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Schock für seine MutterTim Curry wird 80: Sein Leben zwischen Skandalen und Kult-Rollen

Tim Curry wird 80

Copyright: Peter Foley/EPA/dpa

Das Musical «The Rocky Horror Show» bescherte Tim Curry die Rolle seines Lebens - auf der Theaterbühne und im Kino. (Archivbild)

Unvergessen als Dr. Frank N. Furter, doch sein Leben ist heute ein Kampf.

Tim Curry soll seine Mutter schon bei seinem allerersten Schauspiel-Job einen gehörigen Schrecken eingejagt haben. Laut Informationen der dpa war Patricia Curry alles andere als begeistert, als sie ihren Sohn 1968 im Musical „Hair“ ohne Kleidung auf der Bühne sah. Ein paar Jahre darauf folgte der nächste Aufreger: 1973 zeigte er sich in der „Rocky Horror Show“ zum ersten Mal geschminkt, in Strapsen und mit High Heels. Aber genau als Dr. Frank N. Furter entdeckte Tim Curry, der am 19. April seinen 80. Geburtstag feiert, die Rolle, die ihn unsterblich machen sollte.

Ein Part, der Geschichte schrieb

Das sexuell sehr freizügige Musical von Richard O'Brien war im prüden Großbritannien der 1970er-Jahre ein echter Knaller. Keiner hätte damals gedacht, dass eine Geschichte über einen bisexuellen Forscher vom anderen Stern in Damenbekleidung – „der Transvestit vom Planeten Transsexual aus der Galaxie Transylvania“ – zu einem globalen Kult werden könnte.

Nach der Premiere vor gerade einmal 85 Zuschauern, sang Curry zwei Jahre später als Dr. Frank N. Furter den Song „Sweet Transvestite“ auch im Kino. Mit dem Film „Rocky Horror Picture Show“ wurde der Darsteller mit dem markanten Lächeln auf der ganzen Welt bekannt. Curry selbst konnte mit dem ganzen Trubel allerdings nicht viel anfangen. Dem „Guardian“ verriet er: „Ich genieße das nicht“, und fügte hinzu, „aber ich spiele das Spiel mit.“

Grusel-Clown und gefragte Stimme

Die große Karriere im Filmgeschäft nahm ab den 1980ern dann richtig Fahrt auf. Er wirkte im Musical „Annie“ mit, stand für „Legende“ an der Seite von Tom Cruise und verlagerte für seine Laufbahn seinen Wohnsitz in die USA. Ein Auftritt aus den 90ern sorgt bei vielen Menschen bis heute für Gänsehaut: seine Verkörperung des furchterregenden Clowns Pennywise im Horror-Meisterwerk „Stephen Kings Es“.

Anschließend sah man ihn in Kinohits wie „Jagd auf Roter Oktober“ oder auch „Kevin – Allein in New York“, doch sein Fokus verlagerte sich zunehmend auf die Arbeit als Sprecher. Seine unverwechselbare Stimme verlieh er zahllosen Charakteren in Animationsserien und auch in Videogames.

Der Kampf nach dem Schicksalsschlag

Im Jahr 2012 musste die Schauspiel-Ikone einen schweren gesundheitlichen Rückschlag verkraften. Curry erlitt im Alter von 67 einen Schlaganfall, was zu einer teilweisen Lähmung führte und ihn an den Rollstuhl fesselt. Seinen Witz hat er sich dadurch aber bewahrt. In einem Interview mit dem „Guardian“ witzelte er vor Kurzem: „Am Tag vor dem Schlaganfall hab ich drei Schachteln geraucht“. Und fügte hinzu: „Das werde ich nicht wieder machen.“

Doch er gab nicht auf, ist weiterhin als Sprecher tätig und erfreut seine Anhänger bei Fan-Treffen. Bei der Neuauflage der „Rocky Horror Picture Show“ für das Fernsehen im Jahr 2016 übernahm er die Rolle des Erzählers. Über sein Leben abseits der Kameras ist kaum etwas bekannt. Seine offizielle Webseite gibt an, dass Tim Curry kinderlos ist und nie den Bund der Ehe einging. In seiner Autobiografie mit dem Titel „Vagabond“ liefert er die Begründung dafür: „Affären des Herzens oder im Bett gehen euch – bei allem Respekt – verdammt noch mal nichts an.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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