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Trauer um Angelika MannSchauspielerin erliegt Krebsleiden

Trauer um Schauspielerin Angelika Mann (hier 2013 bei der Verleihung des Medienpreises „Goldene Henne“ im Theater am Potsdamer Platz).

Trauer um Schauspielerin Angelika Mann (hier 2013 bei der Verleihung des Medienpreises „Goldene Henne“ im Theater am Potsdamer Platz).

Ob als Lehrling in der Apotheke oder später auf großen Bühnen: Angelika Mann liebte den Publikumskontakt. Sie war eine der bekanntesten Sängerinnen in der DDR, aber auch nach dem Mauerfall gefragt.

Angelika Mann, eine der bekanntesten Künstlerinnen mit DDR-Wurzeln, ist tot. Die Sängerin und Schauspielerin starb Mittwoch im Alter von 76 Jahren, wie ihre Familie der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Mann - die wegen ihrer Körpergröße von 1,49 Meter auch „die Lütte“ genannt wurde - stand mehr als ein halbes Jahrhundert auf der Bühne, auch als Kabarettistin und Moderatorin.

Musik spielte für die Berlinerin schon früh eine wichtige Rolle. Als Kind übte sie bis zu acht Stunden täglich Klavier, als Teenager hörte sie Bach und Beatles. Doch nach dem Abschluss der Schule absolvierte die Arzttochter zunächst eine Lehre in einer Apotheke. Sie liebte den Publikumskontakt, wie sie selbst schrieb. In der Mittagspause sang sie ihren Kollegen die neuesten Schlager vor.

Auftritte mit Manfred Krug und Uschi Brüning

In den 1970er Jahren begann dann ihre Musikkarriere richtig - zunächst an der Seite des Komponisten Reinhard Lakomy. Ihre unverwechselbare Stimme ist etwa auf Lakomys millionenfach verkaufter Kinderschallplatte „Traumzauberbaum“ zu hören. Angelika Mann sang aber auch mit Manfred Krug und der Jazz-Sängerin Uschi Brüning.

Weil sie sich in der DDR zunehmend unwohl fühlte, stellte sie 1984 einen Ausreiseantrag. Ein Jahr später durfte sie das Land verlassen. Im Westen fasste „die Lütte“ zügig Fuß. Zum Beispiel wurde sie am Theater des Westens als Lucy in der Dreigroschenoper bejubelt. Nach dem Mauerfall kehrte die Künstlerin dennoch gerne wieder zurück in den Osten Deutschlands - und auf viele Bühnen dort.

So war sie in der Comödie Dresden im Theaterstück „Kalender Girls“ unter anderem an der Seite von Viktoria Brams, Ursula Karusseit und Uta Schorn zu sehen. Auch vor der Kamera stand sie, etwa in Rosa von Praunheims Film „Der Einstein des Sex“. Nun erlag die Künstlerin einem Krebsleiden. (dpa)

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