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Irre Zahl bei DeezerFast die Hälfte aller neuen Musiktitel wird von einer KI erzeugt

KI-Musik

Copyright: Franziska Gabbert/dpa-tmn/dpa

Musik-Streamingdienste werden zunehmend von KI-Songs geflutet. (Symbolbild)

Eine Welle an KI-Liedern überschwemmt den Anbieter Deezer.

Eine Zahl, die aufhorchen lässt und die Musikwelt erschüttert: Beim Streaming-Anbieter Deezer stammen mittlerweile 44 Prozent sämtlicher neu eingespielter Lieder von einer Künstlichen Intelligenz (KI). Laut Berichten der dpa landen auf der Plattform, die ihren Hauptsitz in Paris hat, jeden Tag circa 75.000 von KI erschaffene Stücke. Diese Entwicklung ist explosionsartig: Vor etwas mehr als einem Jahr waren es noch 10.000 Titel täglich.

Doch werden diese computergenerierten Lieder überhaupt gehört? Kaum, wie es scheint. Nach Angaben von Deezer selbst machen diese Titel nur zwischen einem und drei Prozent der gesamten Abspielvorgänge aus. Der Dienst begründet dies mit eigenen, gezielten Schritten: Inhalte von KI werden klar markiert, aus den Vorschlägen für Nutzer herausgefiltert und nicht mehr in hochauflösender Qualität gesichert.

Was die Hörer wirklich wollen: Transparenz bei KI-Liedern

Der Wunsch nach Offenheit seitens der Zuhörerinnen und Zuhörer ist enorm. Eine von Deezer beauftragte weltweite Erhebung verdeutlicht dies: Ganze 80 Prozent der Umfrageteilnehmer verlangen eine eindeutige Kennzeichnung für Musik, die von einer KI stammt. Das Verblüffende dabei: Bei einem Hörtest ohne Vorabinformationen waren 97 Prozent der Leute nicht in der Lage, einen Unterschied zwischen einem von Software erstellten Stück und einem menschlichen Werk zu erkennen.

Die Meinung ist dennoch eindeutig: Eine große Mehrheit lehnte es ab, dass KI-komponierte Lieder einen Platz in den offiziellen Hitparaden bekommen. Auch wenn die Technik beeindruckt, fehlt es anscheinend an der Anerkennung als „wahre“ Kunst.

Deezer-Boss schlägt Alarm: Die Existenz echter Musiker ist bedroht

Bislang gilt Deezer als Pionier bei der Markierung von KI-Musik; andere große Plattformen haben eine solche Funktion in dieser Art noch nicht eingeführt. Der Chef von Deezer, Alexis Lanternier, hob hervor, dass computergenerierte Musik schon lange keine Nischenerscheinung mehr sei. Er appellierte an die gesamte Industrie, die Urheberrechte von menschlichen Kunstschaffenden zu verteidigen. Diese Besorgnis ist begründet: Prognosen zufolge könnten bis zum Jahr 2028 etwa 25 Prozent der Einkünfte von Musikern durch den Vormarsch der Künstlichen Intelligenz bedroht werden. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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