Mel Brooks wird 100Diese fünf Filme des Parodie-Großmeisters sollten Sie kennen

Szene aus Mel Brooks großartiger Satire „Frühling für Hitler“: Der gerissene Broadway-Produzent Max Bialystock (Zero Mostel, links) versucht den harmlosen Buchprüfer Leo Bloom (Gene Wilder) zu einem gemeinsamen Geschäft zu überreden. (Bild: ZDF / ARD Degeto)

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Szene aus Mel Brooks großartiger Satire „Frühling für Hitler“: Der gerissene Broadway-Produzent Max Bialystock (Zero Mostel, links) versucht den harmlosen Buchprüfer Leo Bloom (Gene Wilder) zu einem gemeinsamen Geschäft zu überreden. (Bild: ZDF / ARD Degeto)

Keiner drehte so schöne Filmparodien wie Mel Brooks. Nun wird der Komiker und Filmemacher 100. Wir zeigen aus diesem Anlass, welche fünf seiner Filme Sie unbedingt gesehen haben sollten.

Phänomene auf die Schippe nehmen, gerne aus der Sphäre des Kinos, darin ist er bis heute unnachahmlich. Ob „Der wilde wilde Westen“, „Frankenstein Junior, „Höhenkoller“, „Spaceballs“ oder „Dracula - Tot aber glücklich“ - kein Genre war vor den Spitzen des Komikers und Filmemachers jemals sicher. „Ich wurde geboren, um Menschen zum Lachen zu bringen, also tue ich das“, sagt Brooks in der Dokumentation „Mel Brooks: The 99 Year Old Man!“.

Nie war der Wilde Westen wilder als in Mel Brooks „Der wilde wilde Westen (1994). (Bild: Warner Bros.)

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Nie war der Wilde Westen wilder als in Mel Brooks „Der wilde wilde Westen (1994). (Bild: Warner Bros.)

Das tut er noch immer und im hohen Alter. Am 28. Juni vollendet Brooks sein 100. Lebensjahr, als aktiver Schauspieler. Vor zwei Jahren war er in einer Folge des Serienhits „Only Murders in the Buildung“ zu sehen, und just hat er mit „Spaceballs: The New One“ die Fortsetzung seines Kultfilms aus den 80-ern abgedreht. Wieder spielt er den Präsidenten Skroob und den weisen Joghurt. Ein Ereignis. Und natürlich ließ er es sich nicht nehmen. die lang erwartete „Star-Wars“-Parodie selbst zu vermarkten. „Nach 40 Jahren fragten wir uns, was die Zuschauer sehen sollen“, sagte er in einem Teaser zum Film. „Und dann drehten wir diesen Film.“

Soll heißen: Dann drehten sie diesen Schrottfilm. Wie gut oder wie schlecht „Spaceballs: The New One“ unter der Regie von Josh Greenbaum wirklich ausgefallen sein wird, muss sich noch zeigen. Die Komödie mit vielen Darstellern aus dem Original, allen voran der endlich auf die Schauspielbühne zurückkehrende Rick Moranis, erscheint im Frühjahr nächsten Jahres in den Kinos - pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum des 80er-Klassikers. Am Original, aber auch an Brooks Filmen wird sich die Komödie so oder so messen müssen. Brooks drehte seit Ende der 1960er-bis Mitte der 1990er elf Spielfilme, welche sollte man unbedingt gesehen haben?

Frühling für Hitler (1968)

Dr. Frederick Frankenstein (Gene Wilder, links), pardon: Fronkenstein mit seiner Schöpfung, dem Monster (Peter Boyle). „Frankenstein Junior“ ist der dritte und letzte Film, den Mel Brooks und sein kongenialer Partner Wilder gedreht haben. (Bild:  20th Century Studios)

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Dr. Frederick Frankenstein (Gene Wilder, links), pardon: Fronkenstein mit seiner Schöpfung, dem Monster (Peter Boyle). „Frankenstein Junior“ ist der dritte und letzte Film, den Mel Brooks und sein kongenialer Partner Wilder gedreht haben. (Bild: 20th Century Studios)

Mel Brools absurdes Regiedebüt. Das parodistische Element ist in „Frühling für Hitler“ (1968) noch nicht so ausgeprägt wie in seinen späteren Filmen, der Hang des Regisseurs zur Satire kommt aber voll zur Entfaltung. In der Komödie steht die Frage im Mittelpunkt: Wie würde Hitler in der Gegenwart wahrgenommen?

Ein Broadway-Produzent und ein Buchprüfer wollen kräftig absahnen, indem sie Geld bei Investoren einsammeln und dann ein billiges Musical auf die Bühne bringen. Doch das Stück über Adolf Hitler, das eigentlich scheitern sollte, wird zu einem Riesenerfolg. Mit „Frühling für Hitler“ begann Brooks kongeniale Zusammenarbeit mit Gene Wilder, für das Originaldrehbuch, das er ebenfalls verantwortete, erhielt er einen Oscar.

