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„Zäh“ und „schwer zu beißen“Veganes Hühnchen irritiert beim „perfekten Dinner“

Nach der schweren Suppe als Vorspeise liegt Philipp und Lena (Mitte) auch der Hauptgang schwer im Magen.
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Nach der schweren Suppe als Vorspeise liegt Philipp und Lena (Mitte) auch der Hauptgang schwer im Magen. (Bild: RTL)

Gudrun setzt am finalen „perfektes Dinner“-Abend auf „Herzlichkeit und Geschmack“. Die Erwartungen ihrer Passauer Gäste an die kulinarischen Fähigkeiten sind hoch - doch so ganz springt der Funke nicht über ...

Gudrun (58) arbeitet als Referentin in der Erwachsenenbildung und als Resilienzberaterin. „Ich bin manchmal penetrant positiv“, und damit hat sie schon so manche berufliche und gesundheitliche Krise gemeistert. Außerdem spielt sie gerne Theater und hat den Poetry Slam für sich entdeckt.

Im ehemaligen Zimmer ihres Sohnes arbeitet Gudrun inzwischen als Resilienzberaterin.
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Im ehemaligen Zimmer ihres Sohnes arbeitet Gudrun inzwischen als Resilienzberaterin. (Bild: RTL)

Dass Gudrun in Kellberg das finale „perfekte Dinner“ ausrichtet, war nicht ihre erste Wahl, „aber ich bin nervenstark genug, um das zu machen“. Kamerascheu ist sie jedenfalls nicht, eher im Gegenteil. Beim „perfekten Dinner“ wollte die stolze Oma von drei Enkeln schon immer mal mitmachen: „Mich interessieren die Menschen, und ich schnappe auch gerne Ideen auf.“

Da ihre Tochter schon seit der Kindheit vegan isst, hat sich Gudrun für ein vegetarisches Menü mit veganem Anteil entschieden, „weil ich möchte, dass die Leute das probieren und ihre Vorurteile abbauen“. Unter dem Motto „Wachsende Begeisterung“ serviert sie:

  1. Vorspeise: Erbsen-Kokos-Suppe mit Rote-Bete-Espuma und Wurzelbrot
  2. Hauptspeise: Vegane Hähnchenbrust in Pilzsauce mit Kartoffelpüree, dazu ein bunter Salat
  3. Nachspeise: Orangen-Rosmarin-Kuchen, dazu vegane Schokomousse, Walnusscrunch und Walnusslikör
In die grüne Erbsensuppe kommt ein rosa Rote-Bete-Wölkchen.
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In die grüne Erbsensuppe kommt ein rosa Rote-Bete-Wölkchen. (Bild: RTL)

„Es wäre schockierend, wenn es heute Abend nicht bayerisch werden würde“, meint Michael (55) noch vor der Speisekartenenthüllung. „Gudrun ist unsere niederbayerische Grande Dame.“ Kerstin (34) rechnet mit Entertainment: „Ich glaube, die Gudrun ist eine richtige Rampensau.“ Die Speisekarte überrascht alle. „Auf den ersten Blick wirkt es vegan“, überfliegt Kerstin die drei Gänge. Findet sie aber super: „Ich freue mich sogar auf ein bisschen Abwechslung, weil die letzten Tage wirklich sehr fleischlastig waren.“

Lena findet „die Suppe sehr dominant“

Gudrun lässt sich zwischen den Gängen eher selten bei den anderen am Tisch blicken.
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Gudrun lässt sich zwischen den Gängen eher selten bei den anderen am Tisch blicken. (Bild: RTL)

Im zum Familienzimmer umgebauten Heuboden wartet Gudrun mit dem Aperitif auf ihre neuen Freunde aus den Landkreis Passau. Und weil man sich unter Freunden aushilft, hat ihr Michael seine Wärmelampen verkauft: „Sie haben perfekt in ihre Küche reingepasst.“ Schon mit den Parmesan-Crackern erobert Gudrun Kerstins Herz: „Die waren phänomenal.“

Kerstin (Zweite von links) kann den Wochensieg noch gar nicht fassen.
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Kerstin (Zweite von links) kann den Wochensieg noch gar nicht fassen. (Bild: RTL)

Die Erbsensuppe mit Rote-Bete-Wolke überrascht geschmacklich. „Ich fand es ein bisschen schwer, sehr, sehr erdig“, analysiert Michael die ungewöhnliche Kombination. „Ich fand die Suppe sehr dominant“, sieht es Lena (29) ähnlich. „Die war schon sehr schwer.“ Noch während Kerstin ihr Glas leerlöffelt, steht Gudrun schon bereit und will abräumen. „Da hätte sie sich ein bisschen mehr Zeit lassen können“, findet Philipp (35).

Veganes Hühnchen „ungewöhnlich“ und „interessant“

„Es hat mich ein bisschen überrascht, dass sie heute nicht so oft am Tisch war, wie ich es eigentlich erwartet hätte“, vermisst Michael die Gastgeberin zwischen den Gängen. Die muss sich jedoch dem Kartoffelbrei mit Rahmsoße und veganem Hühnchen aus Reispapier mit Pilzfüllung widmen. Dann ruft Gudrun endlich die Worte: „Es ist vollbracht!“

Michael verkostet die unbekannte Speise: „Von den Konsistenzen her wirklich sehr, sehr ungewöhnlich.“ Sein Fazit: „Ganz interessant.“ Philipp bezeichnet das Gericht als „nicht schlecht“, aber: „Ich habe gefunden, dass die Pilze zäh waren, schwer zu beißen.“ Lenas Urteil zum Hauptgang: „Wahnsinnig schwer, salzig, würzig, zu sehr überwürzt.“

„Nach der Hauptspeise hätte es mir eigentlich schon gereicht mit Essen“, fühlt sich Lena pappsatt. Wie gut, dass Gudrun noch ein kulinarisches Gedicht vorträgt, bevor sie den Orangen-Rosmarin-Kuchen mit veganer Schokomousse serviert. Michael kämpft mit dem Menü: „Die Suppe war viel, der Hauptgang war viel, dann war der Kuchen da und dann noch so ein ganzes Glas mit dem Schokomousse - also das war mächtig.“

Ganz überzeugen kann Gudrun mit ihren veganen Speisen nicht, und so belegt sie mit 29 Punkten den letzten Platz. Über den Wochensieg darf sich Kerstin freuen. (tsch)

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