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MedienMeghan konfrontierte Vater mit Missbrauchsvorwürfen

Herzogin Meghan

Copyright: Jonathan Brady/PA Wire/dpa

Meghan soll ihrem Vater per Brief mitgeteilt haben, dass er seine Enkel nie treffen werde. (Archivbild)

Die Herzogin hatte seit langem ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater. Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen ihn zog sie Konsequenzen. Eine wichtige Rolle spielte dabei ein Brief im vergangenen Jahr.

Herzogin Meghan (45) hat britischen Medienberichten zufolge den Kontakt zu ihrem Vater im vergangenen Jahr abgebrochen und dabei die Missbrauchsvorwürfe gegen den 82-Jährigen als Grund angegeben.

Sie habe Thomas Markle in einem Brief zudem zu verstehen gegeben, dass er seine beiden Enkelkinder Archie (7) und Lilibet (5) niemals kennenlernen werde, berichteten die britische Boulevardzeitung „The Sun“ und der Sender BBC unter Berufung auf Personen aus Meghans Umfeld.

Philippinische Justiz ermittelt

Der Brief soll Thomas Markle demnach im Krankenhaus auf den Philippinen erreicht haben, wo er sich wegen einer Beinamputation aufhielt. Meghan soll ihrem Vater darin auch mitgeteilt haben, dass die Behörden über die Missbrauchsvorwürfe unterrichtet seien. Die beiden haben seit langem ein schwieriges Verhältnis. Thomas Markle war 2018 nicht zur Hochzeit seiner Tochter in Großbritannien gereist.

Der Vater der Herzogin soll in seinem früheren Haus auf den Philippinen eine große Menge kinderpornografischen Materials zurückgelassen haben, wie die „Sun“ unter Berufung auf dessen Sohn Thomas Markle Jr. am Freitag berichtet hatte. Markle Sr., der inzwischen wieder in den USA lebt, bestreitet die Vorwürfe.

Das philippinische Justizministerium bestätigte der dpa eine Anzeige gegen den 82-Jährigen. Zuständig sei eine Taskforce gegen Menschenhandel und sexuellen Kindesmissbrauch im Internet.

Die US-Bundespolizei FBI teilte mit, man habe Kenntnis von den Vorwürfen und werde die philippinischen Behörden gegebenenfalls unterstützen. Untersucht würden zudem alle damit zusammenhängenden Vorwürfe, die Verstöße gegen US-Bundesgesetze beträfen.

Herzogin Meghans Vater Thomas Markle im Interview

Copyright: -/Alaska TV/Channel 5/dpa

Thomas Markle bestreitet die Vorwürfe. (Archivbild)

Meghan hatte sich in einem Statement am Freitag „zutiefst bestürzt“ von den Berichten gezeigt und selbst angegeben, bereits vor Jahren von britischen Sicherheitsbehörden über „verstörende Vorwürfe“ gegen ihren Vater informiert worden zu sein.

Hätte britische Polizei handeln müssen?

Die Metropolitan Police bestätigte nach Angaben der Nachrichtenagentur PA am Samstag, ein Schreiben mit „Vorwürfen wegen mutmaßlicher Straftaten außerhalb Großbritanniens“ gegen Thomas Markle Sr. an Meghan und ihren Ehemann Prinz Harry (42) weitergeleitet zu haben.

Die Polizei habe das Schreiben 2019 erhalten, jedoch keine Details mit anderen Strafverfolgungsbehörden geteilt. Nun werde geprüft, ob die Angelegenheit der unabhängigen Polizeiaufsichtsbehörde gemeldet werden müsse. (dpa/red)