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„Liebe auf den zweiten Blick“Wolfgang Petry lernte seine Rosie in einer Kölner Disco kennen

olfgang Wolle Petry mit seiner Ehefrau Rosemarie Rosie anläßlich der ZDF-Fernsehshow Willkommen bei Carmen Nebel , 2004.

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Wolfgang „Wolle“ Petry mit seiner Ehefrau Rosemarie „Rosie“ bei der ZDF-Fernsehshow „Willkommen bei Carmen Nebel“ im Jahr 2004. (Archivbild)

Aktualisiert:

Kaum jemand weiß, wo die große Liebe von Wolfgang Petry und seiner Ehefrau begann. Mitten in Köln!

Köln, Anfang der 1970er-Jahre. In einer Diskothek im Veedel Rodenkirchen läuft Musik, die Gläser klirren, und mitten im Trubel begegnen sich zwei junge Kölner: Rosemarie und ein junger Musiker namens Franz Hubert Wolfgang Remling.

Kein filmreifer Paukenschlag, kein Kitsch. Es war, wie er rückblickend selbst feststellte, schlicht „Liebe auf den zweiten Blick“.

Wenig später wird aus dem jungen Musiker Wolfgang „Wolle“ Petry. Er erobert die Hitparaden, füllt Hallen und bringt Generationen zum Singen. Doch das Fundament für diesen Wahnsinn legen die beiden schon weit vor dem großen Durchbruch: Am 20. November 1972 läuten die Hochzeitsglocken. Zwei Jahre später kommt Sohn Achim Petry auf die Welt.

Wolfgang Petry: In Raderthal geboren – in Rodenkirchen verliebt

Aus dem Kölner Nachwuchsmusiker wird in den folgenden Jahren eine echte Schlager-Ikone. Mit Meilensteinen wie „Sommer in der Stadt“, „Wahnsinn“ und „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“ brennt er sich in das kollektive Gedächtnis ein. Während er zum gefeierten Star aufsteigt, meidet Rosemarie bewusst das Rampenlicht. Sie bleibt an seiner Seite, fernab von Kameras und Medienrummel.

Wolfgang Petry singt.

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„Wahnsinn“: Wolfgang Petry ist gebürtiger Kölner. (Archivbild)

Wie eine Ehe die Launen und das Auf und Ab des Showgeschäfts über fünf Jahrzehnte übersteht? Für den heute 75-jährigen Sänger keine Frage großer Theorien, sondern schlichte Fügung: Er habe „wahrscheinlich ’ne Menge Schwein gehabt“, und der liebe Gott habe bei ihnen eben „dreimal Ja gesagt“.

Dass der Alltag mit einem Vollblutmusiker trotzdem Erdung verlangt, nimmt Rosemarie mit trockenem, kölschem Humor. Ihr Ehemann sei privat „ziemlich rechthaberisch“, verriet sie einmal mit einem Augenzwinkern – aber daran habe sie sich über die vielen gemeinsamen Jahrzehnte einfach gewöhnt.

Achim Petry über Wolfgang Petry: „Wäre komplett lebensunfähig ohne meine Mutter“

Wie dieses Zusammenspiel im Alltag wirklich aussieht, brachte Sohn Achim Petry kürzlich im Podcast „Drews Cordalis Petry – Kids-Club“ auf den Punkt. Während der Vater auf den Bühnen gefeiert wurde, hielt daheim stets „Rosie“ die Zügel in der Hand – und zwar komplett. „Mein Vater hat keine Kreditkarte, kein Handy, kein Garnix und wäre komplett lebensunfähig ohne meine Mutter“, verriet Achim mit einem Schmunzeln über die Rollenverteilung seiner Eltern.

Wolfgang Petry mit Ehefrau Rosie (re.) und Angelika Milster.

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Wolfgang Petry mit Ehefrau Rosie (re.) und Angelika Milster. (Archivbild)

„Wir funktionieren, ergänzen uns, sind nicht gleich gestrickt und trotzdem ein Herz und eine Seele“, sagte Petry einmal zur Deutschen Presse-Agentur. So bleibt die Geschichte zweier Kölner, die einst unspektakulär in Rodenkirchen begann, vor allem eines: der Beweis dafür, dass die ganz große Liebe am besten dort gedeiht, wo die Scheinwerfer Pause haben.