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Fiese WhatsApp-FalleSo zocken Betrüger Sie mit Gruppen-Tricks ab

Whatsapp

Mithilfe von Werbung auf Social Media werden Sie in private Chat-Räume auf WhatsApp oder Telegram

Vorsicht, Falle! Mit diesen Gruppen-Maschen wird Ihnen das Geld aus der Tasche gezogen.

Aufgepasst bei WhatsApp! Eine frische Betrugswelle rollt über den beliebten Messenger, und skrupellose Gauner wollen nur an Ihre Kohle. Deshalb läutet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nun die Alarmglocken. Die Institution hat ihre Warnungen vor den miesen Tricks nochmals verstärkt. Die Ganoven ködern ihre Opfer in zwielichtige Gruppenchats oder fügen User sogar ohne deren Zustimmung einfach hinzu. Die Konsequenzen sind oft katastrophal, denn es kursieren Meldungen von Personen, die Beträge im sechsstelligen Bereich eingebüßt haben.

Eine besonders hinterhältige Masche sind gefälschte Kapitalanlagen. Mithilfe von Werbung auf Social Media werden Sie in private Chat-Räume auf WhatsApp oder Telegram geködert. In diesen Chats posieren vermeintliche Teilnehmer als angebliche Finanz-Experten, die Namen wie „Harrison T Blake“ oder „Francesca Müller“ verwenden. Diese Pseudo-Spezialisten raten dann zu angeblich bombensicheren Geldanlagen. Anfänglich überredet man die Geschädigten, geringe Summen auf vermeintlich seriösen Handelsplattformen anzulegen. Um eine Vertrauensbasis zu schaffen, gibt es zu Beginn sogar kleinere Auszahlungen von Profiten. Aber das ist bloß die Anlocktaktik. Das berichtet „ZDFheute“.

Ist das Vertrauen erst einmal hergestellt, drängt man die Leute zu immer größeren Investments. Eine nachdrückliche Warnung kommt von Ralph Kummer vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Er erläutert: „Da werden dann vermeintliche Kurse und Gewinne angezeigt, die aber gar nicht existieren“. Sein ernüchterndes Resümee: „Am Ende ist das Geld weg.“ Die Schadenssummen erreichen in einigen derzeitigen Fällen bis zu 170.000 Euro. Laut Kummer kann das für die Geschädigten „finanziell und psychisch existenzbedrohend sein“. Besonders dramatisch wird es, wenn Leute ihre kompletten Ersparnisse für den Ruhestand an die Abzocker verlieren.

Ein weiterer Trick dreht sich um vermeintliche Job-Offerten. Auf einmal landen Sie in einer frischen WhatsApp-Gruppe, hinzugefügt von einer unbekannten Nummer. Dort versprechen die Gauner einfache Nebentätigkeiten. Man soll zum Beispiel YouTube-Kanäle abonnieren oder Instagram-Profile mit „Gefällt mir“ markieren, wofür angeblich 200 bis 800 Euro täglich winken. Die übrigen Chat-Teilnehmer, die euphorisch von ihren Erfolgen erzählen, sind ebenfalls Fakes. Anfangs winkt eventuell eine winzige Prämie, um Sie anzulocken. Anschließend wird jedoch eine Zahlung verlangt, um an lukrativere Jobs zu gelangen. Diese Kohle ist für immer futsch.

Bundeskriminalamt warnt vor weiteren WhatsApp Schwindel

Zusätzlich warnt das Bundeskriminalamt (BKA) vor einem Schwindel mit sogenannten „Penny Stocks“. In den Chats werden spottbillige Aktien mit gigantischen Profitversprechen zum Erwerb angepriesen. Fallen genügend Investoren darauf rein, klettert der Aktienkurs für kurze Zeit nach oben. Jedoch ziehen nur die Kriminellen selbst einen Nutzen daraus, denn sie halten die Wertpapiere und stoßen sie am Gipfelpunkt gewinnbringend ab. Das BKA teilt mit: „Sobald die Täter ihre Aktien verkaufen, bricht der Kurs meist rapide ein und die übrigen Anleger erleiden hohe Verluste“.

Wie schützen Sie sich am besten? Bei unverlangten Job-Offerten oder Geld-Tipps in Messenger-Diensten sollten Sie äußerst skeptisch sein. Sperren Sie den Absender auf der Stelle und treten Sie sofort aus der Gruppe aus. Klingen die Profitversprechen zu gut, um wahr zu sein, ist höchste Alarmstufe angesagt. Man versucht, Sie unter Druck zu setzen? Finger weg davon! Falls Sie schon zum Opfer wurden, suchen Sie Unterstützung bei den Verbraucherzentralen. Machen Sie zudem eine Anzeige bei der Polizei. Ganz wichtig: Sichern Sie dafür alle Beweismittel, zum Beispiel Screenshots und Chat-Protokolle. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Hand hält Smartphone mit Apps vor Bildschirm

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