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„Gott schütze Trump“Nicki Minaj schmeißt sich an US-Präsident ran

Donald Trump heißt Nicki Minaj bei der Veranstaltung „Trump Accounts“ im Andrew W. Mellon Auditorium willkommen.

Donald Trump (r) heißt Nicki Minaj bei der Veranstaltung „Trump Accounts“ im Andrew W. Mellon Auditorium willkommen.

Aktualisiert

Die Rapperin feiert Trump öffentlich – ihre Fans reagieren empört.

Ein überraschender Auftritt der US-Rapperin Nicki Minaj sorgte am Mittwoch (28. Januar 2026) für großes Aufsehen in Politik und Medien. Sie erschien bei einem Regierungsevent in Washington, D.C. An der Seite von Donald Trump betrat sie im Andrew W. Mellon Auditorium die Bühne. Dort sprach sie ihre öffentliche Unterstützung für sein neues Investitionsprogramm für Kinder, die „Trump Accounts“, aus. Die Musikerin, gekleidet in einen weißen Pelzmantel, lobte Trump überschwänglich und nannte sich selbst seinen „Fan Nummer 1“.

Nicki Minaj sorgt in Washington für eine Überraschung

Nicki Minaj küsst Donald Trump.

Bussi für Trump: Nicki Minaj schmeißt sich ran.

Bei dem Termin ereignete sich eine denkwürdige Szene: Minaj und Trump hielten minutenlang Händchen. Die „Daily Mail“ berichtete darüber und sah darin wegen der langen Acrylnägel der Rapperin und Trumps Gesundheitszustand ein mögliches Verletzungsrisiko. In ihrer Ansprache machte Minaj deutlich, dass sie sich von Kritik an ihrer politischen Meinung nicht beeinflussen lasse. Sie betrachte Trump als ein Opfer von Verleumdungskampagnen.

Sechsstellige Spende: Rapperin investiert in „Trump Accounts“

Ein wesentlicher Punkt ihres Auftritts war ein finanzielles Versprechen, das weit über symbolische Gesten hinausging. Nicki Minaj gab bekannt, dass sie eine sechsstellige Summe in die „Trump Accounts“ investieren werde. Laut Berichten soll es sich um 150.000 bis 300.000 Dollar handeln. Die staatlich geförderten Konten gehen auf den „One Big Beautiful Bill“ zurück. Jedes Kind, das zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 31. Dezember 2028 geboren wird, soll dadurch eine Startgutschrift von 1.000 Dollar bekommen.

Minajs finanzielle Unterstützung für die Kinder ihrer „Barbz“

Nicki Minaj hat Spaß.

Nicki Minaj hat Spaß.

Minaj stellte klar, dass ihr persönlicher Beitrag gezielt den Kindern ihrer treuesten Fans, den „Barbz“, zugutekommen und deren Konten aufstocken soll. Donald Trump lobte dieses Engagement ausdrücklich. Er betonte, dass Minaj trotz großem politischen Druck in der Musikbranche zu ihrer Meinung stehe. Berechnungen aus dem Umfeld der Initiative zeigen, dass die Konten durch Zinseszins-Effekte bei langfristiger Anlage bis zum 28. Lebensjahr der Kinder deutlich an Wert gewinnen könnten.

Auftritt mit Trump: Fans sind gespalten

US-Finanzminister Scott Bessent und Nicki Minaj applaudieren beim „Trump Accounts Summit“ im Andrew W. Mellon Auditorium in Washington.

US-Finanzminister Scott Bessent und Nicki Minaj applaudieren beim „Trump Accounts Summit“ im Andrew W. Mellon Auditorium in Washington.

Nicki Minajs politische Haltung entfachte sofort nach dem Event eine hitzige Diskussion in den sozialen Medien und der Unterhaltungsbranche. Konservative Kreise sowie Anhänger und Anhängerinnen von Trump feierten den Auftritt als Zeichen wachsender Unterstützung für ihn in der Popkultur. Gleichzeitig zeigten sich Teile ihrer Fangemeinde zutiefst gespalten.

Auf Plattformen wie X zeigten langjährige Fans ihr Unverständnis für die Nähe zur MAGA-Bewegung. Dies führte teilweise zu Aufrufen, die Musikerin zu boykottieren. Kritische Beobachter und Beobachterinnen merkten zudem die religiöse Rhetorik an, die Minaj am Ende ihrer Rede nutzte, als sie sagte, Gott beschütze den Präsidenten.

Die Kooperation mit Regierungsmitgliedern wie Finanzminister Scott Bessent verdeutlicht Minajs Absicht, ihre Bekanntheit zukünftig vermehrt für politische und wirtschaftliche Ziele im Einklang mit dem aktuellen Regierungskurs einzusetzen. Dies verändert ihre öffentliche Rolle grundlegend. (jag)

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