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Nicht vom Titel abschrecken lassenEiner der lustigsten Buddy-Cop-Movies der letzten Jahre läuft im Free-TV

So sehen „Taffe Mädels“ aus: Mullins (Melissa McCarthy, links) und Ashburn (Sandra Bullock) haben es faustdick hinter den Ohren. (Bild: Twentieth Century Fox Film Corp. / Gemma Lamana)

Copyright: Twentieth Century Fox Film Corp. / Gemma Lamana

So sehen „Taffe Mädels“ aus: Mullins (Melissa McCarthy, links) und Ashburn (Sandra Bullock) haben es faustdick hinter den Ohren. (Bild: Twentieth Century Fox Film Corp. / Gemma Lamana)

„Taffe Mädels“ leidet zwar unter einem dämlichen Titel, räumt dafür aber mit Vorurteilen - und Verbrechern! - auf.

Kater: Mullins (Melissa McCarthy) und Ashburn (Sandra Bullock) sind am Morgen nach dem großen Absturz noch nicht ganz leistungsfähig. (Bild: ProSieben / Twentieth Century Fox Film Corp. / Gemma Lamana)

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Kater: Mullins (Melissa McCarthy) und Ashburn (Sandra Bullock) sind am Morgen nach dem großen Absturz noch nicht ganz leistungsfähig. (Bild: ProSieben / Twentieth Century Fox Film Corp. / Gemma Lamana)

Hände hoch - und applaudieren: Nachdem Regisseur Paul Feig 2011 „Brautalarm“ auslöste, schickte er 2013 „Taffe Mädels“ (Sonntag, 25. Oktober, 22.40 Uhr, SAT.1) auf Verbrecherjagd. Auch diesmal stehen mit Sandra Bullock und Melissa McCarthy in den Hauptrollen wieder Frauen im Mittelpunkt, auch diesmal wird's wieder schreiend komisch. Entstanden ist ein ein sehr unterhaltsames Buddy-Cop-Movie, das leider einen dämlichen deutschen Titel - im Original heißt der Film „The Heat“ - verpasst bekommen hat.

Streithennen: Mullins (Melissa McCarthy, links) und Ashburn (Sandra Bullock) verstehen sich nicht eben gut miteinander, Captain Woods (Tom Wilson) muss dazwischen gehen. (Bild: ProSieben / Twentieth Century Fox Film Corp. / Gemma Lamana)

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Streithennen: Mullins (Melissa McCarthy, links) und Ashburn (Sandra Bullock) verstehen sich nicht eben gut miteinander, Captain Woods (Tom Wilson) muss dazwischen gehen. (Bild: ProSieben / Twentieth Century Fox Film Corp. / Gemma Lamana)

Agent Ashburn (Bullock) ist streng, ehrgeizig und erfolgreich: ein wahres Musterexemplar des FBI. Klar, dass so eine es auf den Chefsessel abgesehen hat. Doch bevor sie dort Platz nehmen darf, stellt ihr Vorgesetzter (Demián Bichir) ihr eine letzte Aufgabe: Sie soll einen Drogenbaron dingfest machen, der sein Geschäft von Boston aus leitet. Dumm nur, dass die Stadt das Revier von Detective Mullins (McCarthy) ist - und die stellt, klar, das komplette Gegenstück zu Ashburn dar: ein prolliges Großmaul, für das Polizeigewalt kein Dienstvergehen, sondern eine Lebenseinstellung ist. Bevor die beiden gegen das Verbrechen ins Feld ziehen, müssen sie sich also erst einmal zusammenraufen ...

Jede Menge Komik - und Knarren

Dicke Hose: Ashburn (Sandra Bullock, links) geht nie ohne Knarre aus dem Haus, Mullins (Melissa McCarthy) ist selbst eine Waffe. (Bild: ProSieben / Twentieth Century Fox Film Corp. / Gemma Lamana)

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Dicke Hose: Ashburn (Sandra Bullock, links) geht nie ohne Knarre aus dem Haus, Mullins (Melissa McCarthy) ist selbst eine Waffe. (Bild: ProSieben / Twentieth Century Fox Film Corp. / Gemma Lamana)

Auch FBI-Agentin Ashburn (Sandra Bullock, links) muss mal die Hosen runter lassen. Mullins (Melissa McCarthy) findet das aber gar nicht lustig. (Bild: ProSieben / Twentieth Century Fox Film Corp. / Gemma Lamana)

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Auch FBI-Agentin Ashburn (Sandra Bullock, links) muss mal die Hosen runter lassen. Mullins (Melissa McCarthy) findet das aber gar nicht lustig. (Bild: ProSieben / Twentieth Century Fox Film Corp. / Gemma Lamana)

Nein, die Story ist alles andere als originell. Aber die ist bei Buddy-Cop-Movies ohnehin meist zweitrangig. Hier geht's um Charaktere, Komik und Knarren. Und davon hat „Taffe Mädels“ eine Menge zu bieten. Die Chemie zwischen McCarthys Prolo-Braut und Bullocks Mustermädchen ist absolut stimmig; es fällt nicht schwer zu glauben, dass die beiden nach den Dreharbeiten tatsächlich Freundinnen wurden.

Zudem füllen die Schauspielerinnen ihre eher schablonenhaft skizzierten Charaktere ganz vortrefflich mit Leben und fügen ihnen mit leichter Hand ein paar zusätzliche Facetten zu. Die dankbarere Rolle hat dabei wohl McCarthy als Mullins, die derbste Einzeiler (“Haben Sie eigentlich ne Frau zu Hause oder nur 'nen Sack Mehl mit 'nem Loch drin?“) raushauen darf. Und die, um die Trias zu komplettieren, daheim über einen verdammt gut ausgestatteten Waffenschrank verfügt.

Dass McCarthy ihre Sache außergewöhnlich gut macht, heißt aber nicht, dass Bullock dagegen verblasst. Im Gegenteil: Die Oscar-Gewinnerin lässt alle Würde fahren und wirft sich mit Begeisterung in ihre Rolle. Erfrischend ist also weniger, dass hier zwei weibliche Cops mit Verbrechern und Vorurteilen aufräumen, sondern dass „Taffe Mädels“ vor allem damit glänzt, womit Actionkomödien glänzen sollten: mit Charakteren, Komik und Knarren. (tsch)