Der Hauself Dobby ist eine der beliebtesten Figuren der „Harry Potter“-Saga. Aufgrund der Popularität des niedlichen Weggefährten des Zauberlehrlings mussten die Architekten eines großen Energieprojekts sogar Abstriche bei der Planung machen.
„Wir bekamen Hunderte Anrufe“Wie „Harry Potter“-Elf Dobby ein Millionen-Bauprojekt ins Wanken brachte

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Die Stelle, an der Hauself Dobby in „Harry Potter“ den Filmtod starb, ist für Fans der Fantasy-Reihe zum Pilgerort geworden. (Bild: 2022 Getty Images/Matthew Horwood)
Umgerechnet rund 500 Millionen Euro kostete der Bau einer Trasse für ein Stromkabel zwischen Großbritannien und Irland. Doch mit dieser Art von Widerstand hatten die Projektplaner sicherlich nicht gerechnet: Als die Pläne bekannt wurden, sahen sie sich mit etlichen Protest-Anrufen von Fans der Fantasy-Franchise „Harry Potter“ konfrontiert.
Denn die Trasse hätte ursprünglich durch eine Stelle verlaufen sollen, die für „Harry Potter“-Fans eine ganz besondere Bedeutung hat: Dort befindet sich das Grab von Dobby, dem Hauselfen des berühmten Zauberlehrlings. Wie Projektmanager Simon Ludlam in dem Podcast „The Energy Revolution“ erzählt, erhielt die Firma, die den Bau verantwortete, nach einem BBC-Bericht „Hunderte von Anrufen“. „Ich fragte: 'Dobby? Wer ist Dobby?'“, erinnert sich Ludlam zurück.
Strecke wurde umverlegt
Ein echtes Grab hat Dobby als fiktive Figur natürlich nicht. Doch am walisischen Strand Freshwater West wurde die Szene gedreht, in der Dobby in den Armen Harry Potters stirbt. Sie entwickelte sich daraufhin zu einer Pilgerstätte für „Harry Potter“-Fans, die dort bevorzugt bemalte Steine und Socken hinterließen. Letzteres wurde ihnen jedoch im November 2022 untersagt: Durch die vielen Socken war ein Risiko für die Meerestiere entstanden. Eine Socke spielt in einer Schlüsselszene, in der Dobby seine Freiheit erhält, eine Rolle.
Letzten Endes konnten die Fans eine Entfernung der Gedenkstätte des Hauselfen verhindern. Die Projektleitung entschied sich dazu, den geplanten Verlauf der Trasse so abzuändern, dass das „Grab“ davon unberührt blieb. (tsch)
