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Thron-Angst vor 21. GeburtstagPrinz Christian packt über seine Sorgen aus

Dänemarks Kronprinz Christian steht neben seiner Mutter, Königin Mary, nachdem er sein Abitur am Ordrup Gymnasium bestanden hat.

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Kronprinz Christian hat in einem Interview ungewohnt offen über seine künftige Rolle als König gesprochen. (Archivbild)

Königliche Pflicht und eigene Pläne: Dänemarks Thronfolger Christian spricht über Zweifel, Militär und Zukunft.

Zu seinem 21. Geburtstag hat Dänemarks Kronprinz Christian der Zeitung „Politiken“ ein ausführliches Interview gegeben. Darin spricht er über seine Rolle als künftiger Monarch und darüber, wie es beruflich für ihn weitergehen könnte.

Christian ist der älteste Sohn von König Frederik X. und Königin Mary. Sein Lebensweg ist vorgezeichnet, und genau das sorgt bei ihm für gemischte Gefühle. Der feste Pfad gebe ihm Sicherheit, erklärte er.

Gleichzeitig empfinde er es als einengend, dass er seiner Bestimmung nicht ausweichen könne. Das begeistere ihn genauso, wie es ihm Sorgen mache, so Christian.

Surreal finde er den Gedanken bis heute: „Ich werde bald 21 Jahre alt und weiß, dass mir unter anderem genau das bevorsteht. Das weiß ich schon seit meiner frühesten Kindheit, und meine Eltern haben mich darauf vorbereitet.“

Christian von Dänemark: Zweifel vor dem Start beim Militär

Bei seinem Vater lief es anders. Frederik wurde schon mit vier Jahren Thronfolger. Später schilderte er im Buch „En familie og dens dronning“, dass er wegen des Erwartungsdrucks unter schweren Ängsten und Depressionen litt. Christian dagegen wurde erst mit 18 Jahren offiziell Thronfolger.

Nach dem Abitur meldete er sich freiwillig zu den Gardehusaren in Slagelse. Leicht fiel ihm der Anfang dort nicht, er war stark verunsichert. Auf der Autofahrt habe sein ganzer Körper gezittert, erinnerte sich der Kronprinz. Er sei extrem nervös gewesen.

Ob er diesen Weg wirklich gehen wolle, habe er sich gefragt. Die Zweifel seien groß gewesen. Dazu kam die Angst davor, was passieren solle, wenn ihm der Dienst nicht gefalle. Am Ende habe ihn aber der Zusammenhalt unter den Kameraden überzeugt.

Kronprinz Christian: Auslandseinsatz und weitere Ausbildung denkbar

Nach den ersten Monaten verlängerte Christian seine Ausbildung beim Militär und ging an die Offiziersschule. Im Juni 2026 wurde er zum Unterleutnant befördert. Derzeit ist er Zugführer in Slagelse.

Wie es nach dem Dienst weitergeht, lässt der künftige König offen. Ein Studium an der Universität kommt für ihn infrage, ebenso eine weitere Laufbahn beim Militär. Festgelegt habe er sich noch nicht, betonte der Kronprinz. Er sei offen für alles, was komme, und schaue sich die verschiedenen Möglichkeiten an.

Mit Blick auf das Militär sagte Christian der dänischen Tageszeitung außerdem: „Sollte es zu einem Auslandseinsatz kommen und ich die Gelegenheit dazu bekäme, fände ich das auf jeden Fall interessant.“ Schon jetzt springt er bei Bedarf ein und übernimmt offizielle Vertretungsaufgaben für das Staatsoberhaupt. (jag)