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Drama um Mette-Marit Warum der Palast zur Lungen-OP schweigen MUSS

Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen hustet.

Copyright: IMAGO/PPE

Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen wartet auf ihre Transplantation. (Archivbild)

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Sie braucht dringend eine neue Lunge und steht auf der Warteliste. Doch eine gute Nachricht darf der Hof nicht einfach verkünden.

Für das norwegische Königshaus ist es eine Zerreißprobe, sowohl menschlich als auch rechtlich: die anstehende Lungen-Operation von Kronprinzessin Mette-Marit. Am Freitag kam die offizielle Bestätigung: Die 52-Jährige, Gattin von Kronprinz Haakon, leidet an unheilbarer Lungenfibrose und wartet auf ein Spenderorgan. Jetzt geht es vor allem um eine Frage: Wie kann die absolute Geheimhaltung gewahrt werden?

Mette-Marit ist nicht die Einzige, die hofft

Die Kronprinzessin teilt ihr Schicksal mit acht weiteren Menschen in Norwegen, die ebenfalls auf eine neue Lunge hoffen, wie die „Bild“-Zeitung meldet. Der Zeitpunkt für den Eingriff ist dabei völlig ungewiss, denn ein geeignetes Organ kann jeden Moment gefunden werden.

In dem skandinavischen Staat gilt zwar die Widerspruchsregelung, bei der jeder Mensch nach seinem Ableben zum Spender wird, es sei denn, er hat dies zu Lebzeiten abgelehnt. Trotzdem gibt es nur wenige Spenderlungen. Wer ein Organ bekommt, entscheidet sich allein nach medizinischer Notwendigkeit, der Passgenauigkeit des Gewebes und anderen ärztlichen Faktoren.

Ein Gesetz zwingt den Palast zur Geheimhaltung

Die wahre Zwickmühle für den Hof entsteht aber erst nach der Operation. Norwegens Organspende-Gesetze fordern absolute Anonymität. Das bedeutet: Die Angehörigen des Spenders erfahren nicht, wem geholfen wurde, und der Empfänger kennt niemals den Namen des Verstorbenen.

Diese Geheimhaltung ist in einem Land wie Norwegen mit wenigen Einwohnern eine riesige Aufgabe, gerade heute im Internet-Zeitalter. Meldungen über Unfälle oder Todesfälle verbreiten sich oft rasend schnell. Norwegen arbeitet zwar mit Schweden und Dänemark zusammen, das Organ könnte also auch von dort kommen. Aber selbst dann wäre es theoretisch möglich, durch Recherche eine Verbindung herzustellen.

Wann darf das Volk endlich aufatmen?

Das Ergebnis für den Palast ist eine komplette Informationssperre, obwohl das ganze Land mitfiebert. Jede schnelle Meldung über eine gelungene OP oder Mette-Marits Besserung wäre ein Puzzlestück, das am Ende auf die Spenderin oder den Spender hindeuten könnte.

Kronprinzessin Mette-Marit

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Kronprinzessin Mette-Marit (Archivbild)

Das Königshaus und die Klinik Rikshospitalet in Oslo machten in einer gemeinsamen Erklärung die rechtliche Lage unmissverständlich klar. Demnach ist es per Gesetz untersagt, Details zu verraten, die eine Verbindung zwischen spendender und empfangender Person herstellen könnten. Man werde nach dem Eingriff daher „sehr sorgfältig prüfen“, zu welchem Zeitpunkt eine Mitteilung an die Öffentlichkeit ohne Gefahr für die Anonymität gemacht werden kann. Es steht also in den Sternen, wann die Norweger eine erlösende Nachricht erhalten. (jag/red)

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