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„Erhöhtes Risiko“ Corona-Warn-App leuchtet rot – was ist dann zu tun?

Das Symbolfoto (aufgenommen am 10. Dezember 2020 in Berlin) zeigt die Corona-Warn-App auf einem Handy, welche ein erhöhtes Risiko anzeigt.

Die Corona-Warn-App warnt ihre Nutzer, wenn diese Kontakt zu einer positiv auf Corona getesteten Person hatten. Das Symbolfoto wurde am 10. Dezember 2020 in Berlin aufgenommen.

„Erhöhtes Risiko“ in der Corona-Warn-App. Viele Nutzer sind immer noch verunsichert, was dann zu tun ist. Die Warn-App gibt einen Leitfaden vor. Hier der Überblick.

Aktuell wütet die Omikron-Welle. Neben der Impfung und regelmäßigen Testungen gibt es noch andere Möglichkeiten, um uns und unser Umfeld zu schützen: die Nutzung von Smartphone-Apps wie die Corona-Warn-App.

Doch mittlerweile schlägt die Corona-Warn-App bei vielen aus und es werden massenweise Warnungen verschickt. Was hat es damit auf sich? Und vor allem: Wie muss ich mich bei einer roten Warn-App verhalten?

Starker Anstieg an Warnungen vor erhöhtem Infektionsrisiko

Die offizielle Corona-Warn-App (CWA), für die inzwischen 40 Millionen Downloads verzeichnet sind, erfasst mithilfe von Bluetooth-Signalen, welche Smartphones einander nahe gekommen sind, und benachrichtigt die Anwender dann über riskante Begegnungen.

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Wahrscheinlich ist den meisten längst aufgefallen, dass die Corona-Warn-App schneller rot anzeigt – auch aus dem Bekanntenkreis bekommt man mit, dass vermehrt Warnungen herausgegeben werden.

„Erhöhtes Risiko“ in der Corona-Warn-App - was ist dann zu tun?

Eine rote Warn-App bedeutet, dass man ein „erhöhtes Infektionsrisiko“ hat, man ist also in den letzten 14 Tagen mit mindestens einer Corona-positiv getesteten Person in Kontakt gekommen. Wie also muss ich mich verhalten, wenn meine Corona-Warn-App rot wird und mir ein erhöhtes Infektionsrisiko anzeigt?

Wer die App öffnet, sieht sofort an der Farbe des Quadrats, ob ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt oder nicht. Bei einer grünen App (niedriges Infektionsrisiko) brauchen Sie sich keine Sorgen machen: Sie haben in den letzten 14 Tagen entweder gar keinen oder nur kurzen Kontakt mit einer nachweislich Corona-Infizierten Person gehabt. Wenn Sie also die App öffnen und sehen, dass diese rot leuchtet, besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Das bedeutet, dass Sie in den letzten 14 Tagen...

  • längeren Kontakt (mehr als zehn Minuten) und/oder
  • Kontakt mit wenig Abstand (weniger als etwa acht Meter)

zu einer Corona-Positiven Person gehabt haben.

Sie erhalten dann auch eine Push-Benachrichtigung von der App. Doch was muss ich tun, wenn ich so eine Warnung erhalten habe? Die Corona-Warn-App gibt einen Leitfaden vor:

  • Begeben Sie sich, wenn möglich, nach Hause bzw. bleiben Sie zu Hause.
  • Halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen. 
  • Bei Fragen zu Symptomen, Testmöglichkeiten und Quarantäne-Maßnahmen wenden Sie sich bitte an eine der folgenden Stellen...
  1. Ihre Hausarztpraxis
  2. Den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117
  3. Ihr Gesundheitsamt

In einem Gespräch wird dann geklärt, ob und inwiefern ein Test sinnvoll ist: Das ist abhängig vom Impfstatus, möglichen Symptomen und anderen Punkten, beispielsweise dem eigenen Wissen über stattgefundene Kontakte, wie ein Treffen mit Freunden.

Es gilt jedoch: Wer eine rote Corona-Warn-App hat, hat Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test. Ein Schnell- oder Selbsttest kann aber trotzdem nie schaden, falls der PCR-Test nicht in Anspruch genommen wird.

Probleme mit der Corona-Warn-App: Das müssen Sie beachten

Die Corona-Warn-App hat schon tausende Infektionen verhindert, da sie die Nutzer bestmöglich warnt und die Gewarnten so schnell handeln können. Jedoch kann es so weit erst kommen, wenn der Corona-positiv-Getestete sein Testergebnis auch in der App hochlädt. Anfangs trauten sich nämlich noch nicht einmal 40 Prozent der Betroffenen, diese Alarmkette auszulösen. Zuletzt hat sich dieser Wert immerhin auf rund 60 Prozent verbessert.

Doch auch andere Problematiken lassen sich schwer unterdrücken. Wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt, kann nämlich fälschlicherweise gewarnt werden: Wenn zum Beispiel mein Nachbar Corona hat und in Quarantäne den ganzen Tag bei sich in der Wohnung sitzt, kann meine eigene App trotzdem ausschlagen, da die Corona-Warn-App keine Wände berücksichtigt. Also selbst, wenn ich meinen positiv getesteten Nachbar seit Wochen nicht gesehen habe, wird in meiner App ein erhöhtes Risiko angezeigt.

Ähnliche Probleme gibt es, wenn man beispielsweise beim Sport sein Handy in den Spind einschließen möchte. Wenn im Spind daneben das Handy eines Corona-Positiven eingeschlossen ist, wird die App also rot, obwohl man eigentlich gar keinen Kontakt zu der betroffenen Person hatte. Man merkt also: Die Corona-Warn-App bietet viele Vorteile und man sollte sie gewissenhaft nutzen, da sie einen selber und viele andere schützt, doch genauso gibt es halt noch kleine Schwierigkeiten, für die hoffentlich zeitnah eine Lösung gefunden wird. (sai/dpa)

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