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Sucht-Geständnis nach zehn JahrenEx-„Unter uns“-Star hatte Sex mit Fan im Studio

Soapdarsteller Michael N.Kuehl (links) und Marvin Linke (2011): Linke spricht offen über seine Sex-Sucht.

Copyright: IMAGO / Berlinfoto

Soapdarsteller Michael N.Kuehl (links) und Marvin Linke (2011): Linke spricht offen über seine Sex-Sucht.

Mutige Beichte von TV-Star Marvin Linke: Der wahre Grund für sein Serien-Aus war eine Sex-Abhängigkeit!

Ein ganzes Jahrzehnt lang blieben die tatsächlichen Umstände seines abrupten Endes bei der RTL-Seifenoper „Unter uns“ ein Geheimnis. Jetzt packt der Darsteller Marvin Linke (34), den man aus „Das Boot“ sowie „Ostwind“ kennt, endlich aus.

In einem „Bild“-Interview macht er ein erschütterndes Geständnis: Seine Abhängigkeit von Sex war der Grund für den Verlust seiner Rolle in der Kölner Produktion.

Bereits im Alter von 17 Jahren wechselte Linke für seine Figur des Moritz Schönfeld seinen Wohnsitz von Hannover nach Köln und brach die Schule ab. Die unerwartete Bekanntheit war zu viel für den jungen Mann. „Ich war 17 und plötzlich erkannten mich die Leute auf der Straße“, erläutert er.

Diese Berühmtheit machte es ihm leicht, Frauen kennenzulernen, und wurde zum Startpunkt seiner Abhängigkeit. „In der Hochphase meiner Sucht hatte ich viele Freundinnen gleichzeitig“, gibt Linke zu. Aus dem Kick entwickelte sich eine Besessenheit: „Ich war so krass von meiner Libido gesteuert. Mein Alltag war nur noch von Sex gesteuert.“

Sex-Eskapade am Set kostete ihn den Job

Seine Abhängigkeit stoppte nicht einmal vor seinem Job. Linke erzählt von sexuellen Handlungen „überall“, selbst in seinem Umkleideraum am Drehort. Er unterhielt zeitgleich mehrere Affären und täuschte die Frauen, wie er heute einräumt: „Allen Frauen habe ich etwas vorgespielt, worauf ich überhaupt nicht stolz bin.“ Sein Benehmen fiel auf, und die Produktionsleitung erteilte ihm Verwarnungen.

Der absolute Tiefpunkt ereignete sich im Anschluss an eine DSDS-Aftershow-Veranstaltung. Linke verschaffte sich mit einer Verehrerin Zugang zum „Unter uns“-Studiogelände in Köln. Direkt in der bekannten Außendekoration, der Schillerallee, trieben sie es. „Am Serien-Set haben wir dann ein Nümmerchen geschoben“, berichtet der Darsteller offenherzig.

Allerdings wurde die Aktion von Überwachungskameras gefilmt. Im Büro der Produktion konfrontierte man Linke mit den Bildern. „Die Security hat uns quasi beim Quickie erwischt“, sagt Linke. Nach dieser „unschönen“ Unterhaltung kam wenig später das Ende seiner Rolle nach sechs Jahren.

Der Wendepunkt: Entschuldigung und neues Leben

2016 kehrte Linke wieder in seine Heimat Hannover zurück. Die Distanz und eine Pause gaben ihm die Möglichkeit, sein Leben neu zu sortieren. Er traf die Frau, die heute an seiner Seite ist, und öffnete sich ihr. „Mein Wegzug von Köln nach Hannover hat mir geholfen, von der Sexsucht wegzukommen“, erklärt er rückblickend.

Mittlerweile hat Linke eine junge Tochter und ist seiner Partnerin seit neun Jahren treu. Vater zu sein, hat seine Sicht auf frühere Ereignisse geändert: „Jetzt, wo ich eine Tochter habe, denke ich mir: Was hast du dir nur dabei gedacht, wie du mit den Frauen umgegangen bist?“ Er will sich jetzt bei den betroffenen Frauen von damals öffentlich entschuldigen: „Jetzt ist es an der Zeit, dafür sorry zu sagen.“

Er thematisiert seine Abhängigkeit nun, da er meint, es sei „in der Filmbranche ein großes Thema, über das nicht groß gesprochen wird.“ Zuvor schwieg er aus Sorge vor einer Brandmarkung. Eine Wiederholung schließt er für sich heute komplett aus, weil die Konsequenzen zu groß wären: „Null Komma null!“ (red)