Das norwegische Königshaus wankt, Skandale und Sorgen belasten die Krone. Doch beim WM-Turnier in den USA zeigt die junge Generation: Wir sind da!
Mega-Auftritt bei WMNorwegens schöne Prinzessin verzaubert die Fans

Copyright: IMAGO/Craig Mercer
Prinzessin Ingrid Alexandra von Norwegen und ihr Bruder, Prinz Sverre Magnus, auf der Tribüne des „New York New Jersey Stadium“ in East Rutherford. Vor dem WM-Gruppenspiel gegen den Senegal zeigten sich die royalen Geschwister gut gelaunt in den USA.
Aktualisiert:
Norwegens Krone macht eine schwere Zeit durch, es kriselt gewaltig. Alle Blicke richten sich daher auf die Jungen. Nach harten Monaten für die Königsfamilie steht Prinzessin Ingrid Alexandra (22) plötzlich voll im Scheinwerferlicht.
In East Rutherford, New Jersey, sah man sie am Montagabend (Ortszeit) auf der Tribüne. Zusammen mit Bruder Prinz Sverre Magnus (20) war sie beim WM-Match der Norweger gegen Senegal dabei. Die Geschwister jubelten über den 3:2-Erfolg ihres Teams. In Oslo wertet man diesen Auftritt als klares Zeichen: Die Thronfolgerin übernimmt jetzt mehr Verantwortung.
WM-Jubel in den USA: Ein Zeichen für Norwegen
Dieser Abstecher zum Fußball war aber mehr als nur Spaß. Er gehörte zu einem offiziellen Programm in Amerika, wo die royalen Geschwister die Krone repräsentieren. Auf ihrer Agenda steht außerdem eine Visite bei einer norwegisch-amerikanischen Fußballschule in Brooklyn.
Dass die 22-Jährige nun so oft auftritt, hat einen ernsten Hintergrund. Das Königshaus in der Heimat steht massiv unter Druck. Kronprinzessin Mette-Marit (52) liegt nach einer Lungentransplantation im Krankenhaus. Ihr Gatte, Kronprinz Haakon (52), hat deswegen seine Termine zurückgefahren, um für sie da zu sein.
Doch das ist nicht alles. Die Verhaftung von Mette-Marits ältestem Sohn, Marius Borg Høiby (29), sorgt für miese Schlagzeilen. Auch alte Geschichten über Verbindungen zum verurteilten Sexualverbrecher Jeffrey Epstein schaden dem Ruf der Familie. Sowohl König Harald (89) als auch Königin Sonja (88) arbeiten zwar weiter, brauchen aber dringend Unterstützung.
Sorgen um Mette-Marit und Skandal um Sohn Marius
Dabei hatte für Ingrid Alexandra gerade ein neues Kapitel begonnen. Seit August 2025 war sie für ihr Studium der Sozialwissenschaften in Australien an der University of Sydney. Wegen der Krankheit ihrer Mutter kam sie aber wieder heim nach Norwegen. Kenner der Szene sagen, die Prinzessin sei geerdet, herzlich und sehr verantwortungsvoll.

Copyright: IMAGO/Bildbyran
Prinzessin Ingrid Alexandra von Norwegen und ihr Bruder, Prinz Sverre Magnus, auf der Tribüne des „New York New Jersey Stadium“ in East Rutherford.
Caroline Vagle, eine norwegische Royal-Expertin des Magazins „Se og Hør“, ist sich sicher: Die Prinzessin hat genau das, was es jetzt braucht. Sie könne der Monarchie in dieser schwierigen Zeit wieder Halt und Hoffnung geben.
Von klein auf wird Ingrid Alexandra auf ihre große Aufgabe vorbereitet. Ein geändertes Thronfolgegesetz von 1990 macht es möglich: In Norwegen erbt das erste Kind den Thron, egal ob Junge oder Mädchen. Das bedeutet, sie wird die erste Frau an der Spitze des Landes seit vielen hundert Jahren sein.
Schon bald könnte ihre Rolle noch wichtiger werden. Das norwegische Parlament entscheidet am 3. November über eine neue Regelung in der Verfassung. Geht der Vorschlag durch, darf Prinzessin Ingrid Alexandra offiziell als Regentin einspringen. Das wäre der Fall, wenn sowohl König Harald als auch Kronprinz Haakon ausfallen. So will man sicherstellen, dass der Staat auch in Notlagen immer eine handlungsfähige Spitze hat. (jag)
