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Neues von Tante LydiaDas sind die Streaming-Tipps der Woche

Agnes (Chase Infinity aus „One Battle After Another“) ist in der Serie „The Testaments: Die Zeuginnen“ die Tochter eines privilegierten Commanders. Auf einer Schule für höhere Töchter wird sie in der „The Handmaid's Tale“-Nachfolgeserie für das Leben an der Seite eines Commanders im faschistischen, frauenfeindlichen Staat Gilead ausgebildet. (Bild: Disney+ 2026)

Copyright: Disney+ 2026

Agnes (Chase Infinity aus „One Battle After Another“) ist in der Serie „The Testaments: Die Zeuginnen“ die Tochter eines privilegierten Commanders. Auf einer Schule für höhere Töchter wird sie in der „The Handmaid's Tale“-Nachfolgeserie für das Leben an der Seite eines Commanders im faschistischen, frauenfeindlichen Staat Gilead ausgebildet. (Bild: Disney+ 2026)

Mit „The Testaments: Die Zeuginnen“ startet bei Disney+ nun die Serien-Adaption von Margaret Atwoods Nachfolgeroman zu „The Handmaid's Tale“, während Prime Video die Geschichte um „The Boys“ beendet. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.

Wer nach sechs Staffeln „The Handmaid's Tale“ noch nicht genug von Leben und Gesellschaft des dystopischen USA-Nachfolgestaates Gilead hat, findet nun bei der Serien-Adaption „The Testaments: Die Zeuginnen“ von Margaret Atwoods gleichnamigem Roman bei Disney+ eine Heimat. Es ist ein mutiger Perspektivwechsel ins Young Adult-Fach. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.

„The Testaments: Die Zeuginnen“ - Disney+

Homelander (Antony Starr, Mitte) hat Spezialaufträge für seine Vasallen The Deep (Chace Crawford, links) und Black Noir (Nathan Mitchell). (Bild: Amazon Content Services LLC)

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Homelander (Antony Starr, Mitte) hat Spezialaufträge für seine Vasallen The Deep (Chace Crawford, links) und Black Noir (Nathan Mitchell). (Bild: Amazon Content Services LLC)

Für alle, die sechs Staffeln „The Handmaid's Tale“ durchgehalten haben, ist diese neue Serie gewiss Pflichtprogramm: In „The Testaments: Die Zeuginnen“ (Start am Mittwoch, 8. April, Disney+), der Serie nach Margaret Atwoods gleichnamigem Roman, stehen nicht mehr die den wichtigen Männern der Gesellschaft dienenden Mägde im Mittelpunkt, sondern höhere Töchter an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Zu Beginn der Serie lernt man die fromme Agnes (Chase Infinity aus „One Battle After Another“) kennen. Sie ist die Tochter eines privilegierten Commanders, lebt mit einer latent bösartigen Stiefmutter Pauila (Amy Seimetz aus „Sweet Tooth“) und besucht Aunt Lydias (Anne Dowd) Schule für höhere Töchter.

Dort lernt man jedoch nichts über Literatur, Gesellschaft oder Naturwissenschaften, sondern wird zu einer Art Edelhausfrau erzogen. Zu Beginn der zehnteiligen ersten Staffel, die mit drei Episoden startet und dann mit Einzelfolgen bis Mittwoch, 27. Mai, fortgesetzt wird, bekommt Agnes einen Schützling an ihre Seite gestellt: Es ist Daisy (Lucy Halliday), ein sogenanntes „Pearl Girl“ wie Konvertiten bezeichnet werden, die aus einem Land außerhalb Gileads kommt, sich aber für den Weg des streng religiösen Staates entschieden haben.

Die beiden Teenager stehen neben einigen anderen Mädchen aus der Klasse im Fokus der Erzählung, auch wenn es daneben etliche erwachsene Figuren gibt. Margaret Atwood, die an der Serie verantwortlich mitarbeitete, hatte bereits ihren späten Nachfolge-Roman „The Testaments“ (2019) zu „The Handmaid's Tale - Der Report der Magd“ (1985) literarisch ganz anders angelegt. Das Werk gilt als deutlich zugänglicher, Plot-getriebener und vom Ton einfach „jünger“. Auch wenn Atwood nie sagte, dass sie bewusst einen Young Adult-Roman über das Leben in einem religiös definierten, frauenfeindlichen Faschismus-Staat schreiben wollte, sah die kluge Kanadierin sicher genau diesen Effekt: Wenn viele junge Menschen fasziniert vom Buch oder der neuen Serie „The Testaments“ sind, werden sie sich entsprechend Gedanken über die deutlich spürbaren restriktiven Tendenzen vor allem in den gegenwärtigen USA machen.

