADAC warnt – diese Nachlässigkeiten können fatal sein

Ein Mann fährt Fahrrad auf dem Tempelhofer Feld

Copyright: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Sicherheit geht vor: Nach längerer Standzeit sollte man sein Fahrrad vor der ersten Tour auf Schäden untersuchen.

Die Sonne lacht, die Vögel zwitschern – Zeit, das Fahrrad aus dem Winterschlaf zu holen! Doch Vorsicht: Wer sein Rad nach langer Pause einfach besteigt und losdüst, riskiert schwere Unfälle. Ein kurzer Sicherheitscheck ist jetzt überlebenswichtig.

Einige Menschen fahren das ganze Jahr, viele holen ihr Zweirad aber erst im Frühling wieder aus dem Keller. Wer nach einer ausgedehnten Standzeit wieder in die Pedale treten will, sollte sein Gefährt unbedingt einer genauen Prüfung unterziehen. Wie die dpa meldet, hat der ADAC Hessen-Thüringen dafür entscheidende Ratschläge parat.

Funktionstüchtige Bremsen – das absolute A und O

Ganz oben auf der Liste: die Bremsanlage. Die Züge der Bremse dürfen keinen Rost aufweisen und müssen sich mühelos bewegen lassen. Entscheidend ist: Selbst bei maximalem Anziehen darf der Bremshebel den Lenker nicht berühren. Systeme mit Hydraulik gelten als weniger pflegeintensiv, doch auch hier geben der Druckpunkt und der Weg des Hebels Auskunft, ob eine Instandhaltung ansteht. Manchmal erfordern sie eine Entlüftung oder frische Flüssigkeit – im Zweifelsfall gehört das Rad in die Hände von Profis!

Ein Mann stellt den Bremshebel ein

Copyright: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Bremsen im Fokus: Vor der ersten Fahrt sollte man prüfen, ob die Bremsen einwandfrei funktionieren.

Bremsbeläge erneuern: Auf diese Warnsignale sollten Sie hören

Laute Quietschgeräusche, schleifende Räder oder eine merklich nachlassende Bremswirkung sind klare Alarmsignale. Laut ADAC Hessen-Thüringen ist dann ein dringender Austausch der Bremsbeläge nötig. Bei Felgenbremsen gilt der Rat des Automobilclubs: «Die Bremsklötze einer Felgenbremse sind normalerweise mit Kerben oder Riefen versehen, die die Verschleißgrenze anzeigen». Wenn man diese Markierungen sehen kann, müssen neue Klötze montiert werden. Bei Scheibenbremsen ist die Regel: Erreichen die Beläge eine Dicke von unter einem Millimeter, müssen sie sofort raus.

Besonders bei E-Bikes ist der Verschleiß wegen des höheren Gewichts und der Geschwindigkeit deutlich größer. Eine jährliche Prüfung sollte hier selbstverständlich sein. Aber Achtung: Eingriffe an der Bremsanlage haben direkte Auswirkungen auf die Sicherheit! Wer sich dabei unsicher fühlt, sollte diese Arbeit zwingend einer Fachwerkstatt anvertrauen.

Ein Detail, das viele überrascht: Bei Felgenbremsen zählt sogar die Felge selbst zu den Verschleißteilen. Einige Modelle besitzen eine feine Rille als Indikator. Sobald diese nicht mehr erkennbar ist, steht ein Tausch der Felge an.

Reifen-Inspektion: Stimmt der Druck noch?

Nach einer langen Pause verlieren Reifen an Luft. Der passende Druck, der auf der Reifenflanke angegeben ist, verhindert Pannen. Prüfen Sie den Mantel sorgfältig auf Risse. Bei einem abgefahrenen Profil, porösen Stellen oder wenn es wiederholt zu einem Platten kommt, gilt: schnellstmöglich ersetzen. Um ein Leck im Schlauch aufzuspüren, kann man ihn aufpumpen und unter Wasser halten. Wo Bläschen aufsteigen, befindet sich die defekte Stelle.

Leuchtet alles? Ansonsten drohen Bußgeld und Gefahr

Eine intakte Beleuchtung ist im Straßenverkehr das ganze Jahr über Pflicht – andernfalls wird es nicht nur kostspielig, sondern auch extrem gefährlich. Sämtliche Lampen und die gesetzlich vorgeschriebenen Reflektoren an Felgen, Speichen sowie Pedalen müssen funktionstüchtig sein und eine Zulassung besitzen.

Eine Schraube locker? Bitte einmal alles nachziehen!

Ein kurzer Rüttel-Check verrät es: Sind Lenker, Sattel, Gepäckträger, Pedale und Schutzbleche noch fest? Alle Verschraubungen müssen gut angezogen sein. Bei leichten Bauteilen ist oft ein spezifisches Drehmoment erforderlich; hier hilft ein Blick in die Gebrauchsanleitung. Für E-Bikes kommt hinzu: Alle elektronischen Komponenten und Kontakte kontrollieren und von Verunreinigungen befreien.

Putzen und Pflegen für eine reibungslose Tour

Putzutensilien fürs Fahrrad

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn

Sanfte Reinigung: Statt mit dem Hochdruckreiniger wird das Rad besser mit Bürste und Wasser gesäubert, um empfindliche Teile wie Lager und Kette zu schonen.

Hände weg vom Hochdruckreiniger! Dieser spült nicht nur wertvolles Schmiermittel weg, sondern presst auch Wasser in sensible Lager und elektrische Kontakte. Die bessere Methode: Groben Dreck mit Wasser, einem Schwamm und einem Lappen beseitigen. Die Kette wird zuerst mit einer Bürste gereinigt und anschließend mit speziellem Kettenschmierstoff behandelt. Das schützt vor Korrosion und garantiert eine geschmeidige Fahrt.

Wer diese Ratschläge beherzigt, kann beruhigt in die neue Fahrrad-Saison starten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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