Nach 31 Jahren wird „Immer wieder sonntags“ eingestellt. Andy Borg kann die Enttäuschung von Stefan Mross gut nachvollziehen. Zugleich kritisiert der Schlagersänger eine Entwicklung, die sich in der Musikbranche immer stärker ausbreitet.
„Wie eine Familie, die auseinanderbricht“Andy Borg ärgert sich über „Immer wieder sonntags“-Aus

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Andy Borg hat über das Aus von „Immer wieder sonntags“ gesprochen. (Bild: 2025 Getty Images/Kerstin Joensson)
Für Stefan Mross endet eine Ära: Nach 31 Jahren wird die ARD-Sendung „Immer wieder sonntags“ eingestellt. Hintergrund sind Sparmaßnahmen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Einer, der weiß, wie sich das Ende einer langjährigen Musiksendung anfühlt, ist Andy Borg.
Im Gespräch mit dem Schweizer Magazin „Blick“ äußerte sich der „Schlager-Spaß“-Moderator enttäuscht über die Entscheidung. „Das mit dem Absetzen einer beliebten Sendung kenne ich ja aus eigener Erfahrung“, sagte Borg und erinnerte damit an den „Musikantenstadl“. Die Sendung, die er selbst moderiert hatte, wurde 2015 in ihrer ursprünglichen Form eingestellt.
Andy Borg will Stefan Mross bei letzter Sendung unterstützen
Borg stellte Stefan Mross für das Finale von „Immer wieder sonntags“ bereits seine Unterstützung in Aussicht. „Wenn er möchte, bin ich bei seiner letzten Sendung am 13. September dabei.“ Dabei denkt der Sänger nicht nur an den Moderator. Das Ende der Sendung treffe zahlreiche Menschen hinter den Kulissen, erklärte Borg: „Auch wenn es mir persönlich sehr schwerfällt, weil ich weiß, dass es nicht nur Stefan, sondern das ganze Team betrifft. Das ist wie eine Familie, die auseinanderbricht!“
Neben dem Aus der ARD-Sendung beschäftigt Andy Borg noch eine andere Veränderung in der Musikbranche: der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Nach eigenen Angaben erhalte er zunehmend Demo-Aufnahmen, die vollständig mithilfe von KI produziert wurden.
Von dieser Entwicklung hält Borg wenig. „Es ärgert mich maßlos, weil alles konstruiert und nicht komponiert ist!“, sagte er dem „Blick“. Besonders irritiert ihn, dass sich künstlich erzeugte Musik nicht immer auf Anhieb erkennen lasse. „Ich gehe mit einem Demo zu meiner Frau ins Büro und sage, hör dir das mal an. Wenn ich es dann ein zweites Mal anhöre, merke ich, es ist zu perfekt, es ist ein KI-Produkt.“
Dass sich die Entwicklung noch aufhalten lässt, glaubt Borg offenbar nicht. Sein Fazit fällt entsprechend ernüchtert aus: „Schrecklich und schade, schade, schade - wir können es nicht verhindern. Denn, wie heißt es so schön: Die Geister, die ich rief! Wir haben uns alles selber eingebrockt.“ (tsch)