„The Boys“ - Prime Video

Malcom (Frankie Muniz, Mitte) muss mit seinen Brüdern (oben, von links: Christopher Masterson, Justin Berfield, Caleb Ellsworth-Clark) zum Hochzeitstag von Hal (Bryan Cranston) und Lois (Jane Kaczmarek) antanzen. (Bild: Disney)

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Malcom (Frankie Muniz, Mitte) muss mit seinen Brüdern (oben, von links: Christopher Masterson, Justin Berfield, Caleb Ellsworth-Clark) zum Hochzeitstag von Hal (Bryan Cranston) und Lois (Jane Kaczmarek) antanzen. (Bild: Disney)

Man weiß in der absolut irren Comicverfilmung „The Boys“ (Vorlage Garth Ennis, „Preacher“) ja nie so recht, was zuerst da war: die Realität oder die Fiktion. Ging es anfangs um die menschlichen Makel von Superhelden, beschäftigte sich die Serie zunehmend mit der Dekonstruktion der US-Gesellschaft. Und so kommt in der finalen fünften Staffel (ab Mittwoch, 8. April, bei Prime Video), was kommen musste: Der oberste Superheld Homelander (Antony Starr) hält das ganze Land im Würgegriff - und nur eine Handvoll Versprengter kann dem Narzissten noch die Stirn bieten.

Homelander hat sich die Macht gesichert, wirtschaftlich und politisch. Gegner lässt er bei Razzien verhaften und in „Freedom Camps“ stecken: Freiheit macht frei, steht über den Eingangstoren. Und auch sonst ist der Faschismus allgegenwärtig.

Nicht nur die mit aktuellem Kontext aufgeladenen Gewaltorgien machen das Finale von „The Boys“ düster und trübsinnig. Die vom kantigen Butcher (Karl Urban), der abtrünnigen Superheldin Starlight (Erin Moriarty) und dem nicht mehr ganz so schüchternen Normalo Hughie (Dennis Quaid) angeführten Versprengten müssen sich fragen, wie viel Menschlichkeit sie sich noch leisten wollen im Kampf gegen eine Macht, die die Menschlichkeit ausmerzen will.

„Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer“ - Disney+

Hollywood-Star Reef Hawk (Keanu Reeves) hat eigentlich alles - bis ein Erpresser ihn mit einem Video bedrängt, das seine Karriere beenden könnte.  (Bild: Apple)

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Hollywood-Star Reef Hawk (Keanu Reeves) hat eigentlich alles - bis ein Erpresser ihn mit einem Video bedrängt, das seine Karriere beenden könnte. (Bild: Apple)

Da sind sie also wieder, älter zwar, aber immer noch genauso chaotisch wie früher: Bei Disney+ gibt es ab Freitag, 10. April, in „Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer“ eine kleine, aber feine Wiedersehensparty mit einer der schrägsten Familien der TV-Geschichte. In vier Folgen muss sich das ehemalige Wunderkind Macolm (Frankie Muniz) knapp 20 Jahre nach dem Ende der Originalserie mit seinen Eltern und seinen Geschwistern zusammenraufen.

Einfach ist das nicht, Malcolm hat sich verkrümelt und lebt in sicherer Entfernung zum Chaos sein eigenes Leben: mit Tochter Leah (Keeley Karsten) und Freundin Tristan (Kiana Madeira). Doch die Ruhe währt nicht lange: Papa Hal (Bryan Cranston) und Mama Lois (Jane Kaczmarek) wollen ihren 40. Hochzeitstag groß feiern - und beordern Malcolm und seine Geschwister zurück. Widerstand ist zwecklos, das weiß Malcolm von früher. Also fügt er sich seinem Schicksal - für das Revival einer Kultserie, das vor allem von seinem hohen Nostalgiefaktor lebt. Wirklich erwachsen geworden scheint hier jedenfalls niemand zu sein.

Neben Malcolm und seinen Eltern werden auch zwei seiner Brüder von den altbekannten Darstellern gespielt: Christopher Masterson ist wieder als Erstgeborener Francis und Justin Berfield als Zweitgeborener Reese zu sehen. Die Rolle von Malcolms jüngerem Bruder Dewey musste derweil umbesetzt werden: Erik Per Sullivan, der die Rolle von 2000 bis 2006 spielte, hat der Schauspielerei inzwischen den Rücken gekehrt. Stattdessen wird Dewey nun von Caleb Ellsworth-Clark gespielt.

„Outcome“ - Apple TV

Reef Hawk (Keanu Reeves) hat eigentlich alles: Seit 40 Jahren ist er Amerikas Nummer-eins-Filmstar - bis ein Erpresser ihn mit einem Video bedrängt, das seine Karriere beenden könnte. Mit der Hilfe seiner Freundin Kyle (Cameron Diaz), seines Kumpels Xander (Matt Bomer) und seines Anwalts (Jonah Hill) startet Reef im Apple-Film „Outcome“ (ab Freitag, 10. April) eine Selbstfindungsreise mit einem Ziel: Wiedergutmachung.

Dafür muss er all diejenigen Menschen aufsuchen, die er in der Vergangenheit womöglich verletzt haben könnte. Neben den bereits genannten Stars sind unter anderem Laverne Cox, David Spade, Susan Lucci sowie Martin Scorsese in Nebenrollen zu sehen. Das Drehbuch zum Film wurde von Darsteller und Regisseur Jonah Hill in Zusammenarbeit mit Ezra Woods verfasst.

„Outcome“ ist eine schwarze Komödie mit satirischen Elementen, die sich um die individuelle Auseinandersetzung mit Schuld und Selbstfindung dreht. Für Keanu Reeves und Cameron Diaz ist es der erste gemeinsame Film seit der Gangsterkomödie „Minnesota“ aus dem Jahr 1996. (tsch)

Aller Anfang ist schwer. Das müssen die Talente beim Casting von „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) erfahren - und das kann auch Dieter Bohlen aus eigener Erfahrung bestätigen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

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