Nach massiven Anfeindungen wehrt sich Marina Marx gegen Vorurteile – und hat sogar eine gute Nachricht.
Schlagerstar entsetztPurer Hass nach Finanz-Drama: „Geh doch anschaffen!“

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Marina Marx ist ein gefeierter Schlagerstar. (Archivbild)

Nach ihrem öffentlichen Hilferuf wegen einer drohenden Rückzahlung von Corona-Hilfen hat sich die Schlagersängerin Marina Marx erneut zu Wort gemeldet.
Wie die 36-Jährige in einem ausführlichen Beitrag auf ihrem Instagram-Kanal mitteilte, gibt es in der Angelegenheit neue Entwicklungen: Die baden-württembergische Förderbank L-Bank habe inzwischen Kontakt zu ihr aufgenommen und angeboten, den Vorgang noch einmal eingehend zu überprüfen.
Parallel dazu lasse sie derzeit die Rechtmäßigkeit des Rückforderungsbescheids über rund 13.000 Euro anwaltlich prüfen. Die Hilfsgelder seien damals mit Unterstützung ihrer Steuerberaterin beantragt und unter dem Vorbehalt einer Schlussprüfung ausgezahlt worden.
Heftige Reaktionen und Gegenwind nach Hilferuf im Netz
Neben dem behördlichen Verfahren thematisierte Marx auch die Reaktionen auf ihr erstes Video, in dem sie über ihre Existenzängste gesprochen hatte. Neben Zuspruch sah sich die Musikerin nach eigenen Angaben mit teils extremen Anfeindungen konfrontiert.
Den Satz „Geh doch einfach arbeiten!“ habe sie in den vergangenen Tagen unzählige Male gelesen. Noch schwerer wiegen laut der Künstlerin persönliche Beleidigungen bis hin zu Kommentaren, in denen ihr nahegelegt worden sei, sich zu prostituieren, um das geforderte Geld aufzubringen. Dies habe sie tief erschüttert. „Kritik ist das eine. Respektlosigkeit das andere“, schrieb Marx dazu.
Juristische Prüfung und Debatte über Einkommen in der Kulturbranche
Vorwürfen, sich auf Kosten der Allgemeinheit auszuruhen, trat die Sängerin detailliert entgegen. Sie habe in ihrem Leben durchgehend gearbeitet – unter anderem als Friseurin, im kaufmännischen Bereich, im Lager, in der Montage sowie als Lehrerin an einer Berufsschule.
Erst kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie habe sie den Schritt in die vollständige Soloselbstständigkeit als Musikerin gewagt, ehe Absagen von Auftritten ihre Lebensgrundlage unmittelbar gefährdeten. Zudem trat sie der Annahme entgegen, dass Fernsehauftritte automatisch mit Reichtum einhergingen.
„Sichtbarkeit ist eben nicht gleich Einkommen“, betonte Marx, die mit rockigen Schlagerhits wie „One Night Stand“ oder „Der geilste Fehler“ bekannt geworden ist. Sie fordere weiterhin keine Sonderbehandlung, sondern hoffe auf eine faire Einzelfallprüfung, die auch anderen betroffenen Selbstständigen zugutekommen solle.
