1997 hatte Natalie Imbruglia mit „Torn“ einen der größten Hits des Jahres. International konnte sie nie an diesen Erfolg anknüpfen, doch in ihrer Heimat Australien ist Imbruglia, die nun mit „Algorithm“ ein neues Studioalbum vorlegt, ein bekannter Star. Wir verraten, wie es ihr in den letzten Jahren ergangen ist.
So sieht One Hit Wonder Natalie Imbruglia heute aus

Copyright: Sony Music
1998 landete Natalie Imbruglia mit „Torn“ einen der größten Hits des Jahres. (Bild: Sony Music)

Copyright: 2018 Getty Images/John Phillips
Nun veröffentlicht Natali Imbruglia mit „Algorithm“ ihr siebtes Studioalbum. (Bild: 2018 Getty Images/John Phillips)
Wer 1997 viel Radio gehört oder regelmäßig bei MTV oder Viva eingeschaltet hat, kam um diesen Hit kaum herum: Mit „Torn“ aus ihrem Debütalbum „Left Of The Middle“ war Natalie Imbruglia allgegenwärtig. Weltweit stürmte die Australierin mit dem Song - der Coverversion eines ursprünglich auf dänisch erschienen Titels der Sängerin Lis Sørensen, der aber von der amerikanischen Alternative-Rock-Band Ednaswap geschrieben worden war - die Top Ten.

Copyright: 2005 Getty Images/Francois Durand
2005 feierte Natalie Imbruglia mit ihrem Album „Countin Down The Days“ und der Single „Shiver“ weitere Erfolge. (Bild: 2005 Getty Images/Francois Durand)
In Großbritannien blieb dem Hit die Spitze nur knapp verwehrt: Dort erreichte „Torn“ Platz zwei. In Deutschland erreichte der Song den vierten Rang, hielt sich aber so hartnäckig in den Charts, dass es für Platz 24 in den Jahrescharts reichte.
Anschlusserfolge in den Nullerjahren

Copyright: 2011 Getty Images/Julien M. Hekimian
Nach dem Flop ihres Albums „Come To Life“ 2009 zog sich Imbruglia für eine Weile aus dem Musikgeschäft zurück und wirkte in einigen Filmen als Schauspielerin mit. (Bild: 2011 Getty Images/Julien M. Hekimian)
Nach dem weniger erfolgreichen zweiten Album „White Lilies Island“ (2001), das zwar keine großen Hits abwarf, aber immerhin weltweit eine Million mal verkauft wurde, landete die Australierin mit dem Album „Counting Down The Days“ (2005) mitsamt der Single „Shiver“ einen weiteren Treffer. In Großbritannien und Italien wurde „Shiver“ zum Top-Ten-Hit, in Ungarn erreichte der Song die Spitze der Charts. Deutschland war allerdings weniger begeistert: Hierzulande scheiterte „Shiver“ knapp an den Top 50. „Counting Down The Days“ wurde zum Nummer-Eins-Album in Großbritannien, in Deutschland blieb es bei Platz 35.

Copyright: 2023 Getty Images/Gareth Cattermole
Vor allem in ihrer Heimat Australien ist Natalie Imbruglia heute eine gefragte Musikerin und TV-Persönlichkeit. 2022 gewann sie die australische Ausgabe von „The Masked Singer“ - verkleidet als Panda. (Bild: 2023 Getty Images/Gareth Cattermole)
2009 dann der Flop, der ihre Musikkarriere beinahe beendet hätte: „Come To Life“ wurde vorab in Imbruglias Heimat Australien veröffentlicht - und legte eine Bauchlandung hin. In der ersten Woche wurden nur 750 Einheiten verkauft, das trotz Heimvorteils gerade so die Top 100 der australischen Charts erreichte - und nach zwei Wochen wieder verschwunden war. Imbruglias Plattenfirma, Island Records, zog die Reißleine, geplante Veröffentlichungen in Großbritannien und den USA wurden abgeblasen. Auch in Deutschland hat das Album keinerlei Spuren hinterlassen.
Nach dem Flop kam der Fachwechsel

Copyright: 2022 Getty Images/James Gourley
Auch musikalisch ist die Sängerin wieder aktiv. 2021 veröffentlichte sie das Album „Firebird“, dem nun die Platte „Algorithm“ folgt. (Bild: 2022 Getty Images/James Gourley)
Nach dem Flop von „Come To Life“ zog sich Imbruglia aus dem Musikgeschäft vorerst zurück und wandte sich wieder der Schauspielerei zu, mit der sie schon Anfang der 90er dank der Seifenoper „Nachbarn“ und dann wieder 2003 mit einer Rolle in der Spionfilm-Parodie „Johnny English“ geflirtet hatte. In den folgenden fünf Jahren spielte Imbruglia in drei Filmen mit - darunter die Hauptrolle in dem Drama „Closed For Winter“. Erst 2015 kehrte sie zur Musik zurück. Seither hatte sie zwei Platten herausgebracht, Male (2015) und „Firebird“ (2021), denen nun mit „Algorithm“ ihr insgesamt siebtes Studioalbum folgt.
Natialie Imbruglia ist also weiter dick im Geschäft, aber längst nicht mehr nur als Musikerin. Vor allem in ihrer Heimat Australien ist sie zu einer populären TV-Persönlichkeit herangereift. An der australischen Version von „The Masked Singer“ nahm sie zweimal teil - und holte 2022 als Panda verkleidet den Titel. Der Triumph führte auch zu einem weiteren Popularitätsschub, 2010 gehörte sie zur Jury der australischen Fassung von „The X Factor“.
Auch in die Welt der Podcasts ist die Sängerin längst eingetaucht - mit einem Herzensprojekt: Ihre Vorliebe für Poesie lebt sie in ihrem eigenen Podcast „Sleep Sound With Natalie Imbruglia“ aus, in dem sie Werke der australischen Dichterin Dorothea Mackellar rezitiert. (tsch)