Der wilde wilde Westen (1974)

Der Psychiater Richard Thorndyke (Mel Brooks) muss in „Höhnenkoller“ (1977) hoch hinaus, um sich seinen Ängsten zu stellen. (Bild:  20th Century Studios)

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Der Psychiater Richard Thorndyke (Mel Brooks) muss in „Höhnenkoller“ (1977) hoch hinaus, um sich seinen Ängsten zu stellen. (Bild: 20th Century Studios)

Unschwer zu erkennen, was bei „Der wilde wilde Westen“ (auch bekannt als „Is' was, Sheriff?“ oder als „Mel Brooks' Blazing Saddles“) auf der Schippe lag. Jawohl, nie war der Wilde Westen wilder als hier. Der großartige Gene Wilder spielt den alkoholabhängigen Revolverhelden Kid the Kid (wer damit wohl gemeint ist!), der den Einwohnern eines kleinen Kaffs im Kampf gegen einen skrupellosen Politiker zur Hilfe kommt.

Kann Präsident Skroob (Mel Brooks, rechts), Herrscher des Planeten Spaceball, seinem Raumschiff-Kommandanten Lord Helmchen (Rick Moranis) vertrauen? Mit „Spaceballs“ gelang Brooks eine aberwitzige „Star Wars“-Parodie.   (Bild: kabel eins / Metro-Goldwyn-Mayer)

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Kann Präsident Skroob (Mel Brooks, rechts), Herrscher des Planeten Spaceball, seinem Raumschiff-Kommandanten Lord Helmchen (Rick Moranis) vertrauen? Mit „Spaceballs“ gelang Brooks eine aberwitzige „Star Wars“-Parodie. (Bild: kabel eins / Metro-Goldwyn-Mayer)

„Der wilde wilde Westen“ steht zu Unrecht im Schatten von Brooks' bekannteren Filmen, immerhin wählte das American Film Institute die aberwitzige Western-Parodie auf Platz sechs der besten Komödien aller Zeiten. Yee-haw.

Frankenstein Junior (1974)

Ein Meister der Parodie: Mel Brooks feiert am 28. Juni seinen 100. Geburtstag.  (Bild: Presley Ann/Getty Images for TCM)

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Ein Meister der Parodie: Mel Brooks feiert am 28. Juni seinen 100. Geburtstag. (Bild: Presley Ann/Getty Images for TCM)

Auf der Liste „100 Laughs“ der renommierten Filmeinrichtung findet sich auch die dritte Zusammenarbeit von Brooks und Wilder: Auf Platz 13 steht dort „Frankenstein Junior“ (1974). In der brillanten Schwarzweiß-Komödie nimmt Brooks den Frankenstein-Mythos aufs Korn, wie er in Kino und TV zum Ausdruck kam.

Wilder spielt Dr. Frederick Frankenstein, einen Neurochirurgen, der zwar in die Fußstapfen seines Großvaters Viktor geschlüpft und Wissenschaftler geworden ist, sonst aber nichts mit dem berüchtigten Monster-Schöpfer am Hut haben will. Und wehe - wehe, jemand nennt ihn Frankenstein statt Fronkensteen. Dann aber nimmt Frederick doch das schwere Erbe an, indem er selbst ein Monster schafft.

Höhenkoller (1977)

Wer sich nicht durch das umfangreiche Werk Alfred Hitchcocks kämpfen will (auch wenn der Kampf sich lohnen würde), kann sich Brooks' „Höhenkoller“ zu Gemüte führen. Hier ist so mancher Klassiker des Suspense-Meisters in nuce enthalten - von „Psycho“ über „Vertigo“ bis „Die Vögel“.

Der Regisseur selbst übernahm in der Komödie die Hauptrolle: Brooks spielt den Psychiater Richard Thorndyke. der die Leitung einer Nervenheilanstalt übernimmt und es bald mit einer sadistischen Oberschwester zu tun bekommt. Quiz-Frage: Einer der genannten Filme stand für die Szene Pate, in der der an Höhenangst leidende Arzt einen Leuchtturm besteigen muss. Welcher?

Spaceballs - Mel Brooks' verrückte Raumfahrt (1987)

Ob „Spaceballs - Mel Brooks' verrückte Raumfahrt“ Mel Brooks bester Films ist oder sein lustigster, darüber lässt sich streiten. Unstrittig aber ist die Komödie seine populärste, auch weil hierfür ein besonders erfolgreiches Original auf der Schippe lag.

Mit absurdem Witz seziert Brooks sowohl Handlungs- und Gestaltungsmomente als auch den Kult um die „Star Wars“-Filme. Höhepunkte des Klamauks: Rick Moranis in der Rolle des kleinen Lords mit übergroßem Helmchen, John Candy als Chewbacca-Verschnitt Waldi und natürlich der Meister persönlich, Mel Brooks, der in einer Doppelrolle glänzt; als Skroob, größenwahnsinniger Präsident des Planeten Spaceball, und als weiser und mächtiger Yoda, pardon: Joghurt. (tsch)

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