Sorge um Mette-Marit, Skandale: Die Krone wackelt
Mette-Marit schwer krankKronprinz Haakon bricht Reise ab, auch Tochter eilt heim
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Kronprinz Haakon spult seit Wochen und Monaten pflichtbewusst ein offizielles Engagement nach dem anderen ab. Doch gedanklich ist der norwegische Thronfolger meilenweit entfernt: Seine lungenkranke Gattin, Kronprinzessin Mette-Marit, ist in einem schlechten Zustand – einem sehr schlechten, wie er bei einer Visite in Japan diese Woche klarstellte.
Aus diesem Grund beendete er die Reise einen Tag früher. «Ich fühle mich weit weg von daheim», äußerte Haakon gegenüber der Presse. «Es ist wichtig, nach Hause zu kommen und mit Mette zusammen zu sein.» Auch Erbprinzessin Ingrid Alexandra plant, ihren Studienaufenthalt in Sydney, Australien, zu pausieren, um ihrer Mutter beizustehen.
Nicht nur die Krankheit: Skandale erschüttern die Familie
Im Dezember gab der Palast bekannt, dass Mette-Marit auf absehbare Zeit eine Spenderlunge benötigen wird. Berichten zufolge hat sich der Gesundheitszustand der Kronprinzessin seitdem stetig verschlechtert. Die Belastung durch diverse Skandale, die die Norwegerin und ihre Angehörigen in den letzten Monaten erschütterten, hat die Situation vermutlich verschlimmert.

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Ingrid Alexandra (Mitte) kehrt nach Hause zurück, um bei ihrer Mutter Mette-Marit (rechts) zu sein. Und sicher auch, um Papa Haakon (links) bei seinen Aufgaben zu unterstützen. (Archivbild)
Ihr ältester Sohn Marius Borg Høiby, den sie aus einer früheren Beziehung in die Heirat mit Haakon einbrachte, sah sich mit Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht konfrontiert. Auch Mette-Marit selbst geriet in die Schlagzeilen und zog den Zorn ihrer Landsleute auf sich: Akten im Fall Jeffrey Epstein offenbarten pikante Details zur Beziehung der Kronprinzessin mit dem Sexualstraftäter.
„Wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war“
«Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war», erklärte Mette-Marit im norwegischen TV, nachdem sie ihre langjährige Freundschaft zu Epstein monatelang unkommentiert ließ. Viele Norweger empfinden dieses Verhalten jedoch als naiv, wenn nicht mehr. Einige sind sogar der Ansicht, sie sei als künftige Königin nicht mehr würdig.
Aber es gibt auch viel Mitgefühl für die schwer erkrankte Frau. Die Diagnose Lungenfibrose erhielt Mette-Marit im Jahr 2018 – eine unheilbare Erkrankung, die Atemnot, Kurzatmigkeit und Husten mit sich bringt. Bei ihren seltenen öffentlichen Auftritten war die Kronprinzessin zuletzt meist auf ein Sauerstoffgerät angewiesen. «Wir müssen einfach versuchen, so gut wie möglich damit umzugehen», gab sich Haakon zuversichtlich. Doch diese Fassade bröckelt sichtlich.

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Kronprinz Haakon steht Rede und Antwort zu Krisen und Krankheiten. (Archivbild)
Kronprinz Haakon trägt die Last fast allein
Mittlerweile entsteht der Eindruck, dass die Hauptlast der Monarchie ganz allein auf seinen Schultern ruht. Seine Eltern, König Harald V. und Königin Sonja, nähern sich beide der 90 und kämpfen immer wieder mit gesundheitlichen Beschwerden. Königin Sonja musste kürzlich zweimal in Folge wegen Herzbeschwerden in eine Klinik. König Harald trägt ebenso einen Herzschrittmacher wie seine 94-jährige Schwester, Prinzessin Astrid, die trotz ihres Alters aushilft, wo immer es geht.
Eine Abdankung ist für König Harald V. trotz seines fortgeschrittenen Alters bisher keine Option, was seinen Sohn sichtlich mit Stolz erfüllt. «Ich finde es beeindruckend, wie der König und die Königin weiterhin ihre offiziellen Aufgaben wahrnehmen», sagte der Kronprinz unlängst. «Und ich finde, sie machen viel mehr, als man erwarten kann.» Ohne seine Eltern wäre Haakon wohl auch ziemlich aufgeschmissen: Seine Frau ist schwer krank, die gemeinsamen Kinder, Erbprinzessin Ingrid Alexandra (22) und Prinz Sverre Magnus (20), sind noch jung und Ingrid Alexandra studiert eigentlich gerade in Australien.

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Ist in letzter Zeit ziemlich gestraft: die norwegische Königsfamilie - hier Weihnachten 2024. (Archivbild)
Steht die norwegische Monarchie auf dem Spiel?
Die vorübergehende Heimkehr von Tochter Ingrid Alexandra (22) könnte ein Zeichen dafür sein, wie kritisch die Lage um Mette-Marit tatsächlich ist – und wie dringend Haakon Entlastung benötigt. Denn eines ist deutlich: Es geht hier nicht nur um die Bewältigung der familiären Krisen und Krankheiten, sondern um nichts Geringeres als die Zukunft der norwegischen Monarchie.
Bisher war die Loyalität der meisten Norweger zu ihrem Königshaus ungebrochen, was stark mit der Beliebtheit des Monarchen zusammenhängt. Doch mit der nachfolgenden Generation ist nun erhebliche Unruhe in die royale Familie gekommen. Laut einer neuen Umfrage im Auftrag des Senders NRK befürworten nur noch 64 Prozent der Norweger die Monarchie. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 lag die Zustimmung noch bei 81 Prozent.
Jeder dritte Norweger ist laut dieser Erhebung der Meinung, dass die Monarchie nach König Harald enden sollte. Insbesondere die jüngere Generation äußert sich kritisch: Bei den 18- bis 29-Jährigen spricht sich nur noch rund die Hälfte dafür aus, die Monarchie nach Haralds Ära fortzusetzen. Für den Thronfolger sind das düstere Aussichten – und es deutet nichts darauf hin, dass die Bürde, die er trägt, bald leichter werden könnte. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
