Schluss, aus, vorbei! Schlager-Ikone Michelle hat die Nase voll und rechnet knallhart mit der Branche ab.
Michelle rechnet mit Schlagerstars ab„Früher war das eine Familie“

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Michelle (M), hier mit Eric Philippi (l) und Florian Silbereisen (r) auf der Bühne, hat keine Lust mehr auf das Schlagergeschäft. (Archivbild)
Ein Paukenschlag in der Schlagerwelt! Nach fast 35 Jahren schmeißt Schlagersängerin Michelle (bürgerlich Tanja Hewer) alles hin. Schluss mit Bühne, hallo neues Leben als Heilerin. Im Podcast „Ungefiltert on fire“ packt sie jetzt aus und teilt knallhart gegen das Musikbusiness aus. Ihr Vorwurf: Nur noch Konkurrenzkampf und Oberflächlichkeit!
Warum dieser radikale Schritt? Die Ex-Freundin von Eric Philippi erklärt es mit brutaler Ehrlichkeit: „Ich war nie jemand, der gern im Mittelpunkt steht. Ich habe einfach gemerkt, ich verändere mich. Ich will mich nicht mehr schminken. Ich will echt sein. Ich will geerdet sein. Ich will aus dieser Welt, die ja nur eine Scheinwelt ist. Ich will diese Scheinwelt nicht mehr haben. Ich bin das nicht mehr.“
Auch mit dem ständigen Druck, perfekt sein zu müssen, ist jetzt Schluss. Michelle will sich nicht mehr verbiegen. „Nur damit mich andere gut finden“? Nicht mit ihr! Sie sagt klipp und klar: „Ich möchte zuallererst, dass ich mich morgens in den Spiegel angucken kann und sagen kann: ‚Hey Tanja, du bist gut so, wie du bist‘“. Für sie ist klar: Diese Jagd nach der makellosen Fassade ist Quatsch, denn Perfektion ist langweilig und sowieso unerreichbar.
Eiskalte Stimmung unter Kollegen
Am meisten schmerzt Michelle aber, wie sich die Stimmung unter den Künstlerinnen und Künstlern verändert hat. Sie erinnert sich an ihre Anfänge, als sie mit Hits wie „Und heut’ Nacht will ich tanzen“ die „ZDF-Hitparade“ stürmte. Damals war alles anders, eine echte Gemeinschaft:
„Früher war das wirklich eine Familie. Und diese Familie, das gibt es heute nicht mehr. Das ist jeder geht nach seinem Auftritt schlafen oder irgendwie nach Hause oder es ist nicht mehr dieser Zusammenhalt und keiner gönnt dir mehr etwas.“
Heute herrschen stattdessen Neid und Missgunst. „Sobald du irgendwie mit irgendetwas erfolgreicher bist, besser bist oder schöner bist, dann kriegst du den Gegenwind ab“, klagt die Sängerin. Ihre Entscheidung steht felsenfest: Ein Zurück ins Rampenlicht wird es nicht geben. Den Applaus und die großen Bühnen? Vermisst sie kein bisschen. (jag)
