Nach den ersten Auftritten beim ESC 2026 in Wien hat sich die Stimmung auf Polymarket gedreht. Für Deutschland gibt es sogar gute Nachrichten.
Nach Auftritt von Sarah EngelsESC-Stimmung dreht sich – gut für Deutschland!

Copyright: AFP
Begeisterte nicht nur Köln mit ihrem Auftritt: Sarah Engels beim ESC-Finale.
Aktualisiert:
Während auf der Bühne der Wiener Stadthalle am Samstagabend (16. Mai) noch performt wird, laufen auf der Wettplattform Polymarket die Prognosen auf Hochtouren – und zwar nicht nur für den Sieg, sondern auch für den letzten Platz.
Das Ergebnis ist so überraschend wie eindeutig: Großbritannien gilt mit 45 Prozent als klarer Favorit auf das Tabellenende. Nach dem Auftritt von Look Mum No Computer („Eins, Zwei, Drei“) stieg die Chance auf den allerletzten Platz sogar noch einmal um weitere 26 Prozent. Die Computer-Show konnte offenbar so gar nicht überzeugen!
Deutschland rückt nach Sarah Engels Auftritt nach vorne
Damit trifft es ausgerechnet das Land, das beim ESC 2022 mit Sam Ryder sensationell Zweiter wurde und seitdem als Rückkehr einer einst belächelten ESC-Nation gefeiert wurde. Die Bieter auf Polymarket sehen das offenbar anders – der britische Act steht mit Abstand am schlechtesten da.

Copyright: AFP
Hat beste Chancen auf den letzten Platz: Sam Battle alias Look Mum No Computer beim ESC-Finale.
Noch peinlicher könnte es für Österreich werden: Der Gastgeber des diesjährigen ESC liegt mit 27 Prozent auf dem zweiten Platz im Letzter-Ranking – ein Szenario, das die Organisatoren lieber nicht eintreten sähen. Belgien folgt mit 17 Prozent auf Rang drei der letzten Plätze.
Für Deutschland hingegen gibt es nach dem Auftritt von Sarah Engels gute Nachrichten. Vor wenigen Stunden lag Deutschland noch deutlich höher im Letzter-Ranking – nach ihrer Performance ist die Wahrscheinlichkeit auf zehn Prozent gesunken, ein Minus von satten neun Prozentpunkten. Die Bieter haben Engels' Auftritt also offenbar positiv bewertet.
Dass Deutschland in den Top 10 landet, glaubten vor dem Auftritt von Sarah Engels nur fünf Prozent der Bieter – kurz nach ihrer Performance stieg der Wert immerhin um einen Prozentpunkt.
Das sind die Favoriten auf den Sieg
Kurz vor dem Start von ESC galt Finnland als haushoher Favorit. Das finnische Duo Linda Lampenius & Pete Parkkonen tritt mit einem Disco-lastigen Song an und hat bereits im ersten Halbfinale mit 67 Prozent Favoritenquote dominiert.
Beim reinen Jury-Votum sehen die Märkte Australien vorn (54 Prozent), während beim Televote – also der Publikumswertung – Israel mit 54 Prozent als klarer Favorit gilt. Der Gesamtsieger ergibt sich aus beiden Wertungen zusammen, was das Rennen noch offen hält.
Wie Polymarket funktioniert
Auf Polymarket handeln Nutzer mit echtem Geld auf den Ausgang von Ereignissen. Der Preis eines Anteils spiegelt die kollektive Einschätzung wider: 45 Prozent für Großbritannien bedeutet, dass die Wettenden eine Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent zuschreiben, dass das Land auf dem letzten Platz landet. Die Märkte verändern sich in Echtzeit – jeder neue Auftritt kann die Kurse bewegen. (mg)

