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Vermisste Kölner StudentinNeue Hinweise im Fall Dagmar Knops nach „XY“

Dagmar Knops

Copyright: Polizei Mönchengladbach

Bewegung im Vermisstenfall Dagmar Knops. (Archivbild)

Kölner Studentin seit 1988 vermisst: Nach TV-Fahndung prüfen Ermittler Hinweise auf Übergriffe auf Frauen.

Bewegung im Vermisstenfall Dagmar Knops: Es gibt neue Ermittlungsansätze. Seit März 1988 fehlt von der jungen Frau jede Spur. Den Anstoß gab die jüngste Ausgabe der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ am Mittwochabend. Bekannt gemacht hat das der Sender auf seiner Website.

Dagmar Knops war damals 22 Jahre alt und studierte in Köln. Nach einem Abend in einer Gaststätte in Kempen am Niederrhein verlor sich ihre Spur komplett. Für die Kriminalpolizei steht fest: Die junge Frau wurde Opfer eines Gewaltverbrechens.

Zwei anonyme Briefe erreichten die Behörden seinerzeit. Welche Bedeutung sie haben, beschäftigt die Ermittler bis heute. Jetzt nehmen sie zusätzlich mögliche Paralleltaten ins Visier.

Fall Dagmar Knops: Gab es weitere Übergriffe in Kempen?

Nach Angaben der Redaktion ging es am Telefon hoch her, da die Leitungen „kaum stillstanden“. Gleich nach der Ausstrahlung meldeten sich Zeugen mit konkreten Aussagen bei den Kriminalbeamten. Darunter war laut ZDF auch ein Hinweis auf eine Straftat, die sich damals im selben räumlichen Umfeld ereignet haben könnte.

Die Ermittler wollen nun gezielt weitere Betroffene finden. In der Sendung richteten sie einen klaren Appell an mögliche Zeuginnen: „Die Ermittler möchten alle Frauen ermutigen, sich zu melden, wenn sie Ende der 1980er-Jahre in Kempen von einem unbekannten Mann belästigt oder bedrängt wurden.“

„Aktenzeichen XY“: Auch in anderen Fällen helfen Zuschauer

Ob die gemeldeten Vorfälle direkt mit der Tat am Niederrhein zusammenhängen, prüfen die Ermittlungsbehörden derzeit. Mit der Fahndung nach Dagmar Knops startete die Sendung. Doch auch bei anderen ungeklärten Kriminalfällen verzeichnete die Polizei wichtige Hinweise von Zeugen.

Beispiel Dortmund: Dort wurde 2025 eine 88-Jährige brutal überfallen, der Täter riss ihr die Handtasche weg. Ein Zeuge meldete sich jetzt mit einem Foto. Das wird nun mit der Täterbeschreibung abgeglichen.

Schockierend ist ein Fund nahe Glücksburg an der Ostsee. Ein menschlicher Torso war dort in einen Matratzenbezug und in Müllbeutel verpackt worden. Zu beidem gingen nach der Sendung konkrete Angaben ein.

Weiter hoffen die Behörden auch auf neue Erkenntnisse im Fall Sven Hollstein. Der damals sechsjährige Junge wird seit 1985 aus Ludwigshafen vermisst. Bei der Kriminalpolizei Ludwigshafen meldeten sich nach der Ausstrahlung allerdings lediglich drei Zuschauer. Eine heiße Spur ist bislang nicht darunter.

Ein Hinweis lässt aber aufhorchen: Ein Anrufer äußerte den Verdacht, der Junge könnte einbetoniert worden sein – weil damals im Wohnumfeld gebaut wurde. Die Ermittler gehen dem jetzt nach. (red)