Schock für Mette-Marit: Sohn darf nicht aus der Haft.
Nächster Schlag für sieMette-Marits Sohn darf trotz ihrer Krankheit nicht aus der Haft

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Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit stand im Frühjahr unter anderem wegen Vergewaltigung vor Gericht. (Archivbild)
Ein harter Rückschlag für Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit. Ihr Sohn Marius Borg Høiby wird nicht aus der Untersuchungshaft entlassen, um bei seiner todkranken Mutter zu sein. Ein Berufungsgericht hat die Freilassung gestoppt.
Laut Berichten aus Norwegen kam ein Berufungsgericht zu der Einschätzung, dass „weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, dass Høiby im Falle seiner Freilassung neue Straftaten begehen werde“. Aus diesem Grund muss der Sohn von Mette-Marit in Haft bleiben.
Freilassung gestoppt – Staatsanwaltschaft legte Widerspruch ein
Zuvor gab es einen Hoffnungsschimmer für Marius Borg Høiby. Er hatte darum gebeten, freigelassen zu werden, um seiner lebensgefährlich erkrankten Mutter beistehen zu können. Ein Osloer Gericht bewilligte seinen Antrag am Montag (10. Juni 2026). Die Staatsanwaltschaft erhob jedoch sofort Widerspruch – und setzte sich durch.
Nach dem Urteil des Berufungsgerichts steht Høiby nun der Weg zum Obersten Gerichtshof offen. „Wir sind sehr, sehr enttäuscht und verstehen den Beschluss nicht“, erklärte seine Anwältin Ellen Holager Andenæs gegenüber dem Sender NRK.
Vergewaltigungsvorwürfe: Urteil gegen Høiby wird am Montag erwartet
Die Anschuldigungen gegen den ältesten Sohn der Kronprinzessin sind gravierend. Bereits am kommenden Montag wird das Urteil im Verfahren gegen Høiby gesprochen. Ihm werden 40 Straftaten zur Last gelegt. Unter anderem soll er vier Frauen nach norwegischem Gesetz im Schlaf vergewaltigt haben. Die Anklage verlangt sieben Jahre und sieben Monate Freiheitsentzug.
Das Verfahren gegen ihren Sohn stellt eine enorme zusätzliche Bürde für Mette-Marit dar, die parallel zu ihrer Erkrankung auch den Skandal um ihre Bekanntschaft mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bewältigen musste.

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Marius (rechts) will aus der Haft freikommen, um seiner Mutter Mette-Marit (links) beizustehen. (Archivbild)
Mette-Marit hofft auf eine Spenderlunge
Die Kronprinzessin ist an der unheilbaren Lungenfibrose erkrankt. In der vergangenen Woche wurde sie daher auf die Warteliste für eine Lungentransplantation aufgenommen. Ein dramatischer Vorgang: Norwegischen Medien zufolge ist die Bedingung hierfür, dass die Lebenserwartung eines Patienten ohne ein Spenderorgan bei höchstens einem Jahr liegt. Im täglichen Leben ist die Gattin von Kronprinz Haakon mittlerweile auf ein Sauerstoffgerät angewiesen.
Ihre gesundheitliche Verfassung hatte sich jüngst derart verschlechtert, dass Erbprinzessin Ingrid Alexandra ihr Studium in Australien pausierte und heimgereist ist. Ebenso verkürzte Kronprinz Haakon einen Aufenthalt in Japan, um seiner Gattin beizustehen.
Høiby: „Jeder Besuch von Mama im Gefängnis könnte der letzte sein“
Während eines Gerichtstermins in Oslo brachte Høiby seine Notlage zum Ausdruck: „Da drinnen zu sitzen, während Mama so krank ist, ist nicht auszuhalten“, wurde er von der Zeitung „Verdens Gang“ zitiert. Er fürchte, jeder ihrer Besuche im Gefängnis könne der letzte sein.
Das Gericht der ersten Instanz hatte diese emotionale Ausnahmesituation gewürdigt. „Die Fortsetzung der Inhaftierung wäre nicht nur für Høiby, sondern auch für seine Mutter in der ohnehin schwierigen Lage, in der sie sich befinden, sehr belastend“, stand in der Urteilsbegründung. Ein vorheriger Versuch, eine Freilassung mit elektronischer Fußfessel zu erwirken, war schon im Mai erfolglos geblieben. (dpa/red)
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